
Im Transferpoker um Johan Manzambi zeichnet sich eine überraschende Entscheidung ab. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler des SC Freiburg tendiert nach übereinstimmenden Medienberichten zu einem Wechsel zu Aston Villa. Zuvor galt Newcastle United als Favorit. Eine offizielle Bestätigung des Transfers stand am Sonntagabend noch aus.
Nach Informationen des „kicker“ hat der SC Freiburg sowohl mit Newcastle United als auch mit Aston Villa eine Einigung über die finanziellen Bedingungen erzielt. Das mit Newcastle ausgehandelte Paket soll mehr als 60 Millionen Euro umfassen. Aston Villa bietet demnach einschließlich möglicher Bonuszahlungen knapp 70 Millionen Euro. Auch Sky berichtet von einer vollständigen Einigung zwischen Freiburg und dem Klub aus Birmingham.
Entscheidend ist deshalb die Wahl des Spielers. Manzambi hatte Newcastle offenbar keine endgültige Zusage gegeben und soll Aston Villa inzwischen über seine Entscheidung informiert haben. Als Argumente für den Klub gelten die Teilnahme an der Champions League und die Möglichkeit, unter Trainer Unai Emery zu spielen. Aston Villa ist für die Ligaphase der Champions League 2026/27 qualifiziert.
Kommt der Wechsel zu den berichteten Konditionen zustande, wäre Manzambi mit großem Abstand der teuerste Abgang in der Geschichte des SC Freiburg. Das Gesamtpaket soll aus einer festen Ablöse und erfolgsabhängigen Bonuszahlungen bestehen. Der Medizincheck ist nach Angaben von Sky zeitnah vorgesehen. Beim Europa-League-Sieger soll der Schweizer einen langfristigen Vertrag erhalten.
Aston Villa und Freiburg kennen sich aus der abgelaufenen Saison. Beide Mannschaften standen sich im Finale der Europa League gegenüber. Villa gewann das Endspiel mit 3:0 und sicherte sich damit auch einen Platz in der Champions League. Manzambi gehörte während Freiburgs Weg ins erste europäische Endspiel der Vereinsgeschichte zu den Leistungsträgern.
Manzambi wurde am 14. Oktober 2005 in Genf geboren und in der Jugend von Servette ausgebildet. Im Januar 2023 wechselte er nach Freiburg. Dort spielte er zunächst für die U19 und die zweite Mannschaft, bevor er im September 2024 beim 3:0 in Heidenheim sein Bundesligadebüt gab. Sein erstes Bundesligator erzielte er im April 2025 beim 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach.
In der Saison 2025/26 kam der zentrale Mittelfeldspieler in 27 Bundesligaspielen auf fünf Tore und vier Vorlagen. In der Europa League absolvierte er alle 15 Freiburger Partien und sammelte vier direkte Torbeteiligungen. Anschließend machte er bei der Weltmeisterschaft mit drei Toren und zwei Vorlagen in vier Einsätzen auf sich aufmerksam. Knieprobleme verhinderten weitere Einsätze in der K.-o.-Phase.
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