ChatGPT fällt am Samstag zeitweise weltweit aus

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Grzegorz Walczak

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Bei ChatGPT ist es am Samstag, 25. Juli 2026, zu erheblichen technischen Problemen gekommen. Nutzer aus mehreren Ländern meldeten Schwierigkeiten beim Anmelden, beim Absenden von Anfragen und beim Öffnen bestehender Unterhaltungen. Betroffen waren nach offiziellen Angaben nicht nur Teile von ChatGPT, sondern auch Programmierschnittstellen von OpenAI sowie der Programmierdienst Codex.

Die ChatGPT-Störung am 25. Juli 2026 bestand nicht durchgehend in gleicher Form. Auf der Statusseite des Unternehmens wurden am Samstagmorgen zunächst erhöhte Fehlerraten gemeldet. Nachdem OpenAI zwischenzeitlich eine vollständige Wiederherstellung der betroffenen Dienste mitgeteilt hatte, erschien kurze Zeit später eine weitere Störungsmeldung.

Erste Störung begann am Samstagmorgen

OpenAI veröffentlichte die erste offizielle Meldung zu den technischen Problemen um 9.17 Uhr. Das Unternehmen teilte zunächst lediglich mit, dass die aufgeführten Dienste untersucht würden. Nähere Angaben zum Beginn der tatsächlichen Nutzerprobleme machte OpenAI nicht.

Um 10.02 Uhr erklärte das Unternehmen, eine Gegenmaßnahme umgesetzt zu haben und die Erholung der Systeme zu beobachten. Um 11.08 Uhr folgte zunächst die Entwarnung. Nach Angaben von OpenAI hatten sich zu diesem Zeitpunkt alle betroffenen Dienste vollständig erholt.

Die Entwarnung war jedoch nur von kurzer Dauer. Um 11.35 Uhr veröffentlichte OpenAI eine weitere Meldung über erhöhte Fehlerraten. Das Unternehmen erklärte, das Problem identifiziert zu haben und an einer Gegenmaßnahme zu arbeiten. Damit gab es am Samstag mindestens zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Störungsvorgänge.

ChatGPT, API und Codex waren betroffen

Die offizielle Statusmeldung führte mehrere Dienste auf. Dazu gehörten ChatGPT, die Programmierschnittstellen von OpenAI und Codex. Bei ChatGPT waren laut Statusseite 15 einzelne Komponenten betroffen. Für die APIs wurden zwölf Komponenten genannt, bei Codex waren es vier.

Welche Funktionen innerhalb dieser Bereiche bei allen Nutzern tatsächlich ausfielen, ließ sich daraus nicht ableiten. OpenAI weist grundsätzlich darauf hin, dass die angezeigten Verfügbarkeitswerte mehrere Tarife, Modelle und Fehlerarten zusammenfassen. Die Auswirkungen können deshalb abhängig vom Abonnement, dem verwendeten Modell und der jeweiligen Funktion unterschiedlich ausfallen.

Sora wurde in den offiziellen Meldungen zu der Störung am Samstag nicht als betroffener Dienst aufgeführt. Es gab daher zunächst keine belastbare Bestätigung dafür, dass auch die Videoplattform oder die Sora-API von diesem konkreten Vorfall beeinträchtigt waren.

Tausende Nutzer melden Probleme

Parallel zu den offiziellen Meldungen stieg die Zahl der Hinweise auf Störungsportalen deutlich an. In den USA wurden zeitweise mehr als 3.200 Meldungen registriert. Aus Großbritannien kamen zu einem vergleichbaren Zeitpunkt mehr als 3.000 Meldungen. In Indien wurden rund 1.500 Hinweise gezählt.

Diese Werte stellen keine vollständige Zahl aller betroffenen Nutzer dar. Störungsportale erfassen freiwillig abgegebene Meldungen und zeigen deshalb lediglich, wie stark die Zahl der Beschwerden im Vergleich zum üblichen Niveau ansteigt. Die tatsächliche Zahl der Nutzer, bei denen ChatGPT oder andere OpenAI-Dienste nicht funktionierten, kann deutlich höher liegen.

Auf dem deutschen Störungsportal entfielen zwischenzeitlich 88 Prozent der ausgewerteten Problemhinweise auf ChatGPT. Sechs Prozent bezogen sich auf die App und vier Prozent auf die Internetseite. Eine belastbare Gesamtzahl für Deutschland wurde dort in der öffentlich sichtbaren Übersicht nicht ausgewiesen.

Diese Fehlermeldungen sehen Nutzer

Zu den häufigsten Problemen gehörten fehlgeschlagene Anmeldungen und wiederholte Authentifizierungsfehler. Einige Nutzer blieben auf einem Ladebildschirm hängen. Andere konnten ihre bisherigen Chats oder gespeicherte Projekte nicht öffnen.

Gemeldet wurden unter anderem Hinweise wie „Service unavailable“, „Unable to load projects“ und „Unable to load conversation“. Teilweise erschien auch eine allgemeine Meldung, dass etwas schiefgegangen sei. Weitere Nutzer berichteten, dass eingegebene Anfragen nicht abgeschickt wurden oder ChatGPT keine Antwort erzeugte.

Die Berichte betrafen sowohl die Internetversion als auch die mobilen Anwendungen. Nach den vorliegenden Angaben waren kostenlose und kostenpflichtige Konten betroffen. OpenAI bestätigte allerdings nicht, dass sämtliche Nutzergruppen oder Regionen in gleichem Umfang beeinträchtigt waren.

Ursache bleibt zunächst offen

Eine konkrete technische Ursache nannte OpenAI zunächst nicht. Das Unternehmen teilte bei der zweiten Störungsmeldung lediglich mit, dass das Problem identifiziert worden sei. Was genau die erhöhten Fehlerraten ausgelöst hatte, blieb offen. Nach der ersten Entwarnung wurde jedoch eine weitere Beeinträchtigung festgestellt. Bei der jüngsten Überprüfung zeigte die allgemeine Statusübersicht von OpenAI wieder einen vollständigen Betrieb an. Dort hieß es, dem Unternehmen seien aktuell keine Probleme mit seinen Systemen bekannt.

Eine ausführliche Erklärung zum Ablauf oder zur Ursache der Störungen lag zunächst nicht vor. Auch eine gesonderte offizielle Bestätigung, dass Sora betroffen gewesen sei, gab es nicht.

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