
Nach dem aufsehenerregenden Polizeieinsatz rund um das Wacken Open Air steht fest: Von dem vorsorglich untersuchten Fahrzeug ging keine Gefahr aus. Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein schlossen ihre Überprüfung ohne verdächtigen Fund ab. Kampfmittelräumer geben damit Entwarnung in Wacken. Die Fahndung nach zwei verdächtigen Personen und die Fahrzeugkontrolle hatten nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt Auswirkungen auf den Festivalbetrieb. Über den Beginn des Einsatzes und die Kontrolle der beiden Personen hatte ms-aktuell bereits am Donnerstag berichtet.
Die Polizei hatte am Donnerstagabend, 30. Juli 2026, nach zwei verdächtigen Personen gesucht. Einsatzkräfte trafen beide außerhalb des Geländes des Wacken Open Air an und kontrollierten sie. Im Zuge der Ermittlungsmaßnahmen rückten außerdem Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes an, um ein Fahrzeug vorsorglich zu überprüfen.
Die Untersuchung ergab nach Angaben der Polizeidirektion Itzehoe keine Gefahr. Warum die beiden Personen in den Fokus der Ermittler geraten waren und weshalb das Fahrzeug kontrolliert wurde, teilte die Polizei weiterhin nicht mit. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.
Die Polizei betont, dass der Einsatz keine Auswirkungen auf das Wacken Open Air hatte. Das Festivalgelände war nicht betroffen, das Programm konnte ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Evakuierungen oder Unterbrechungen waren nicht erforderlich.
Damit ist die zentrale Frage nach einer möglichen Gefahr beantwortet: Kampfmittelräumer geben Entwarnung in Wacken, nachdem sie das betreffende Fahrzeug überprüft haben. Wegen zahlreicher Presseanfragen kündigte die Polizeidirektion Itzehoe für Freitagnachmittag zudem ein Pressegespräch an. Dort sollen Fragen zu dem Einsatz gebündelt beantwortet werden.
Unabhängig von der Fahrzeugkontrolle kam es am Donnerstagabend zu einem weiteren Vorfall. Gegen 23.15 Uhr wollten Einsatzkräfte im Bereich Hauptstraße und Schenefelder Straße einen Motorradfahrer kontrollieren. Der Mann reagierte zunächst auf die Anhaltesignale, setzte seine Fahrt dann aber fort und fuhr laut Polizei unmittelbar auf einen Beamten zu.
Mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte wurde der 30-jährige Fahrer angehalten. Ein Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von rund 1,5 Promille. Ein Polizeibeamter erlitt leichte Verletzungen. Zur Beweissicherung ordnete die Polizei eine Blutentnahme an.
Gegen den Motorradfahrer wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Auf den Campingflächen des Festivals registrierten die Einsatzkräfte gegen 21 Uhr außerdem eine einfache Körperverletzung. Ein Mann soll einen anderen Mann geschlagen haben. Die Ermittlungen dazu dauern ebenfalls an. Insgesamt bezeichnet die Polizei die Einsatzlage am zweiten Festivaltag weiterhin als moderat und überwiegend ruhig.
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