
Ein Sondereinsatz gegen Straßenkriminalität im Kreis Unna hat am Dienstag zu zahlreichen Kontrollen und mehreren Anzeigen geführt. Zwischen 9 und 16 Uhr überprüfte die Polizei in Bergkamen, Bönen und Kamen insgesamt 228 Personen sowie 224 Fahrzeuge. Dabei vollstreckten die Einsatzkräfte einen Haftbefehl, beschlagnahmten Betäubungsmittel und stellten eine Anscheinswaffe sicher. Unterstützt wurde die Kreispolizeibehörde Unna durch Kräfte der Bereitschaftspolizei.
Im Mittelpunkt des Einsatzes standen öffentliche Bereiche und Straßen in den drei Kommunen. Die Beamten kontrollierten neben Personen und Autos auch 28 Fahrräder, Pedelecs und E-Scooter. Nach Angaben der Polizei sollten durch die verstärkte Präsenz Straftaten verhindert, mögliche Täter erkannt und das Sicherheitsgefühl in den Innenstädten gestärkt werden.
Neben den Kontrollen suchten uniformierte Beamte sowie Mitarbeiter der Kriminalprävention und des Opferschutzes das Gespräch mit Passanten. Dabei informierten sie unter anderem über typische Vorgehensweisen bei Taschendiebstählen und verteilten schriftliche Präventionshinweise.
Während der Schwerpunktkontrolle im Kreis Unna trafen die Einsatzkräfte auf eine Person, gegen die ein Haftbefehl vorlag. Dieser wurde noch während des Einsatzes vollstreckt. Nähere Angaben zu der gesuchten Person oder zum Grund des Haftbefehls machte die Polizei nicht.
Bei einer weiteren Kontrolle fanden die Beamten Betäubungsmittel und beschlagnahmten diese. In diesem Zusammenhang wurde eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Zudem stellten die Einsatzkräfte eine Anscheinswaffe sicher. Wegen dieses Fundes wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Waffengesetz gefertigt.
Auch Verkehrsverstöße wurden bei den Polizeikontrollen in Bergkamen, Bönen und Kamen festgestellt. Zwei Verkehrsteilnehmer standen nach Einschätzung der Beamten unter dem Einfluss berauschender Mittel. In beiden Fällen ordnete die Polizei Blutproben an und leitete Ordnungswidrigkeitenverfahren nach Paragraf 24a des Straßenverkehrsgesetzes ein.
Darüber hinaus verhängten die Einsatzkräfte 16 Verwarngelder. Wegen sieben weiterer Verkehrsverstöße wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben. Um welche konkreten Verstöße es sich handelte, geht aus der Mitteilung der Kreispolizeibehörde nicht hervor.
Der Sondereinsatz gegen Straßenkriminalität im Kreis Unna war nach Angaben der Behörde Teil der Maßnahmen zur Bekämpfung von Straftaten im öffentlichen Raum. Die Polizei kündigte an, auch künftig vergleichbare Schwerpunktaktionen durchzuführen.
Neben der Aufdeckung konkreter Verstöße sollen die Einsätze vor allem eine sichtbare Polizeipräsenz schaffen und mögliche Straftaten verhindern. Wann und in welchen Städten des Kreises die nächsten Kontrollen stattfinden, teilte die Behörde nicht mit.
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