
Bei Polizeischüssen in Gaggenau sind in der Nacht zu Sonntag zwei Tatverdächtige verletzt worden. Die 19 und 24 Jahre alten Männer sollen zuvor versucht haben, gewaltsam in ein Gewerbeobjekt in der Innenstadt einzudringen. Als Polizeibeamte am Tatort eintrafen, seien die Männer mit einem Fahrzeug auf sie zugefahren, wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilt.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand fuhren die beiden Männer in der Nacht zum 26. Juli 2026 vor das Gewerbeobjekt. Gegen 2 Uhr sollen sie versucht haben, die Eingangstür gewaltsam zu öffnen, um in die Geschäftsräume zu gelangen.
Zeugen wurden laut Mitteilung durch den dabei entstandenen Lärm auf den Einbruchversuch aufmerksam und verständigten die Polizei. Als die Beamten eintrafen, trafen sie vor Ort auf die beiden Tatverdächtigen. Diese stiegen den Angaben zufolge in ein Fahrzeug und versuchten zu fliehen.
Das von den Männern genutzte Auto war nach Angaben des Landeskriminalamts einige Tage zuvor in Frankreich gestohlen worden. Die Tatverdächtigen sollen mit dem Fahrzeug auf die eingesetzten Polizisten zugefahren sein. Daraufhin setzte einer der Beamten seine Dienstwaffe ein.
Während des Geschehens kollidierte das Fluchtfahrzeug unter anderem mit einem Streifenwagen. Die beiden Tatverdächtigen mit französischer Staatsangehörigkeit wurden durch den Schusswaffengebrauch verletzt. Rettungskräfte brachten sie zur Behandlung in unterschiedliche Krankenhäuser. Lebensgefahr bestand nach Behördenangaben am Sonntagvormittag nicht mehr.
Die Ermittlungen zum polizeilichen Schusswaffengebrauch in Gaggenau führt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Die Übernahme der Sachbearbeitung erfolgte in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Baden-Baden.
Untersucht werden dürfte dabei der genaue Ablauf des Einsatzes und die Situation, in der der Beamte seine Waffe einsetzte. Weitere Einzelheiten nannten die Behörden zunächst nicht. Wegen der laufenden Ermittlungen könnten derzeit keine über die Pressemitteilung hinausgehenden Angaben gemacht werden.
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