
Ein Großbrand in der Lauterbacher Altstadt hat mehrere historische Fachwerkhäuser schwer beschädigt. Fünf Gebäude sind nach dem Feuer am Marktplatz derzeit unbewohnbar, einige gelten als einsturzgefährdet. Fünf Menschen erlitten Rauchgasverletzungen. Nach einer ersten Schätzung der Feuerwehr entstand ein Schaden von mindestens fünf Millionen Euro. Die Brandursache ist weiterhin ungeklärt.
Das Feuer war am Mittwoch, 29. Juli 2026, gegen 17.20 Uhr in einem Restaurant im Bereich Marktplatz und Am Graben ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich wegen der engen Bebauung schnell auf benachbarte Gebäude aus. Drei Fachwerkhäuser wurden nach bisherigen Erkenntnissen direkt vom Brand erfasst.
Zwei weitere Gebäude wurden durch die starke Hitze und die umfangreichen Löscharbeiten so schwer beschädigt, dass auch sie vorerst nicht mehr bewohnbar sind. Damit sind insgesamt fünf Häuser von den Folgen des Großbrands in der Lauterbacher Altstadt betroffen.
Bei dem Brand wurden insgesamt fünf Menschen durch Rauchgase verletzt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um drei Anwohner und zwei Einsatzkräfte. Hinweise auf Schwerverletzte lagen am Donnerstagmorgen nicht vor.
Für Bewohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten, wurde eine Notunterkunft in einer Jugendherberge eingerichtet. Wegen der starken Rauchentwicklung waren Anwohner zunächst aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Bereich rund um den Marktplatz blieb während des Einsatzes weiträumig gesperrt.
Zeitweise waren etwa 250 Feuerwehrleute bei dem Brand am Lauterbacher Marktplatz im Einsatz. Am späten Mittwochabend war das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Die Arbeiten dauerten am Donnerstagmorgen jedoch weiter an, weil Glutnester durch Wind und hohe Temperaturen erneut aufflammen konnten.
Einige der beschädigten Fachwerkhäuser gelten als einsturzgefährdet. Deshalb konnten die Einsatzkräfte Teile der Gebäude zunächst nicht gefahrlos betreten. Wie lange die Absperrungen in der Altstadt bestehen bleiben, war zunächst nicht bekannt.
Die Feuerwehr bezifferte den entstandenen Sachschaden in einer ersten Schätzung auf mindestens fünf Millionen Euro. Das tatsächliche Ausmaß könnte erst nach einer Begutachtung der betroffenen Häuser feststehen.
Der Großbrand Lauterbach Altstadt trifft einen besonders sensiblen Bereich der Stadt. Rund um den Marktplatz stehen zahlreiche eng aneinandergebaute historische Fachwerkhäuser. Die genaue Ursache des Restaurantbrands ist noch nicht geklärt. Die weiteren Ermittlungen sollen beginnen, sobald der Brandort sicher betreten werden kann.
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