
Kreis Coesfeld. Ein 79 Jahre alter Mann und sein Hund sind bei einem Bahnunfall in Havixbeck ums Leben gekommen. Der Zusammenstoß ereignete sich am Dienstagabend an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Bauerschaft Poppenbeck, wie die Polizei Coesfeld am Mittwochmorgen mitteilte.
Der Mann aus Havixbeck betrat nach bisherigen Erkenntnissen gegen 20 Uhr gemeinsam mit seinem Hund den unbeschrankten Bahnübergang. Zu diesem Zeitpunkt näherte sich ein Zug. Laut Polizei reagierte der 79-Jährige offenbar nicht auf die Signale des herannahenden Zuges. Anschließend kam es zum Zusammenstoß. Der Mann erlitt tödliche Verletzungen. Auch sein Hund wurde erfasst und starb noch am Unfallort. Warum der Mann die Warnsignale nicht wahrnahm oder nicht auf sie reagierte, ist bislang nicht bekannt.
Ein Unfallaufnahmeteam aus Münster unterstützte die Polizei bei der Spurensicherung und dokumentierte den Unfallhergang. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauern an. Die Fahrgäste des beteiligten Zuges blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Eine Betreuung der Reisenden sei nicht notwendig gewesen. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unfalls in dem Zug befanden, teilte die Polizei nicht mit.
Wegen der Unfallaufnahme blieb die Bahnstrecke zwischen Münster und Coesfeld nach Polizeiangaben rund vier Stunden gesperrt. Auf der Verbindung ist die Regionalbahn RB 63 unterwegs. Bereits am Dienstagabend kam es daher zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
Am frühen Mittwochmorgen meldete Zuginfo NRW weitere Verspätungen und Zugausfälle auf der RB 63. Als Grund wurde eine Reparatur an einem Bahnübergang genannt. Zwischen Münster Hauptbahnhof und Coesfeld fielen mehrere Verbindungen in beiden Richtungen aus. Zudem mussten die verbliebenen Züge im betroffenen Abschnitt langsamer fahren. Ob die Reparatur unmittelbar mit dem tödlichen Bahnunfall in Poppenbeck zusammenhing, wurde zunächst nicht ausdrücklich bestätigt.
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