Stefan Posch vor fester Rückkehr zu Mainz 05

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Der Transfer Stefan Posch Mainz 05 steht offenbar unmittelbar vor dem Abschluss. Der 29 Jahre alte österreichische Nationalspieler soll nach seiner Leihe in der vergangenen Rückrunde dauerhaft vom italienischen Erstligisten Como 1907 nach Mainz wechseln. Sky Sport meldete am Dienstag eine vollständige Einigung der Vereine und eine Ablöse von rund vier Millionen Euro. Offiziell verkündet hatten Mainz 05 und Como den festen Wechsel bis Mittwochvormittag allerdings noch nicht.

Sky meldet Einigung zwischen Mainz und Como

Nach Informationen von Sky Sport haben sich der 1. FSV Mainz 05 und Como 1907 vollständig über einen Transfer verständigt. Demnach soll die Ablösesumme bei rund vier Millionen Euro liegen. Bild nennt ebenfalls eine Summe in dieser Größenordnung. Der kicker hatte den Wechsel zuvor bereits als auf der Zielgeraden bezeichnet. Auch der italienische Transferjournalist Gianluca Di Marzio berichtete über einen bevorstehenden Abschluss.

Sky berichtete am Dienstag zudem, Posch absolviere bereits den Medizincheck in Mainz. Erst danach solle der Transfer endgültig abgeschlossen werden. Eine Bestätigung, dass die medizinischen Untersuchungen erfolgreich beendet wurden und Posch seinen neuen Vertrag bereits unterschrieben hat, lag am Mittwochvormittag zunächst nicht vor. Von Mainz 05, Como 1907 sowie vom Spieler oder seinem Berater gab es zunächst keine öffentliche Vollzugsmeldung zum festen Wechsel.

Posch gehört inzwischen fest zu Como 1907

Poschs Vertragspartner ist Como 1907. Der italienische Klub hatte im Januar bestätigt, dass eine zuvor vereinbarte Kaufpflicht im Geschäft mit dem FC Bologna wirksam geworden war und Posch dadurch fest zu Como wechselte. Unmittelbar danach wurde der Verteidiger bis zum Ende der Saison 2025/26 an Mainz 05 ausgeliehen. Sein Vertrag in Como läuft nach übereinstimmenden Berichten noch bis 2029.

Eine konkrete Laufzeit des nun geplanten Vertrags bei Mainz 05 wurde in den belastbar nachvollziehbaren Transferberichten zunächst nicht genannt. Regionale Berichte sprechen von einer langfristigen Rückkehr nach Mainz, ohne eine genaue Jahreszahl zu nennen. Die kolportierte Ablöse von rund vier Millionen Euro liegt deutlich unter den zuletzt genannten Forderungen. Vor der Einigung war in Berichten noch von etwa 6,4 Millionen Euro die Rede gewesen.

Posch kennt Mainz bereits aus der vergangenen Rückrunde

Für Mainz wäre die Verpflichtung kein klassischer Neuanfang. Posch war im Januar 2026 auf Leihbasis von Como gekommen und wurde schnell zu einer wichtigen Alternative in der Defensive. In der Bundesliga absolvierte der Österreicher in der Saison 2025/26 nach offiziellen Ligadaten 16 Einsätze für die Rheinhessen. Hinzu kamen Partien im Europapokal. Unter anderem erzielte er im Viertelfinale der Conference League gegen Racing Straßburg ein Tor.

Schon bei der Verpflichtung im Januar hatte Mainz-Sportdirektor Niko Bungert Poschs Zweikampfstärke, Erfahrung und Vielseitigkeit hervorgehoben. Der 1,89 Meter große Verteidiger kann sowohl im Abwehrzentrum als auch auf der rechten Seite eingesetzt werden. Gerade für eine Mannschaft, die unterschiedliche Grundordnungen und eine Dreierkette spielen kann, erweitert diese Flexibilität die personellen Möglichkeiten.

Von Hoffenheim über Italien zurück in die Bundesliga

Posch kennt die Bundesliga seit vielen Jahren. Zwischen 2015 und 2022 spielte er für die TSG 1899 Hoffenheim. Für die Profis der Kraichgauer absolvierte er 126 Pflichtspiele, bevor er nach Italien wechselte. Dort lief er für den FC Bologna, Atalanta Bergamo und Como auf. Bei seiner ersten Mainzer Verpflichtung im Januar verwies der FSV auf damals bereits 94 Einsätze Poschs in der Serie A.

Auch international verfügt Posch über viel Erfahrung. Er ist seit Jahren österreichischer Nationalspieler und gehörte bei der Weltmeisterschaft 2026 zum Aufgebot von Nationaltrainer Ralf Rangnick. Beim Auftakt gegen Jordanien erlitt er einen Kieferbruch, konnte das Turnier jedoch mit einem speziellen Schutz fortsetzen. Im Januar hatte Posch bereits 49 Länderspiele absolviert, im Sommer kamen weitere Einsätze hinzu.

Mainz hat seinen Kader bereits deutlich verändert

Mainz 05 hat den Kader für die Saison 2026/27 bereits an mehreren Stellen umgebaut. Zu den bisherigen Zugängen gehören unter anderem Eric Martel vom 1. FC Köln, Ransford-Yeboah Königsdörffer vom Hamburger SV, Fabio Gruber vom 1. FC Nürnberg und Torhüter Alexander Schwolow. Zudem wurden die bisherigen Leihspieler Sheraldo Becker und Sota Kawasaki dauerhaft verpflichtet.

Auf der anderen Seite verließen mehrere Spieler den Klub oder kehrten nach Leihen zu ihren Vereinen zurück. Maxim Leitsch ging nach Vertragsende, Daniel Batz wechselte nach Mönchengladbach und die vorherige Leihe von Posch endete zunächst mit der Rückkehr nach Como. Eine feste Verpflichtung des Österreichers würde Mainz deshalb nicht nur zusätzliche Erfahrung bringen, sondern zugleich eine Position wieder mit einem Spieler besetzen, der Mannschaft, Trainer und Spielweise bereits kennt.

Bis Ende August bleibt Zeit für weitere Transfers

Das Sommertransferfenster der Bundesliga ist seit dem 1. Juli geöffnet und schließt am 31. August 2026. Mainz bleiben damit nach einem möglichen Posch-Transfer noch knapp drei Wochen für weitere Veränderungen am Kader. Die Deutsche Fußball Liga führt den Österreicher in ihrer aktuellen Transferübersicht bislang noch als nach Ende seiner Leihe zu Como zurückgekehrten Spieler.

Bei Posch spricht derzeit vieles für eine erneute Zusammenarbeit. Die entscheidende formale Bestätigung fehlte am Mittwochvormittag jedoch noch. Erst mit der offiziellen Mitteilung der beteiligten Vereine wären Ablöse, Vertragsabschluss und gegebenenfalls auch die genaue Vertragslaufzeit endgültig bestätigt.

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