
Am Flughafen Wien-Schwechat wird die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck zum Start der Sommerferien deutlich erleichtert. Nach Angaben von Flughafen-Vorstand Julian Jäger in der ORF-Sendung „Wien heute“ sollen Reisende ab dem ersten Ferientag in Wien keine Laptops oder Tablets mehr aus dem Handgepäck nehmen müssen. Auch Flüssigkeiten sollen dann in deutlich größeren Mengen durch die Sicherheitskontrolle kommen. Genannt wird eine Grenze von bis zu zwei Litern. Die Sommerferien beginnen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am 4. Juli 2026. wien.ORF.at
Möglich wird die Änderung durch neue CT-Scanner an den Sicherheitskontrollen. Diese Geräte erzeugen dreidimensionale Bilder des Handgepäcks und sollen Flüssigkeiten sowie elektronische Geräte genauer prüfen können als herkömmliche Röntgengeräte. Dadurch entfällt für Reisende das bisherige Auspacken von Flüssigkeiten, Laptops oder Tablets. Der Flughafen Wien hatte bereits im Frühjahr angekündigt, die Sicherheitskontrollen schrittweise umzurüsten. Für die Modernisierung wurden rund 25 Millionen Euro genannt. Auch die letzten verbliebenen Kontrollstationen sollen nach ORF-Angaben innerhalb der kommenden zwei Wochen ausgestattet werden. wien.ORF.at
Bislang galt an EU-Flughäfen grundsätzlich: Flüssigkeiten, Aerosole und Gele durften im Handgepäck nur in Behältern mit maximal 100 Millilitern mitgeführt werden. Diese Behälter mussten in einem transparenten, wiederverschließbaren Beutel mit höchstens einem Liter Fassungsvermögen verstaut werden. Genau diese Regel nennt auch die Sicherheitsinformation des Flughafens Wien weiterhin auf ihrer Website. Sie bleibt überall dort relevant, wo noch keine entsprechend zugelassene Technik eingesetzt wird oder wo der Flughafen die Lockerung nicht umgesetzt hat. viennaairport.com
Die EU hatte den Einsatz neuer Scanner nach vorübergehenden technischen Bedenken wieder ermöglicht. Damit können Flughäfen mit entsprechend zugelassener Technik die strenge 100-Milliliter-Grenze lockern. Verpflichtend ist die Umstellung aber nicht. Deshalb entsteht für Reisende in Europa weiterhin ein Flickenteppich. Wer von Wien abfliegt, kann künftig von der neuen Regel profitieren. Beim Rückflug, bei einem Umstieg oder an einem anderen Abflughafen können jedoch weiter die alten Vorgaben gelten. Das betrifft besonders Flughäfen, an denen nicht alle Terminals oder Kontrollspuren modernisiert sind. noe.ORF.at
Für Passagiere bedeutet die Änderung vor allem mehr Komfort am Sicherheitscheck. Größere Flaschen, Kosmetikartikel oder andere erlaubte Flüssigkeiten müssen nicht mehr zwingend in kleine 100-Milliliter-Behälter umgefüllt werden, wenn die neue Regel am jeweiligen Abflughafen gilt. Trotzdem bleibt Vorsicht sinnvoll. Verbotene Gegenstände bleiben weiterhin verboten, und Medikamente, Babynahrung oder Duty-free-Waren unterliegen eigenen Regeln. Wer mit Umstieg reist oder aus dem Ausland zurückfliegt, sollte vorab die Hinweise des jeweiligen Flughafens prüfen. Entscheidend ist nicht das Ziel, sondern die Sicherheitskontrolle am Abflughafen.
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