Starkregen und Dachstuhlbrand: Grosseinsatz in Elmshorn

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein mutmaßlicher Blitzeinschlag, ein Dachstuhlbrand und heftiger Starkregen haben am Montagabend in Elmshorn einen Großeinsatz ausgelöst. Mehr als 220 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst, Deutschem Roten Kreuz und Polizei waren zeitweise im Einsatz. Im gesamten Stadtgebiet mussten über 130 Einsatzstellen bearbeitet werden.

Feuer bricht nach Gewitter in der Hebbelstraße aus

Die Feuerwehr Elmshorn wurde gegen 18.44 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in der Hebbelstraße 18 alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, drang schwarzer Rauch aus dem Firstbereich des Einfamilienhauses. Kurz darauf schlugen offene Flammen aus dem Dach.

Als mögliche Ursache nannte die Feuerwehr einen Blitzeinschlag. Gleichzeitig zog eine intensive Gewitterzelle über die Stadt. Wegen der hohen Blitzschlaggefahr konnten zwei bereits bereitstehende Drehleitern zunächst nicht eingesetzt werden. Die Löscharbeiten mussten unter erschwerten Bedingungen begonnen werden. Verletzte wurden bei dem Brand nach ersten Angaben nicht angetroffen.

Noch während des laufenden Brandeinsatzes gingen zahlreiche weitere Notrufe ein. Der Starkregen setzte innerhalb kurzer Zeit Straßen, Keller und Tiefgaragen unter Wasser. Auch mehrere Brandmeldeanlagen lösten aus. Die Feuerwehr Elmshorn reagierte mit einem Vollalarm und forderte zusätzliche Unterstützung aus der Umgebung an.

Straßen und Bahnunterführungen stehen unter Wasser

Besonders betroffen waren mehrere Bahnunterführungen im Stadtgebiet. Vollgelaufen waren nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes unter anderem die als Badewanne bekannte Unterführung an der Hamburger Straße sowie die Unterführungen an der Wasserstraße, der Geschwister-Scholl-Straße und am Bauerweg.

Neben der Feuerwehr Elmshorn kamen Kräfte aus Klein Nordende, Pinneberg und Kölln-Reisiek zum Einsatz. Hinzu kamen die Bereitschaftszüge Nord und Süd, die Technische Einsatzleitung, mehrere Einheiten des THW, die Stadtentwässerung und das Deutsche Rote Kreuz. Das DRK richtete auf dem Parkplatz eines Supermarktes am Wedenkamp eine Verpflegungsstation für die Einsatzkräfte ein.

Mehr als 130 Einsatzstellen im Stadtgebiet

In der Spitze waren mehr als 220 Helfer im Dauereinsatz. Insgesamt wurden über 130 Einsatzstellen registriert. Zum Zeitpunkt der Feuerwehrmeldung waren davon noch 45 offen. Auch Vertreter der Stadt, des Ordnungsamtes und der Kreisfeuerwehrführung verschafften sich vor Ort einen Überblick.

Im Laufe des späten Abends entspannte sich die Wetterlage. Weitere starke Niederschläge wurden zunächst nicht erwartet. Zusätzlich erleichterte das tidebedingt sinkende Wasser der Krückau den Abfluss der Regenmengen. Die Arbeiten an den verbliebenen Einsatzstellen dauerten dennoch weiter an.

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