
Eine abgelegene Inselgruppe, ein getöteter Tierschützer und eine Journalistin, die von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Das Erste zeigt am Samstagabend den Kriminalfilm „Mordlichter – Tod auf den Färöer Inseln“. Odine Johne übernimmt die Hauptrolle in einer Geschichte, die einen Mordfall mit einem Konflikt um die Grindwaljagd und einem lange verdrängten Familiengeheimnis verbindet.
„Mordlichter – Tod auf den Färöer Inseln“ läuft am Samstag, 18. Juli 2026, von 20.15 bis 21.45 Uhr im Ersten. Die tatsächliche Laufzeit des Films beträgt rund 88 Minuten.
Im Mittelpunkt steht die 38-jährige Journalistin Johanna. Sie kehrt nach vielen Jahren auf die Färöer-Inseln zurück, um das Haus ihrer verstorbenen Eltern zu verkaufen. Besonders der ungeklärte Tod ihres Vaters belastet sie bis heute. Er kam während Johannas Kindheit unter rätselhaften Umständen auf hoher See ums Leben.
Während ihres Aufenthalts verschärft sich der Konflikt zwischen einheimischen Waljägern und einer internationalen Gruppe von Tierschutzaktivisten. Die Aktivisten wollen gegen die traditionelle Jagd auf Grindwale vorgehen. Johanna gerät zwischen beide Seiten, obwohl sie sich zunächst lediglich um den Verkauf des Elternhauses kümmern möchte.
Die Situation eskaliert, als Johanna an einer Felsenklippe die Leiche eines jungen französischen Tierschützers entdeckt. In seinem Rücken steckt eine Lanze, wie sie mit der Waljagd in Verbindung gebracht wird. Der Verdacht richtet sich deshalb schnell gegen die einheimischen Waljäger um Jacobsen und Brandur.
Johannas Jugendfreund Bjørg arbeitet inzwischen als Polizist auf der Insel. Er übernimmt die Ermittlungen, besitzt jedoch kaum Erfahrung mit schweren Verbrechen. Johanna verspricht ihm zunächst, sich aus dem Fall herauszuhalten. Trotzdem beginnt sie selbst zu recherchieren. Unterstützt wird sie dabei von dem Aktivisten Harms und dessen Schiffscrew.
Je mehr Johanna über den Toten und die Konflikte auf der Insel erfährt, desto deutlicher wird, dass der aktuelle Fall mit ihrer eigenen Familiengeschichte verbunden sein könnte. Erinnerungen an ihre Kindheit und den Tod ihres Vaters erhalten dadurch eine neue Bedeutung.
Odine Johne spielt die Journalistin Johanna, die nach langer Abwesenheit in ihre Heimat zurückkehrt. Jan Krauter ist als Inselpolizist Bjørg zu sehen. Seine Figur kennt Johanna seit ihrer Kindheit und versucht, zwischen den verfeindeten Gruppen zu vermitteln.
Henning Baum übernimmt die Rolle des Aktivisten und Skippers Harms. Patrick O’Kane spielt den Waljäger Brandur, David Ganly dessen Mitstreiter Jacobsen. Rachael Rooney gehört als Aktivistin Francesca zur Besetzung. Patrick McBrearty ist als Rókur zu sehen, Ash Rizi spielt Serge und Cailum Carragher verkörpert Tony.
In weiteren Rollen treten Anne Bird als Alda, Michael Patrick als Thomas Johnson und Mukamajulé Michelo als Dr. Lina auf. Hayley-Marie Axe spielt Eva. Kasper Andreasen und Kelsea Knox verkörpern Julian Rasmussen und Lea Rasmussen. Außerdem gehören Rachel Murray als Mrs. Djurhuus und Ben Kerr als Poul Stefánsson zum internationalen Ensemble.
Regie führte Ute Wieland. Das Drehbuch stammt nach den offiziellen Angaben von Christiane Dienger und Martin Sommer. Kamerafrau Eeva Fleig war für die Bildgestaltung verantwortlich, die Musik komponierte Michael Kamm.
Produziert wurde der Fernsehfilm von Amalia Film und Wasabi Film in Zusammenarbeit mit der ARD Degeto. Als Produzenten werden Felix von Poser und Martin Sommer genannt. Die Redaktion lag bei Niklas Wirth und Christoph Pellander.
Die Dreharbeiten begannen im September 2023 und wurden am 24. Oktober 2023 beendet. Gedreht wurde sowohl auf den Färöer-Inseln als auch in Nordirland. Damit entstanden Teile der Landschaftsaufnahmen am tatsächlichen Handlungsort, während weitere Szenen in Nordirland umgesetzt wurden.
Die Produktionsfirma Amalia Film führt „Mordlichter – Tod auf den Färöer Inseln“ als TV-Film aus dem Jahr 2025. Auch die ARD bezeichnet die Produktion als Spielfilm beziehungsweise Kriminalfilm. Bislang ist nur dieser eine Film veröffentlicht worden. Eine weitere Folge oder eine Fortsetzung ist nicht offiziell angekündigt.
Einzelne Programmportale ordnen „Mordlichter“ zwar wie eine Reihe mit bislang einer Folge ein. Eine solche Einstufung ersetzt jedoch keine offizielle Fortsetzungsankündigung. Für Zuschauer ist deshalb entscheidend, dass die heutige Geschichte ohne Vorkenntnisse angesehen werden kann und einen eigenständigen Kriminalfall erzählt.
„Mordlichter – Tod auf den Färöer Inseln“ verbindet mehrere Genres. Ausgangspunkt ist ein klassischer Mordfall, bei dem eine Leiche gefunden und der Kreis der Verdächtigen schrittweise untersucht wird. Die eigentliche Hauptfigur ist jedoch keine erfahrene Kommissarin, sondern eine Journalistin, die aus persönlichen Gründen ermittelt.
Gleichzeitig greift der Film den Konflikt zwischen der traditionellen Grindwaljagd und internationalen Tierschutzaktivisten auf. Hinzu kommt ein Familiendrama um Johannas Vater und ihre verdrängten Erinnerungen. Der Film setzt deshalb weniger auf einen routinierten Polizeifall als auf die Verbindung von Kriminalgeschichte, gesellschaftlichem Konflikt und persönlicher Vergangenheit.
Die Färöer-Inseln sind dabei mehr als eine austauschbare Kulisse. Klippen, Fjorde, Meer und wechselhaftes Wetter bestimmen die Bildsprache. Die Kameraarbeit von Eeva Fleig unterstützt damit die abgeschiedene und angespannte Atmosphäre der Handlung.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu