DAX vor dem Handelsstart: Diese Impulse entscheiden heute

Intel Aktie – Kursanstieg an der Nasdaq
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der DAX steuert am Freitag auf einen nahezu unveränderten Handelsstart zu. Um 8:03 Uhr wurde der deutsche Leitindex vorbörslich bei 25.123,78 Punkten indiziert. Das waren lediglich 5,51 Punkte oder 0,02 Prozent mehr als der offizielle Schlussstand vom Donnerstag. Belastbare Daten zur heutigen Xetra-Handelsspanne sowie zu den Tagesgewinnern und -verlierern gibt es vor der Eröffnung um 9 Uhr noch nicht.

DAX beendet Donnerstag deutlich im Plus

Am Donnerstag hatte sich der DAX von den kräftigen Verlusten der vorangegangenen Handelstage erholt. Der Index schloss bei 25.118,27 Punkten und damit 0,89 Prozent höher als am Mittwoch. Im Tagesverlauf bewegte er sich zwischen 24.867,32 und 25.127,76 Punkten. Die Handelsspanne betrug damit rund 260 Punkte.

Stärkster DAX-Wert war Qiagen mit einem Plus von 10,62 Prozent. Auf der Verliererseite stand Rheinmetall mit einem Abschlag von 4,31 Prozent. Die Aktie der Deutschen Börse verlor 1,37 Prozent, Daimler Truck gab 1,25 Prozent nach. Volkswagen und Münchener Rück büßten jeweils 1,19 Prozent ein. Diese Rangliste bezieht sich auf den abgeschlossenen Handel vom 9. Juli, nicht auf den noch nicht eröffneten Freitagshandel.

Wall Street und Asien liefern Rückenwind

Unterstützung kommt von den US-Börsen. Der Dow Jones gewann am Donnerstag 0,27 Prozent, der S&P 500 stieg um 0,81 Prozent und der technologielastige Nasdaq Composite legte 1,3 Prozent zu. Gefragt waren vor allem Halbleiterwerte. Der Philadelphia Semiconductor Index verbuchte ein Plus von 3 Prozent. Hoffnungen auf eine begrenzte Freigabe von Nvidias H200-Chips für chinesische Unternehmen sowie die starke Nachfrage nach der geplanten US-Platzierung von SK Hynix sorgten für Kaufinteresse.

Auch an den asiatischen Börsen überwogen am Freitagmorgen die Kursgewinne. Anleger richteten ihren Blick zunehmend auf die Halbleiter- und Tech-Werte in der Region.

Öl und Zinsen bleiben Risikofaktoren

Die Rohölpreise gaben am Freitagmorgen leicht nach. Brent kostete rund 76,24 Dollar je Barrel, US-Öl der Sorte WTI etwa 72,04 Dollar. Auf Wochensicht steuerten beide Sorten wegen der anhaltenden Risiken im Nahen Osten dennoch auf Gewinne von etwa sechs beziehungsweise fünf Prozent zu. Neue Störungen der Lieferwege könnten die Inflation erneut verstärken und damit die Zinserwartungen beeinflussen.

Die jüngsten Protokolle der US-Notenbank hatten wachsende Sorgen über den Inflationsdruck erkennen lassen. Am Markt wurde die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung in den USA im laufenden Jahr zuletzt mit rund 87 Prozent bewertet. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag am Donnerstag bei etwa 4,55 Prozent. Steigende Renditen können besonders hoch bewertete Technologieaktien und andere zinssensible Titel belasten.

In Deutschland stehen am Freitag die endgültigen Verbraucherpreisdaten für Juni im Fokus. Gegenüber Mai sanken die Verbraucherpreise nach vorläufiger Rechnung um 0,3 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel wurde vorläufig mit 2,5 Prozent angegeben.

Ausblick auf die nächsten Handelstage

Neben der weiteren Entwicklung im Nahen Osten dürften in der kommenden Woche vor allem neue Inflations- und Konjunkturdaten die Kurse bestimmen. Am Dienstag, 14. Juli, werden in den USA die Verbraucherpreise für Juni veröffentlicht. Am Mittwoch folgen die amerikanischen Erzeugerpreise. Beide Berichte sind für die Erwartungen an die weitere Geldpolitik der US-Notenbank von Bedeutung.

Ebenfalls am Dienstag veröffentlicht Eurostat Daten zur Industrieproduktion im Euroraum für Mai. Für den DAX bleiben daneben die Ölpreisentwicklung, die Anleiherenditen und der Start der internationalen Berichtssaison wichtige Einflussfaktoren. Nach den starken Schwankungen der vergangenen Handelstage ist auch zum Wochenschluss mit schnellen Richtungswechseln zu rechnen.

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