
Die Transfermeldung Felix Nmecha Newcastle nimmt wenige Wochen vor dem Start der Bundesliga-Saison Fahrt auf. Newcastle United bereitet nach einem Bericht von Sky Germany ein Angebot für den Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund vor. Der englische Klub habe bereits Kontakt zum Umfeld des 25-Jährigen aufgenommen. Eine offizielle Offerte oder eine Einigung mit dem BVB war zunächst jedoch nicht bestätigt.
Nach Angaben von Sky Germany wolle Newcastle seine Bemühungen um Nmecha intensivieren. In verschiedenen Transferberichten ist von einer möglichen Ablöse im Bereich von 100 bis 120 Millionen Euro die Rede. Diese Summen sind allerdings nicht offiziell bestätigt. Ein konkretes erstes Angebot der Engländer war zunächst ebenfalls nicht bekannt.
Borussia Dortmund befindet sich dabei in einer starken Verhandlungsposition. Der Bundesligist verlängerte Nmechas Vertrag erst im März vorzeitig bis zum 30. Juni 2030. BVB-Sportdirektor Ole Book hatte einen Wechsel des deutschen Nationalspielers in diesem Sommer zudem öffentlich als äußerst unwahrscheinlich bezeichnet und lediglich theoretisch außergewöhnlich hohe Summen als denkbare Ausnahme angesprochen.
Nmecha hat sich nach schwierigen ersten Monaten und mehreren Verletzungsproblemen zu einer wichtigen Größe im Dortmunder Mittelfeld entwickelt. In der vergangenen Saison kam er nach übereinstimmenden Statistiken auf 42 Pflichtspiele für den BVB und erzielte dabei fünf Treffer. Seine körperliche Präsenz, seine Ballsicherheit und seine variable Einsetzbarkeit im zentralen Mittelfeld machen ihn für Dortmund besonders wertvoll.
Ein Verkauf würde den BVB deshalb nicht nur vor eine finanzielle, sondern vor allem vor eine sportliche Entscheidung stellen. Trainer Niko Kovac müsste einen zentralen Bestandteil seines Mittelfelds kurzfristig ersetzen. Gleichzeitig sorgt die lange Vertragslaufzeit dafür, dass Dortmund nicht unter Verkaufsdruck steht.
Hinter Newcastles Interesse steht ein größerer Umbau im Mittelfeld. Sandro Tonali hat den Klub verlassen, Bruno Guimaraes steht ebenfalls nicht mehr für die bisherige Planung zur Verfügung. Newcastle sucht deshalb nach Verstärkungen für das Zentrum. Nmecha wird in mehreren Berichten als besonders hoch eingestufter Kandidat genannt.
Parallel wird João Palhinha vom FC Bayern mit Newcastle in Verbindung gebracht. Berichten zufolge soll der Portugiese auf einer Kandidatenliste des Premier-League-Klubs stehen. Ein konkretes Angebot für Palhinha war zunächst nicht bekannt. Der Mittelfeldspieler ist nach seiner Leihe zu Tottenham zum FC Bayern zurückgekehrt.
Auch über alternative Konstruktionen zu einer reinen Barzahlung wird im Umfeld des möglichen Nmecha-Transfers spekuliert. Für ein konkretes Tauschgeschäft mit einem bestimmten Spieler gab es zunächst jedoch keine bestätigten Angaben.
Auch bei einem weiteren Dortmunder Transferprojekt gibt es Bewegung. Borussia Dortmund bemüht sich um den 16 Jahre alten Roberto Scaglione vom FC Genua. Nach Informationen der italienischen „Gazzetta dello Sport“ habe Genua ein erstes Angebot des BVB von mehr als einer Million Euro abgelehnt. Die Gespräche seien danach jedoch fortgesetzt worden.
Andere italienische Transferberichte gingen kurz darauf bereits weiter und meldeten eine grundsätzliche Einigung über einen Wechsel. Damit ist die Situation dynamisch. Scaglione gilt als offensiver Mittelfeldspieler und gehört zu den italienischen Nachwuchsnationalspielern. Ein endgültig vollzogener Wechsel war zunächst nicht zweifelsfrei bestätigt.
Für Newcastle bleibt noch Zeit, die Dortmunder Haltung mit einem konkreten Angebot zu testen. Das deutsche Sommertransferfenster läuft bis zum 1. September. Damit könnte sich der Poker um Nmecha noch über mehrere Wochen ziehen.
Die Ausgangslage spricht zunächst für einen Verbleib beim BVB. Nmecha besitzt einen langfristigen Vertrag, Dortmund plant sportlich mit ihm und die Vereinsführung hat einen Verkauf öffentlich nahezu ausgeschlossen. Erst ein außergewöhnlich hohes Angebot könnte die Situation verändern. Ob Newcastle tatsächlich bereit ist, in die in Transferberichten genannten Größenordnungen vorzustoßen, war zunächst offen.
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