
Der John Davis Meyer beim KSC eingeschlagene Weg soll weitergehen. Der Karlsruher SC hat den Vertrag mit seinem inzwischen 17 Jahre alten Sturm-Talent langfristig verlängert. Damit sind die zuvor bekannt gewordenen Gespräche abgeschlossen. Meyer gehört seit Beginn der Sommervorbereitung zum Profikader von Trainer Maximilian Senft und soll beim Zweitligisten schrittweise an den Männerfußball herangeführt werden. Eine konkrete Laufzeit des neuen Vertrages veröffentlichte der KSC nicht.
Meyer wurde am 29. Juli 2009 in Saarlouis geboren und ist 1,93 Meter groß. Seine ersten Stationen waren der VfB Tünsdorf und die JFG Saarlouis/Dillingen. Anschließend wechselte der Mittelstürmer in das Nachwuchsleistungszentrum der SV Elversberg. Seit 2024 spielt der Linksfuß für den Karlsruher SC. Dort kam er zunächst überwiegend in der U17 zum Einsatz und sammelte inzwischen auch Spielpraxis für die U19.
Nach Angaben des KSC absolvierte Meyer in seinen ersten beiden Jahren in Karlsruhe insgesamt 47 Partien für die U17 und U19. Dabei erzielte er 23 Tore und bereitete elf weitere Treffer vor. Seine Leistungen brachten ihm außerdem Einladungen zu deutschen Junioren-Nationalmannschaften ein. Im Frühjahr 2026 gehörte er zur deutschen U17 in der EM-Qualifikation und kam unter anderem beim 2:1 gegen Nordmazedonien zum Einsatz.
Seit dem Start der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 trainiert Meyer regelmäßig mit der Profimannschaft. Die sportliche Leitung hebt vor allem seine Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren und seine Leistungen im Training sowie in den Testspielen hervor. Direktor Profifußball Timon Pauls erklärte bei Bekanntgabe der Vertragsverlängerung, dass der Verein Meyer für seine weitere Zukunft viel zutraue.
Geschäftsführer Sport Mario Eggimann stellte die Vertragsverlängerung zugleich in den Zusammenhang mit der Nachwuchsstrategie des Vereins. Der KSC wolle weiterhin gezielt auf selbst entwickelte Spieler setzen und ihnen eine Perspektive im Profibereich eröffnen. Meyer selbst bezeichnete die Teilnahme an der Vorbereitung mit den Profis als besonderen Schritt seiner bisherigen Laufbahn. Ein Pflichtspieldebüt für die erste Mannschaft steht bislang noch aus.
Dass Meyer auch für andere Vereine interessant war, ist inzwischen nicht mehr nur Gegenstand von Transfergerüchten. Der KSC erklärte bei der Vertragsverlängerung selbst, dass sich der Stürmer trotz namhafter und attraktiver Angebote für einen Verbleib in Karlsruhe entschieden habe. Welche Vereine Meyer verpflichten wollten, machte der Zweitligist allerdings nicht öffentlich.
Damit lässt sich auch die zuvor verbreitete Angabe, mehrere Bundesligisten hätten Interesse gezeigt, nicht konkreten Klubs zuordnen. Der KSC bestätigte zwar Konkurrenz um den Nachwuchsspieler, veröffentlichte aber weder Vereinsnamen noch Einzelheiten zu möglichen Angeboten. Gesichert ist deshalb vor allem, dass Karlsruhe Meyer frühzeitig langfristig binden wollte und damit erfolgreich war.
Die Personalie passt zur sportlichen Linie des Karlsruher SC, junge Spieler aus der eigenen Akademie näher an den Profikader heranzuführen. Beim Saisonauftakt am Samstag zeigte sich dieser Weg auch an anderer Stelle. Der erst 19 Jahre alte Danyal Zor, ebenfalls aus dem Karlsruher Nachwuchs, stand beim 2:1 gegen Arminia Bielefeld in der Startelf und feierte sein Profidebüt.
Der KSC startete damit erfolgreich in die Saison 2026/27 der 2. Bundesliga. Moritz Broschinski erzielte beide Karlsruher Tore gegen Bielefeld. Für Meyer bedeutet die Vertragsverlängerung zunächst vor allem langfristige Planungssicherheit und die Möglichkeit, weiter regelmäßig im Profiumfeld zu arbeiten. Der nächste Schritt wäre sein erstes Pflichtspiel für die Mannschaft von Maximilian Senft.
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