Neue Förderung in Münster: Bis zu 5.000 Euro für Gesundheitsprojekte

Mikro-Gesundheitsprojekte Münster: Bewerbungen für zusätzliche Förderung sind ab 1. Juli möglich.
Dr. Tim Kornblum, Leiter des Gesundheits- und Veterinäramts der Stadt Münster (r.), Kathrin Mersch vom Gesundheitsamt und Nikolaj Salzmann von der Techniker Krankenkasse freuen sich, ihre Zusammenarbeit zur Stärkung der Gesundheit in den Stadtteilen fortsetzen. ©Stadt Münster / MünsterView

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Münster baut die Förderung für kleinere Gesundheitsangebote in den Stadtteilen aus. Die Stadt Münster und die Techniker Krankenkasse setzen ihre Zusammenarbeit fort und ermöglichen zusätzliche Mikro-Gesundheitsprojekte im Jahr 2027. Ab dem 1. Juli können sich freie Träger, Vereine, Initiativen, Einrichtungen und städtische Institutionen um Fördermittel bewerben.

Für die Jahre 2026 und 2027 stehen bereits insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. In der laufenden Förderphase werden 14 Mikro- und Kleinprojekte umgesetzt. Wegen der positiven Resonanz stellt die Techniker Krankenkasse nun zusätzliche Mittel für weitere Projekte bereit. Pro Vorhaben können bis zu 5.000 Euro bewilligt werden.

Infoveranstaltung erklärt Förderkriterien

Zum Start der neuen Förderphase gibt es am 6. Juli von 16.30 bis 18 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung. Dort werden die Förderkriterien vorgestellt und Fragen zum Antragsverfahren beantwortet. Interessierte können sich bis einschließlich 2. Juli bei Kathrin Mersch vom Gesundheitsamt per E-Mail an mersch@stadt-muenster.de anmelden.

Die Stadt empfiehlt die Teilnahme an der Infoveranstaltung oder eine vorherige Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt. Anträge können vom 1. Juli bis zum 30. September gestellt werden. Alle Projekte müssen den Qualitätsrichtlinien des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen entsprechen.

Welche Projekte gefördert werden können

Der Verfügungsfonds unterstützt Angebote, die Menschen direkt in ihrem Lebensumfeld erreichen. Gefördert werden können neue Vorhaben, aber auch bestehende Angebote, die inhaltlich weiterentwickelt werden sollen. Themen sind unter anderem Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Entspannung, Gewaltprävention, Medienkompetenz, Einsamkeitsprävention, Suchtmittelprävention sowie der Zusammenhang von Klimawandel und Gesundheit.

Für Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen bestehen gesonderte Fördermöglichkeiten der Techniker Krankenkasse. Die Höhe der zusätzlichen Fördermittel für 2027 wird nach Angaben der Stadt festgelegt, sobald absehbar ist, wie groß der Bedarf ist und in welchem Umfang bereits bewilligte Projekte die vorhandenen Mittel abrufen.

Gesundheitsangebote sollen Menschen im Quartier erreichen

Seit 2024 konnten über den Verfügungsfonds bereits 30 gesundheitsfördernde Angebote in den Stadtteilen umgesetzt werden. Sie richten sich unter anderem an Kinder, ältere Menschen, Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung sowie pflegende Angehörige. Genannt werden Stadtteile wie das Hansaviertel, Berg Fidel, Coerde und Wolbeck.

„Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass wohnortnahe Gesundheitsangebote Menschen erreichen, die sonst nur schwer Zugang zu Gesundheitsförderungsangeboten finden“, sagt Dr. Tim Kornblum, Leiter des Gesundheits- und Veterinäramtes. Mit der neuen Förderphase wolle man engagierte Akteurinnen und Akteure dabei unterstützen, gute Ideen für mehr Gesundheit und Teilhabe umzusetzen.

Teil des Programms „Gesunde Stadt Münster“

Der Verfügungsfonds für Mikroprojekte gehört zum Handlungsprogramm „Gesunde Stadt Münster“, das die Stadt gemeinsam mit der Universität Münster entwickelt hat. Ziel ist es, Gesundheitsförderung dauerhaft in der Stadtentwicklung zu verankern.

Auch die Techniker Krankenkasse sieht in den lokalen Projekten großes Potenzial. „Die bisherigen Projekte haben gezeigt, wie viel Potenzial in lokalen Initiativen steckt und wie viele unterschiedliche Zielgruppen wir erreichen“, erklärt Nikolaj Salzmann von der TK. Deshalb werde die Kooperation mit dem Gesundheitsamt fortgesetzt und über zusätzliche Fördermittel erweitert.

Weitere Informationen gibt es online bei der Stadt Münster unter www.stadt-muenster.de/gesundheit/foerderung sowie bei Kathrin Mersch vom Gesundheitsamt per E-Mail an mersch@stadt-muenster.de oder telefonisch unter 02 51/4 92-53 68.

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