Armbrust in der Hand: SEK nimmt Mann in Mainz-Finthen fest

Armbrust in der Hand: SEK nimmt Mann in Mainz-Finthen fest
Foto: Caroline Muffert

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Ein Mann mit Armbrust in Mainz-Finthen hat am Mittwochabend einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Eine Zeugin hatte den Bewaffneten gegen 22.30 Uhr im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses an der Kettelerstraße bemerkt. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand der Mann mit der Armbrust vor dem Gebäude. Er legte die Waffe nach mehreren Aufforderungen ab, flüchtete anschließend jedoch zurück in das Wohnhaus.

SEK-Einsatz in Mainz-Finthen nach Flucht ins Gebäude

Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Beschuldigte weitere Waffen oder gefährliche Gegenstände bei sich hatte, forderte die Polizei das Spezialeinsatzkommando und eine Verhandlungsgruppe an. Der Bereich rund um das Mehrfamilienhaus wurde während des Einsatzes abgesichert.

Im weiteren Verlauf erschien der Mann erneut im Treppenhaus. Die Einsatzkräfte nutzten nach Angaben des Polizeipräsidiums Mainz eine günstige Gelegenheit, um ihn festzunehmen. Dabei kam ein Distanzelektroimpulsgerät zum Einsatz. Weder Anwohner noch unbeteiligte Passanten wurden nach bisherigem Ermittlungsstand verletzt oder unmittelbar bedroht.

Mann äußert während Polizeieinsatz Todeswunsch

Während der polizeilichen Maßnahmen äußerte der Beschuldigte laut Polizei wiederholt den Wunsch, von Polizeibeamten getötet zu werden. Weitere Angaben zu seinem psychischen Zustand oder zu den Hintergründen des Vorfalls machte das Polizeipräsidium zunächst nicht.

Nach der Festnahme wurde der Mann mit Armbrust in Mainz-Finthen in ein Krankenhaus gebracht. Dort soll er medizinisch und psychiatrisch begutachtet werden. Weshalb er sich mit der Armbrust im Treppenhaus aufhielt und was den Einsatz ausgelöst haben könnte, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Armbrust im Mehrfamilienhaus löst Großeinsatz aus

Der Polizeieinsatz in der Kettelerstraße begann am späten Mittwochabend und erforderte neben den regulären Einsatzkräften auch speziell ausgebildete Beamte. Dass der Mann die Armbrust zunächst ablegte, beendete die Gefahrenlage nicht unmittelbar, weil er in das Gebäude zurücklief und ein weiterer Waffenbesitz nicht ausgeschlossen werden konnte.

Erst mit der Festnahme im Treppenhaus war die Situation unter Kontrolle. Hinweise darauf, dass der Mann die Armbrust auf Bewohner, Passanten oder Polizeibeamte gerichtet hatte, liegen nach aktuellem Stand nicht vor.

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