Brunetti ermittelt heute gegen die Müll-Mafia von Venedig

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Commissario Brunetti kehrt am Samstagabend mit einem älteren Fall ins Erste zurück. In „Donna Leon – Schöner Schein“ untersucht der venezianische Ermittler den Mord an einem Spediteur. Seine Nachforschungen führen ihn in ein Geflecht aus illegaler Müllentsorgung, Mafia-Geschäften und familiären Verbindungen. Uwe Kockisch spielt erneut die Hauptrolle.

Sendetermin von „Donna Leon – Schöner Schein“

Das Erste zeigt „Donna Leon – Schöner Schein“ am Samstag, 18. Juli 2026, von 21:45 bis 23:15 Uhr. Der 90-minütige Fernsehfilm folgt direkt auf den Krimi „Mordlichter – Tod auf den Färöer Inseln“. Bei der Ausstrahlung handelt es sich um eine Wiederholung. Der Film wurde erstmals am 14. April 2012 zur Hauptsendezeit im Ersten gezeigt. Nach Angaben der ARD ist die heutige Fassung mit Untertiteln und Audiodeskription ausgestattet.

Darum geht es im Brunetti-Krimi

Gesellschaftliche Einladungen seines wohlhabenden Schwiegervaters Conte Falier gehören nicht zu Brunettis Lieblingsbeschäftigungen. Bei einem Abendessen begegnet er jedoch Franca Cataldo. Die auffällige Frau fasziniert den Commissario nicht allein durch ihr Aussehen. Sie erweist sich als belesen und beginnt mit ihm ein Gespräch über Dante und Ovid.

Für eine Fortsetzung der Begegnung bleibt Brunetti zunächst keine Zeit. Der Spediteur Stefano Ranzato wird ermordet aufgefunden. Das Opfer war in Geschäfte mit Francas Ehemann Maurizio Cataldo verwickelt. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass Transporte und angebliche Obstlieferungen offenbar der Verschleierung illegaler Geschäfte dienen.

Die Spur führt zu Antonio Barbaro, der offiziell als Obsthändler auftritt. Tatsächlich steht er im Verdacht, an Geschäften mit illegal entsorgtem Müll beteiligt zu sein. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch Brunettis Familie. Auch Conte Falier unterhält geschäftliche Beziehungen zu Maurizio Cataldo. Dadurch gerät der Commissario in einen Interessenkonflikt und muss sich gegen den Verdacht wehren, wegen seiner familiären Verbindungen nicht unabhängig zu ermitteln.

Esther Schweins spielt die rätselhafte Franca Cataldo

Uwe Kockisch ist als Commissario Guido Brunetti zu sehen. Julia Jäger spielt seine Frau Paola Brunetti. Zum vertrauten Team in der venezianischen Questura gehören Karl Fischer als Sergente Lorenzo Vianello, Annett Renneberg als Signorina Elettra und Michael Degen als Vice-Questore Patta.

Im Mittelpunkt der Episodenbesetzung steht Esther Schweins als Franca Cataldo. Michael Mendl übernimmt die Rolle ihres Ehemanns Maurizio Cataldo. Marc Hosemann spielt den mutmaßlichen Mafioso Antonio Barbaro. Merab Ninidze ist als Ermittler Filippo Guarino zu sehen.

Peter Fitz verkörpert Brunettis Schwiegervater Conte Falier. Weitere Rollen übernehmen Holger Gotha als Mordopfer Stefano Ranzato und Peter Harting als Franco Barbaro. Patrick Diemling und Laura-Charlotte Syniawa spielen Brunettis Kinder Raffi und Chiara. Dietmar Mössmer ist als Alvise dabei, Ueli Jäggi als Dr. Aurino.

Regie, Drehbuch und Drehorte

Regie führte Sigi Rothemund, der zahlreiche Filme der Brunetti-Reihe inszenierte. Das Drehbuch schrieb Holger Joos nach Donna Leons gleichnamigem Roman. Für die Kamera war Dragan Rogulj verantwortlich. Die Musik stammt von Stefan Schulzki und André Rieu.

Produziert wurde der Film von teamWorx, dem heutigen Unternehmen UFA Fiction, für die ARD Degeto. Als Schauplatz dient erneut Venedig. Die Produktion entstand in der Lagunenstadt und ihrer Umgebung. Damit folgt der Film dem bekannten Konzept der Reihe, die Brunettis Ermittlungen mit Aufnahmen venezianischer Kanäle, Gassen, Palazzi und Plätze verbindet. Einzelne konkrete Gebäude oder Straßen werden in den verfügbaren Produktionsangaben zu diesem Film nicht vollständig ausgewiesen.

Der 18. Fall der Donna-Leon-Reihe

„Schöner Schein“ ist der 18. Film der ARD-Reihe um Commissario Brunetti. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Aufklärung eines Mordes. Der Krimi verbindet den Fall mit Fragen nach wirtschaftlicher Macht, organisierter Kriminalität und der illegalen Entsorgung von Giftmüll.

Zugleich wird Brunetti persönlich stärker einbezogen als in vielen anderen Fällen. Die geschäftlichen Aktivitäten seines Schwiegervaters lassen Zweifel an seiner Unbefangenheit aufkommen. Auch seine Begegnung mit Franca Cataldo bringt ihn in eine ungewohnte Lage. Hinter ihrem auffälligen Äußeren und ihrer Nähe zu den Verdächtigen verbirgt sich eine Geschichte, die für die Aufklärung des Falls entscheidend wird.

Der Film gehört damit zur mittleren Phase der Brunetti-Reihe und setzt vollständig auf das langjährige Stammensemble um Uwe Kockisch. Neue Zuschauer können der abgeschlossenen Handlung auch ohne Kenntnis früherer Filme folgen.

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