
Nach dem Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Traktorgespann in Achterwehr ist die Bahnstrecke zwischen Kiel und Rendsburg seit Mittwochmorgen, 15. Juli 2026, wieder freigegeben. Bei der Kollision am Dienstagnachmittag wurden nach Angaben der Bundespolizei insgesamt 13 Menschen leicht verletzt. Eine Reisende musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Traktorfahrer blieb laut NDR unverletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.
Der Unfall ereignete sich am Dienstag, 14. Juli 2026, gegen 14.30 Uhr an einem Bahnübergang in Achterwehr im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Nach Informationen der Kieler Nachrichten befindet sich der Übergang am Inspektor-Weimar-Weg, der dort unter der Autobahn 210 hindurchführt. Betroffen war die von Regionalzügen der Nordbahn befahrene Strecke zwischen Kiel und Rendsburg. Die Bahnstrecke wurde nach Angaben der Bundespolizei um 14.29 Uhr für den Zugverkehr gesperrt.
Ein Traktor mit mehreren Anhängern war auf den Bahnübergang gefahren. Dieser ist technisch gesichert und verfügt über Rotlicht sowie Halbschranken. Nach Darstellung des NDR war ein Teil des Gespanns offenbar auf dem Übergang liegen geblieben. Der herannahende Regionalzug leitete noch eine Schnellbremsung ein. Der Zusammenstoß mit dem Traktoranhänger ließ sich jedoch nicht mehr verhindern.
Nach Angaben der Kieler Nachrichten traf der Zug den Anhänger des landwirtschaftlichen Gespanns. Einzelheiten zur Geschwindigkeit des Zuges oder zum genauen Ablauf unmittelbar vor dem Zusammenstoß wurden zunächst nicht bekannt. Auch die Frage, ob die Warnanlage und die Halbschranken bereits vollständig aktiviert waren, ist bislang nicht abschließend beantwortet.
In dem Regionalzug befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls 64 Reisende. Elf Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst untersucht. Die meisten von ihnen konnten ihre Fahrt später fortsetzen. Eine Frau klagte jedoch über Schmerzen und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Nähere Angaben zur Art ihrer Verletzungen liegen nicht vor.
Auch der Lokführer und der Zugbegleiter wurden bei der Kollision leicht verletzt. Damit stieg die Gesamtzahl der Verletzten auf 13. Der Fahrer des Traktors blieb nach Angaben des NDR unverletzt. Erste Meldungen zum Zustand des Traktorfahrers waren zunächst uneinheitlich.
Die Einsatzkräfte evakuierten sämtliche Reisenden aus dem beschädigten Regionalzug. Anschließend wurden Busse organisiert, mit denen die unverletzten und bereits untersuchten Fahrgäste ihre Reise fortsetzen konnten. Laut Nordbahn gab es während der Streckensperrung sowohl direkte Ersatzbusse zwischen Kiel und Rendsburg als auch Verbindungen, die die einzelnen Bahnhalte an der Strecke bedienten.
Am Unfallort waren die Feuerwehren aus Achterwehr und Kronshagen im Einsatz. Hinzu kamen der Rettungsdienst, ein Notarzt sowie Beamte der Landespolizei und der Bundespolizei. Die Einsatzkräfte kümmerten sich zunächst um die Verletzten, sicherten den Bahnübergang und unterstützten die Evakuierung des Zuges.
Die Bergung des Traktorgespanns und des beschädigten Zuges dauerte mehrere Stunden. Nach Informationen der Kieler Nachrichten konnte das erste Element des landwirtschaftlichen Gespanns gegen 18.20 Uhr mithilfe eines Spezialkrans geborgen werden. Der Regionalzug war durch den Aufprall so stark beschädigt worden, dass er seine Fahrt nicht aus eigener Kraft fortsetzen konnte. Erst am späten Dienstagabend wurde das Fahrzeug in Richtung Rendsburg abgeschleppt.
Eine konkrete Schadenssumme nannten weder die Bundespolizei noch die Nordbahn. Fest steht bislang, dass der Zug erheblich beschädigt wurde. Außerdem wurden die Schranken am Bahnübergang durch die Kollision zerstört. In der Nacht untersuchten Fachkräfte auch die Gleisanlagen. Dabei wurden nach Angaben der Kieler Nachrichten keine Schäden festgestellt. Ob für die Reparatur der Schranken weitere Einschränkungen am Bahnübergang notwendig werden, war am Mittwochvormittag noch offen.
Die genaue Ursache der Kollision wird weiterhin untersucht. Nach ersten Angaben eines Sprechers der Bundespolizei könnte ein technischer Defekt am Traktor dazu geführt haben, dass das Gespann nicht rechtzeitig vom Bahnübergang herunterfahren konnte. Diese Annahme ist bislang nicht bestätigt. Weitere technische Untersuchungen müssen zeigen, weshalb der Anhänger in das Gleisprofil des herannahenden Zuges geriet.
Die Bahnstrecke zwischen Kiel und Rendsburg blieb bis zum Betriebsschluss am Dienstag vollständig gesperrt. Währenddessen galt ein Schienenersatzverkehr. Nachdem der beschädigte Zug abgeschleppt und die Gleisanlage kontrolliert worden war, konnte der reguläre Zugverkehr mit Betriebsbeginn am Mittwochmorgen wieder aufgenommen werden. Nach Angaben von NDR und Kieler Nachrichten fahren die Regionalzüge seitdem wieder planmäßig.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu