HSV vor Transfer-Endspurt: Zwei Baustellen bleiben offen

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Die HSV Transfers 2026 gehen in die entscheidende Phase. Beim Hamburger SV ist der Kader für die neue Bundesliga-Saison trotz zahlreicher Veränderungen noch nicht komplett. Vor allem in der Innenverteidigung und im Angriff suchen die Verantwortlichen weiter nach Verstärkungen. Mit Sebastiaan Bornauw und Terem Moffi stehen zwei Kandidaten auf der Liste. Ein Abschluss steht bei beiden allerdings nicht unmittelbar bevor. Gleichzeitig rückt ein bereits langfristig geplanter Personalzug näher: Mario Vuskovic soll im September wieder in das Mannschaftstraining einsteigen dürfen.

HSV sucht weiter Abwehrchef und zusätzlichen Stürmer

Trainer Merlin Polzin hatte bereits Anfang August deutlich gemacht, dass der Kader noch ergänzt werden soll. Zu diesem Zeitpunkt suchte der HSV neben Verstärkungen für beide Außenbahnen vor allem einen Innenverteidiger mit Führungsqualitäten und einen weiteren Angreifer. Die Dringlichkeit hat sich durch die Entwicklung einiger junger Spieler und die bereits erfolgten Verpflichtungen zwar verändert, abgeschlossen ist die Planung aber nicht. Polzin erklärte, dass der Verein für die noch offenen Positionen klare Spielerprofile definiert habe.

Besonders das Zentrum der Defensive gilt weiterhin als Bereich, in dem Hamburg nachlegen möchte. Mit Luka Vuskovic verlor der HSV nach der vergangenen Saison einen wichtigen Innenverteidiger. Der Kroate war lediglich ausgeliehen und kehrte anschließend zunächst zu Tottenham Hotspur zurück. Inzwischen spielt er bei Brighton & Hove Albion. Als möglicher neuer Abwehrspieler wird Sebastiaan Bornauw gehandelt. Der Belgier steht bei Leeds United unter Vertrag und verfügt durch seine Zeit beim 1. FC Köln und beim VfL Wolfsburg über umfangreiche Bundesliga-Erfahrung.

Bornauw und Moffi gehören zur Kandidatenliste

Das Interesse an Bornauw ist inzwischen mehr als ein loses Gerücht. Claus Costa, beim HSV als Direktor Profifußball für die Kaderplanung verantwortlich, bestätigte Anfang August, dass sich der Verein sowohl mit Bornauw als auch mit Terem Moffi beschäftige. Gleichzeitig stellte Costa klar, dass bei keinem der beiden Spieler ein Abschluss unmittelbar bevorstehe und der HSV weitere Optionen prüfe.

Moffi wäre eine Option für das Sturmzentrum. Der nigerianische Nationalspieler gehört OGC Nizza und war zuletzt an den FC Porto ausgeliehen. Sollte der HSV bei ihm tatsächlich einen Transfer vorantreiben, müsste eine wirtschaftlich passende Lösung gefunden werden. Konkrete Angaben über ein Angebot oder eine Einigung mit Nizza waren zunächst nicht bestätigt. Mit Patson Daka hat Hamburg in diesem Sommer bereits einen Mittelstürmer verpflichtet, Polzin möchte den Angriff dennoch zusätzlich verbreitern.

Cimignani-Gerücht stammt bereits aus dem Juli

Auch der Name Yanis Cimignani vom FC Lugano wurde mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine neue Entwicklung aus dem August. Berichte über ein mögliches HSV-Interesse erschienen bereits Anfang Juli. Demnach soll sich Hamburg mit dem 24 Jahre alten Franzosen beschäftigt haben, der auf mehreren Positionen entlang der Außenbahn eingesetzt werden kann. Als ursprüngliche Quelle wurde der Transferjournalist Rudy Galetti genannt.

Eine Verpflichtung, konkrete Verhandlungen oder ein Angebot des HSV wurden anschließend nicht offiziell bestätigt. Cimignani steht beim FC Lugano unter Vertrag. Seine Vielseitigkeit würde grundsätzlich zu der Suche des HSV nach weiteren Möglichkeiten auf den Außenpositionen passen. Ob der Franzose im August allerdings weiterhin zum engeren Kandidatenkreis gehört, blieb zunächst offen.

Zahlreiche Veränderungen im HSV-Kader

Der Hamburger Kader hat sich bereits erheblich verändert. Zu den bisherigen Zugängen für die Saison 2026/27 gehören unter anderem Kofi Amoako, Albert Grønbæk, Martin Adeline, Bilal Nadir und Patson Daka. Hinzu kamen Rückkehrer aus Leihgeschäften und Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Besonders im Mittelfeld verfügt Polzin inzwischen über deutlich mehr Auswahl als noch zu Beginn der Sommerplanung.

Auf der anderen Seite verließen mehrere Spieler den Verein oder kehrten nach Leihgeschäften zu ihren Stammklubs zurück. Dazu gehören Luka Vuskovic, Giorgi Gocholeishvili, Fabio Vieira, Philip Otele und Damion Downs. Robert Glatzel wechselte zum VfL Wolfsburg, Ransford Königsdörffer schloss sich Mainz 05 an. Auch Jean-Luc Dompé besitzt beim HSV keine sportliche Perspektive mehr. Der Verein stellte den Flügelspieler Anfang August für Gespräche über seine Zukunft frei. Sportvorständin Kathleen Krüger erklärte, diese Entscheidung sei aus sportlichen Gründen getroffen worden.

Polzin drängt auf Qualität statt schneller Abschlüsse

Trainer Polzin würde zusätzliche Spieler möglichst früh in die Mannschaft integrieren. Gerade bei taktischen Abläufen und Automatismen helfe jeder gemeinsame Trainingstag. Gleichzeitig betonte er, dass der HSV keine Transfers allein wegen des Zeitdrucks abschließen wolle. Die Qualität der Entscheidung habe Vorrang. Der Trainer stehe deshalb in engem Austausch mit Costa und dessen Team.

Für die Verantwortlichen bedeutet das einen Balanceakt. Einerseits beginnt die Saison mit einem Kader, der auf mehreren Positionen bereits neu zusammengestellt wurde. Andererseits soll vor dem Ende der Transferperiode am 1. September möglichst noch gezielt nachgebessert werden. Costa will dabei nach den bisherigen Aussagen kein Wettbieten erzwingen und sich nicht vom näher rückenden Transferschluss zu wirtschaftlich unvernünftigen Entscheidungen treiben lassen.

Mario Vuskovic darf ab Mitte September wieder trainieren

Unabhängig von den laufenden Transferüberlegungen rückt bei Mario Vuskovic ein seit längerem feststehender Termin näher. Der Internationale Sportgerichtshof CAS verhängte gegen den Innenverteidiger 2024 eine vierjährige Sperre bis zum 15. November 2026. Bis zum Ablauf dieser Sperre darf Vuskovic nicht in Pflichtspielen eingesetzt werden. Der HSV und der Spieler regelten bereits im September 2024 ihre vertragliche Zukunft.

Der damals bestehende Vertrag wurde einvernehmlich beendet. Gleichzeitig unterschrieb Vuskovic beim HSV einen neuen, stark leistungsbezogenen Vertrag für die Zeit seiner Rückkehr. Nach Angaben des Vereins darf der Kroate ab Mitte September 2026 wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Für Pflichtspiele bleibt er bis zum Ende seiner Sperre Mitte November nicht spielberechtigt.

Zuletzt äußerte sich auch Brighton-Trainer Fabian Hürzeler, der früher den FC St. Pauli trainierte, positiv über die sportlichen Aussichten Vuskovics nach der langen Pause. Hürzeler erklärte bei Sky, er traue dem Innenverteidiger eine erfolgreiche Rückkehr zu. Das ändert jedoch nichts am festgelegten sportrechtlichen Zeitplan: Mannschaftstraining ist nach den Angaben des HSV ab Mitte September möglich, ein Pflichtspieleinsatz erst nach Ablauf der Sperre im November.

Damit könnte Vuskovic im weiteren Saisonverlauf zu einer zusätzlichen Option für die Hamburger Innenverteidigung werden. Für die aktuelle Transferplanung ersetzt diese Perspektive allerdings nicht die Suche nach einem sofort verfügbaren Abwehrspieler. Bornauw gehört zu den bestätigten Kandidaten, Moffi wird für den Angriff geprüft. Welche dieser Personalien tatsächlich umgesetzt wird, war am 8. August noch offen.

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