
Killian Corredor kehrt nach zwei Jahren in Deutschland in sein Heimatland zurück. Der 25 Jahre alte Offensivspieler verlässt den SV Darmstadt 98 und schließt sich dem französischen Traditionsklub FC Nantes an. Beide Vereine bestätigten den Transfer am Dienstag. Corredor unterschrieb bei den Kanarien einen Vertrag über vier Jahre bis zum Sommer 2030. Für die Lilien endet damit die Zeit eines Angreifers, der am Böllenfalltor schnell zu einer festen Größe geworden war.
Corredor war im August 2024 von Rodez Aveyron Football nach Darmstadt gewechselt. In zwei Spielzeiten absolvierte er für den SVD insgesamt 65 Pflichtspiele. Dabei kam der Franzose auf 13 Tore und neun Vorlagen, also 22 direkte Torbeteiligungen. Besonders während seiner ersten Saison in der 2. Bundesliga spielte er sich mit seiner Beweglichkeit, seinem Tempo und seiner Bereitschaft zu intensiven Läufen in der Darmstädter Offensive fest.
Der Abschied kommt für die Verantwortlichen nicht völlig überraschend. Nach Angaben des Darmstädter Sportchefs Paul Fernie hatte Corredor bereits während der vergangenen Saison deutlich gemacht, dass er nach Frankreich zurückkehren wolle. Der Verein stellte sich deshalb früh auf einen möglichen Verkauf ein. Da das Angebot aus Nantes den Vorstellungen der Lilien entsprach, erhielt der Offensivmann die Freigabe. Über die genaue Ablösesumme machten die beiden Klubs keine Angaben.
Für Darmstadt ist der Transfer damit auch das Ergebnis einer länger bekannten Entwicklung. Der Zweitligist verliert zwar einen regelmäßig eingesetzten Offensivspieler, konnte den Kaderumbau aber mit entsprechendem Vorlauf planen. Für Corredor erfüllt sich zugleich der Wunsch, seine Karriere wieder im französischen Fußball fortzusetzen.
Corredor wurde am 4. November 2000 in Montpellier geboren und wuchs fußballerisch in der Region um Rodez auf. Nach ersten Jahren im Nachwuchs von Rodez wechselte er in die Ausbildung des FC Toulouse. Für die zweite Mannschaft der Südfranzosen erzielte er zwölf Tore in 32 Partien, ehe er 2021 zu Rodez zurückkehrte und dort den Sprung in den Profifußball schaffte.
In der Ligue 2 entwickelte sich Corredor vom Nachwuchsspieler zu einem vielseitigen Angreifer. Er kann im Zentrum, als hängende Spitze oder in einer offensiveren Mittelfeldrolle eingesetzt werden. Seine stärkste Saison in Frankreich spielte er 2023/24. Wettbewerbsübergreifend gelangen ihm damals 19 Treffer und acht Vorlagen in 44 Pflichtspielen. Mit Rodez erreichte er zudem die Aufstiegs-Play-offs, scheiterte dort jedoch an der AS Saint-Étienne.
Der Wechsel nach Darmstadt im Sommer 2024 war deshalb der nächste logische Schritt seiner Entwicklung. Corredor suchte eine neue sportliche Herausforderung und traf beim SVD auf einen Verein, der ihm eine wichtige Rolle in der Offensive zusichern konnte.
Der FC Nantes steht nach einer enttäuschenden Saison vor einem tiefgreifenden Umbruch. Die Kanarien stiegen nach 13 aufeinanderfolgenden Jahren in der Ligue 1 wieder in die zweite französische Liga ab. Besiegelt wurde der Abstieg durch eine 0:1-Niederlage beim RC Lens am vorletzten Spieltag. Nantes lag zu diesem Zeitpunkt mit 23 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und konnte nicht mehr auf den Relegationsrang springen.
Für den Neuaufbau wurde Michel Der Zakarian als Trainer zurückgeholt. Für den früheren Nantes-Spieler ist es bereits die dritte Amtszeit auf der Trainerbank des Traditionsvereins. Der erfahrene Coach soll nach einer von Trainerwechseln und sportlichen Rückschlägen geprägten Saison wieder für Stabilität sorgen.
Corredor ist nach Mittelfeldspieler Wilitty Younoussa, Torhüter Maxime Dupé und Innenverteidiger Lucas Perrin der vierte Zugang des Sommers. Die bisherige Transferstrategie zeigt, dass Nantes vor allem auf Erfahrung, Bundesliga- oder Ligue-1-Routine und flexible Profile setzt. In dieses Bild passt Corredor genau: ein junger, wettkampferprobter Offensivspieler mit Erfahrung im französischen Unterhaus.
Für den FC Nantes ist der Transfer sportlich und strategisch bedeutsam. In der Ligue 2 zählen Erfahrung, Tempo und Torgefahr besonders. Corredor bringt genau diese Eigenschaften mit und kann Nantes in mehreren Offensivsystemen weiterhelfen. Für den 25-Jährigen ist der Wechsel zugleich die Chance, in einem größeren Verein Verantwortung zu übernehmen und den sportlichen Neustart der Kanarien aktiv mitzugestalten.
Beim SV Darmstadt 98 war Corredor kein klassischer Strafraumstürmer, sondern ein beweglicher Verbindungsspieler. Er ließ sich zurückfallen, öffnete mit seinen Läufen Räume und konnte sowohl selbst abschließen als auch Mitspieler einsetzen. Seine 22 Torbeteiligungen in 65 Pflichtspielen zeigen, dass er regelmäßig Einfluss auf das Darmstädter Angriffsspiel hatte.
Die Lilien hatten sich nach dem früh geäußerten Wechselwunsch allerdings auf den Abgang vorbereiten können. Mit Lance Duijvestijn verpflichtete Darmstadt bereits einen offensiven Mittelfeldspieler, der Kreativität und Torgefahr in den Kader bringen soll. Dennoch muss Trainer Florian Kohfeldt die Aufgaben Corredors neu verteilen. Entscheidend wird sein, ob dessen Laufstärke, Flexibilität und Abschlussqualität durch die vorhandenen Spieler aufgefangen werden können oder ein weiterer Zugang folgt.
Für Corredor beginnt dagegen ein neues Kapitel in vertrauter Umgebung. Beim FC Nantes soll er dabei helfen, aus einem verunsicherten Absteiger wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen und den sportlichen Neustart mitzugestalten.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu