Bahnchaos rund um Münster: Acht Linien gleichzeitig gestört

Mehrere Bahnlinien rund um Münster gleichzeitig gestört
Symbolfoto: Caroline Muffert

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Münster. Mehrere voneinander unabhängige Störungen sorgen am Dienstag, 28. Juli 2026, für erhebliche Probleme im Bahnverkehr rund um Münster. Betroffen sind die Linien RB 50, RB 63, RE 2, RE 13, RE 42, RB 33, RB 35 und S 2.

Die Ursachen reichen von Reparaturen an einem Bahnübergang und an der Strecke bis zu Brückenschäden und Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten. Fahrgäste müssen deshalb mit Verspätungen, Teilausfällen, Umleitungen und vollständigen Zugausfällen rechnen. Besonders kompliziert ist die Lage beim RE 42, der gleichzeitig von zwei größeren Störungen betroffen ist.

RB 63 zwischen Münster-Roxel und Havixbeck gestört

Auf der RB 63 zwischen Münster und Coesfeld wird seit Dienstag gegen 14.30 Uhr ein Bahnübergang repariert. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Münster-Roxel und Havixbeck.

Die Auswirkungen reichen allerdings über diesen Bereich hinaus. Nach den veröffentlichten Fahrgastinformationen kommt es auf dem gesamten Laufweg der RB 63 zu Verspätungen, Teilausfällen und vollständigen Ausfällen.

Als vorläufiges Ende der Arbeiten wurde zunächst 17 Uhr genannt. Gleichzeitig heißt es jedoch, dass die tatsächliche Dauer derzeit noch nicht abgeschätzt werden könne. Fahrgäste zwischen Münster, Havixbeck und Coesfeld sollten ihre Verbindung daher unmittelbar vor der Abfahrt erneut prüfen.

Auch kurzfristige Änderungen sind möglich. Besonders Reisende mit Anschlussverbindungen müssen mit zusätzlichen Wartezeiten rechnen.

RB 50 fährt zwischen Amelsbüren und Davensberg langsamer

Ebenfalls beeinträchtigt ist die RB 50 zwischen Dortmund, Lünen und Münster. Zwischen Münster-Amelsbüren und Davensberg läuft seit etwa 14 Uhr eine Reparatur an der Strecke.

Die Züge müssen den betroffenen Abschnitt langsamer befahren. Dadurch entstehen Verspätungen und Teilausfälle. Ein vollständiger Stillstand der Strecke wurde in der Meldung nicht genannt.

Als geplantes Ende war zunächst 16 Uhr angegeben. Allerdings lässt sich laut Fahrgastinformation auch bei dieser Störung noch nicht sicher sagen, wann die Reparatur abgeschlossen sein wird.

Für Reisende auf der Verbindung zwischen Münster, Davensberg, Lünen und Dortmund kann sich die Fahrzeit dadurch deutlich verlängern. Auch hier gilt die Empfehlung, die aktuelle Verbindung kurz vor Fahrtbeginn noch einmal abzurufen.

Brückenschaden trifft RE 2, RE 42 und S 2

Eine weitere größere Störung besteht zwischen Essen Hauptbahnhof und Gelsenkirchen Hauptbahnhof. Dort ist eine Brücke beschädigt. Die Einschränkungen bestehen bereits seit dem 24. Juli und sollen nach aktuellem Stand bis zum frühen Morgen des 29. Juli andauern.

Der RE 2 wird wegen des Brückenschadens umgeleitet. Die Halte Essen Hauptbahnhof und Mülheim an der Ruhr Hauptbahnhof entfallen. Reisende nach Essen sollen ab Essen-Altenessen auf die Stadtbahnlinien U 11 oder U 17 beziehungsweise auf die Straßenbahnlinie 106 ausweichen.

Wer nach Mülheim möchte, kann bis Oberhausen Hauptbahnhof fahren und dort die Buslinie 130 nutzen. Alternativ werden ab Duisburg Hauptbahnhof die Straßenbahnlinie 901 oder die S 1 genannt.

Beim RE 42 enden und beginnen die Züge aus Richtung Münster bereits in Wanne-Eickel Hauptbahnhof. Zwischen Wanne-Eickel und Essen kommt es dadurch zu Teilausfällen. Als Alternativen werden die S 2 sowie bestimmte durchgehende Fahrten des RE 42 genannt.

Die Züge der S 2 verkehren auf ihrem regulären Laufweg, allerdings mit Verspätungen.

RE 42 zusätzlich bei Mönchengladbach beeinträchtigt

Der RE 42 ist zugleich von einer zweiten Störung betroffen. Rund um Mönchengladbach Hauptbahnhof können wegen Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten nicht alle Züge planmäßig fahren.

Die Regionalexpresse aus Richtung Duisburg enden und beginnen teilweise bereits in Viersen. Zwischen Viersen und Mönchengladbach Hauptbahnhof fallen die Züge aus. Für diesen Abschnitt wurde ein Ersatzverkehr mit zwei Bussen eingerichtet.

Lediglich zwei frühe Verbindungen von Mönchengladbach nach Münster wurden ausdrücklich als Fahrten auf dem regulären Laufweg genannt. Dabei handelt es sich um die Abfahrten um 5.21 Uhr und um 6.21 Uhr.

Die Störung rund um Mönchengladbach besteht seit Montag, 27. Juli. Als vorläufiges Ende ist Samstag, 1. August, um 18 Uhr angegeben. Eine verlässliche Einschätzung zur tatsächlichen Dauer liegt jedoch nicht vor.

Für Reisende aus Münster bedeutet das, dass der RE 42 sowohl im Ruhrgebiet als auch am westlichen Ende seiner Strecke beeinträchtigt ist.

Auch RE 13, RB 33 und RB 35 betroffen

Die Probleme rund um Mönchengladbach wirken sich außerdem auf weitere Linien aus. Beim RE 13 kommt es zu teilweise hohen Verspätungen und Teilausfällen.

Auf der RB 33 müssen Fahrgäste mit Verspätungen rechnen. Die RB 35 aus Richtung Duisburg-Hochfeld Süd endet und beginnt bereits in Viersen. Zwischen Viersen und Mönchengladbach Hauptbahnhof entstehen dadurch Teilausfälle.

Als alternative Reisemöglichkeiten werden die Linien RB 33, RE 13 und RE 42 genannt. Wegen der gleichzeitigen Störungen können jedoch auch diese Verbindungen nicht durchgehend planmäßig fahren.

Fahrgäste sollten deshalb vor der Abfahrt prüfen, ob ihr Zug fährt, früher endet oder umgeleitet wird. Besonders auf längeren Fahrten ab Münster in Richtung Ruhrgebiet, Niederrhein oder Mönchengladbach ist mit zusätzlichen Umstiegen und längeren Fahrzeiten zu rechnen.

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