Berlin und Brandenburg vor heißem Samstag mit bis zu 37 Grad

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Die Hitze in Berlin und Brandenburg erreicht am Wochenende ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach der aktuellen Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes steigen die Temperaturen am Freitag zunächst auf 32 bis 35 Grad. Noch heißer wird es am Samstag, 15. August. Dann erwartet der DWD bei viel Sonnenschein Höchstwerte zwischen 33 und 37 Grad. Erst im Laufe des Wochenendes setzt sich zunehmend Tiefdruckeinfluss durch. Damit steigen zunächst die Temperaturen, zugleich verschärfen Trockenheit und Waldbrandgefahr die Lage. Am Sonntag folgt dann ein deutlicher Temperaturrückgang.

Samstag wird der heißeste Tag in Berlin und Brandenburg

Für Freitag erwartet der DWD in Berlin und Brandenburg viel Sonnenschein und Höchsttemperaturen zwischen 32 und 35 Grad. Der Wind bleibt überwiegend schwach und kommt aus Südost. In der Nacht zum Samstag gehen die Temperaturen nach der regionalen DWD Prognose noch einmal auf Werte zwischen 18 und 13 Grad zurück. Damit bleibt zumindest außerhalb der dicht bebauten Innenstadtbereiche eine deutliche nächtliche Abkühlung möglich.

Der Samstag bringt anschließend den Höhepunkt der kurzen Hitzephase. Der DWD nennt für Berlin und Brandenburg eine Spanne von 33 bis 37 Grad. Auch die örtlichen Vorhersagen des Wetterdienstes zeigen Unterschiede innerhalb der Region. Für Berlin Tempelhof werden am Samstagnachmittag beziehungsweise frühen Abend 37 Grad angegeben, für Berlin Dahlem 36 Grad. In Potsdam weist die DWD Vorhersage ebenfalls 37 Grad aus. Für Lindenberg im Landkreis Oder Spree werden 36 Grad erwartet, für Angermünde in der Uckermark 35 Grad. Damit zeichnet sich eine regionale Spanne ab, bei der vor allem Berlin, Potsdam und Teile des mittleren und südlichen Brandenburgs besonders hohe Werte erreichen können.

Auch lokale Prognosen zeigen dieses Gefälle. In Cottbus und im südöstlichen Brandenburg sind für Samstag örtlich 37 Grad möglich, während für die Uckermark häufig Werte um 35 Grad und für die Prignitz um 34 Grad berechnet werden. Für Nauen im Havelland werden beispielsweise bis zu 36 Grad angegeben. Diese lokalen Werte sind Prognosen und können sich bis Samstag noch verändern. Maßgeblich für die großräumige DWD Einschätzung bleibt die Spanne von 33 bis 37 Grad.

DWD warnt am Samstag vor starker Wärmebelastung

Neben der reinen Temperaturprognose gibt es amtliche Hitzewarnungen. Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitagmorgen für Samstag Warnungen vor starker Wärmebelastung veröffentlicht. Sie gelten am 15. August von 11 bis 19 Uhr. Entsprechende DWD Warnungen liegen unter anderem für Berlin sowie für Orte in Barnim, Oberhavel, Havelland, Uckermark und weiteren Teilen Brandenburgs vor. Der Warnzeitraum ist von der Wettervorhersage zu unterscheiden. Eine Hitzewarnung richtet sich nach der gesundheitlichen Wärmebelastung und nicht allein danach, welchen Höchstwert das Thermometer erreicht.

Für dicht bebaute Stadtgebiete berücksichtigt der DWD zusätzlich die nächtliche Abkühlung. Gerade in Berlin kann die gespeicherte Wärme von Gebäuden, Straßen und versiegelten Flächen dazu führen, dass die Belastung länger anhält als im ländlichen Umland. Eine amtliche Warnung vor extremer Wärmebelastung ist damit nicht automatisch gleichzusetzen. Der aktuelle Warntext spricht für Samstag von starker Wärmebelastung.

Tropennacht in Berlin nicht flächendeckend angekündigt

Eine flächendeckende Tropennacht von Freitag auf Samstag ergibt sich aus der regionalen DWD Vorhersage zunächst nicht. Als Tropennacht gilt eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Der DWD erwartet in Berlin und Brandenburg in der Nacht zum Samstag regional Tiefstwerte zwischen 18 und 13 Grad. Im dicht bebauten Berliner Stadtgebiet kann es lokal jedoch deutlich wärmer bleiben. Der Warnhinweis zur Hitze berücksichtigt dort ausdrücklich die verringerte nächtliche Abkühlung.

Damit ist zwischen einer meteorologisch festgestellten Tropennacht und einer hohen Wärmebelastung in einzelnen Innenstadtquartieren zu unterscheiden. Für Berlin Tempelhof wird am Samstagmorgen beispielsweise ein Wert um 18 Grad prognostiziert. Ob einzelne innerstädtische Messpunkte tatsächlich die gesamte Nacht oberhalb der Marke von 20 Grad bleiben, lässt sich aus der großräumigen Vorhersage vom Freitagmittag noch nicht verlässlich ableiten. Die gesundheitliche Belastung kann dennoch erhöht sein, wenn Wohnungen und Straßen nachts nur langsam auskühlen.

Waldbrandgefahrenstufe 4 gilt in ganz Brandenburg

Besonders deutlich hat sich die Waldbrandlage verschärft. Das Brandenburger Ministerium für Land und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz weist am Freitag, 14. August, in sämtlichen Landkreisen die Waldbrandgefahrenstufe 4 aus. Sie steht auf der fünfstufigen Skala für eine hohe Gefahr. Betroffen sind damit Barnim, Dahme Spreewald, Elbe Elster, Havelland, Märkisch Oderland, Oberhavel, Oberspreewald Lausitz, Oder Spree, Ostprignitz Ruppin, Potsdam Mittelmark, Prignitz, Spree Neiße, Teltow Fläming und Uckermark einschließlich der jeweils gemeinsam erfassten kreisfreien Städte. Die Landeswerte werden täglich aktualisiert und gelten jeweils für den aktuellen Tag.

Für Samstag zeigt der Waldbrandgefahrenindex des DWD eine weitere Verschärfung als möglich an. An einzelnen Stationen wird bereits die höchste Indexstufe 5 berechnet. Der DWD nennt etwa für Holzdorf Bernsdorf einen Anstieg von 4 auf 5. In bisherigen Prognosen zeichnete sich die höchste Gefahr insbesondere für Teile Südbrandenburgs sowie für Märkisch Oderland und die Uckermark ab. Diese Werte für Samstag sind jedoch Prognosen des DWD und nicht mit den jeweils morgens festgesetzten Brandenburger Waldbrandgefahrenstufen gleichzusetzen.

Stufe 4 bedeutet nicht automatisch ein Betretungsverbot

Eine hohe Waldbrandgefahrenstufe führt in Brandenburg nicht automatisch dazu, dass Wälder gesperrt werden. Das Umweltministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass sich allein aus den fünf Gefahrenstufen keine unterschiedlichen allgemeinen Betretungsverbote ergeben. Ab Stufe 4 kann die zuständige untere Forstbehörde einzelne Waldgebiete allerdings sperren, wenn dies zum Schutz des Waldes oder der Besucher erforderlich ist. Solche Sperrungen müssen vor Ort gekennzeichnet werden. Ein landesweites Betretungsverbot besteht aufgrund der aktuellen Stufe 4 nicht.

Unabhängig von der Gefahrenstufe gelten strenge Regeln für Feuer. In Brandenburg ist es ganzjährig untersagt, im Wald oder in weniger als 50 Metern Entfernung vom Waldrand Feuer anzuzünden oder zu rauchen. Das gilt auch für das Grillen an Seeufern in unmittelbarer Waldnähe. Bei den Gefahrenstufen 4 und 5 entfallen zudem bestimmte Ausnahmen, die sonst für einen begrenzten Personenkreis möglich sind. Waldparkplätze können bei hoher Gefahr ebenfalls gesperrt werden. Fahrzeuge sollen nicht über trockenem Gras abgestellt werden, weil heiße Fahrzeugteile zur Zündquelle werden können.

Niedrigwasser belastet Spree und Havel

Die Trockenheit zeigt sich nicht nur in den Wäldern. Die Niedrigwasserampel des Landes Brandenburg weist an zahlreichen Messstellen sehr geringe Abflüsse aus. An der Havel lag das gleitende Mittel am Pegel Ketzin am 13. August bei 9,97 Kubikmetern pro Sekunde und damit unter der dort festgelegten Warnschwelle. Auch in Rathenow Albertsheim an der Unteren Havel wurde die Warnschwelle unterschritten.

Ähnlich sieht es an der Spree aus. In Leibsch lag das gleitende Mittel bei 2,17 Kubikmetern pro Sekunde, in Beeskow bei 2,89 und in Hohenbinde an der Spree beziehungsweise Müggelspree bei 4,31 Kubikmetern pro Sekunde. Alle drei Werte lagen laut Niedrigwasserampel unter den jeweiligen Warnschwellen. Auch zahlreiche kleinere Flüsse und Kanäle sind betroffen. Die Werte zeigen, dass die Trockenheit bereits vor dem heißen Wochenende Auswirkungen auf das Gewässersystem hat.

An einigen Badeseen gelten Warnhinweise

Wer wegen der Hitze Abkühlung in einem See sucht, sollte die aktuellen Hinweise der Gesundheitsbehörden beachten. In Brandenburg überwachen die Gesundheitsämter während der Badesaison 253 ausgewiesene Badegewässer. Die meisten Badestellen sind weiterhin ohne Beanstandungen. An mehreren Gewässern gibt es derzeit jedoch Hinweise wegen Blaualgen, eingeschränkter Sichttiefe oder vereinzelt wegen Zerkarien. Am Großen Wentowsee bei Zehdenick wurde zuletzt beispielsweise eine Sichttiefe von nur 30 Zentimetern angegeben. Am Waldsee bei Germendorf waren es rund 40 Zentimeter. Geringe Sichtweiten können vor allem Rettungseinsätze im Wasser erschweren.

Auch für Berliner Badegewässer werden die Wasserqualität und mögliche Belastungen regelmäßig kontrolliert. Anfang August wurden alle 39 offiziellen Badestellen grundsätzlich als zum Baden geeignet geführt. Zuvor hatte es an einzelnen Havelbadestellen Warnhinweise wegen Blaualgen gegeben. Da sich Algenvorkommen bei hohen Wassertemperaturen und starker Sonneneinstrahlung kurzfristig verändern können, sind die jeweils aktuellen örtlichen Hinweise entscheidend.

Behörden empfehlen Schatten, Wasser und weniger Belastung

Die Berliner Gesundheitsbehörden raten bei hohen Temperaturen dazu, körperlich anstrengende Tätigkeiten möglichst in die kühleren Morgen und Abendstunden zu verlegen. Wohnungen sollten früh morgens oder am Abend gelüftet und tagsüber durch Rollläden, Jalousien oder Markisen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Außerdem wird empfohlen, ausreichend zu trinken, körperliche Anstrengung in der größten Hitze zu vermeiden und auf konsequenten Sonnenschutz zu achten.

Besonders gefährdet sind nach Angaben der Berliner Gesundheitsverwaltung Menschen ab 65 Jahren, pflegebedürftige und alleinlebende ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Menschen mit akuten oder chronischen Erkrankungen sowie Personen, die draußen oder körperlich schwer arbeiten. Das Brandenburger Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit empfiehlt ebenfalls Aufenthalte in kühlen oder schattigen Bereichen, eine Verlagerung körperlicher Aktivitäten sowie das Verschatten und gezielte Lüften von Innenräumen. Kinder und ältere Menschen benötigen nach Einschätzung der Behörde an heißen Tagen besondere Aufmerksamkeit.

Gewitter bringen ab Samstagabend den Wetterwechsel

Die Hitze endet nach der aktuellen DWD Prognose nicht mit einer großflächigen Unwetterfront am Samstagnachmittag. Zunächst bleibt es sonnig und heiß. Erst zum Abend steigt von Nordwesten her das Gewitterrisiko. Der DWD nennt besonders die Prignitz als Region, in der sich Wolken verdichten und erste Schauer oder Gewitter entwickeln können. Im amtlichen Warnlagebericht vom Freitagvormittag heißt es, dass am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag örtliche Gewitter möglich sind. Vereinzelt können dabei stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde auftreten.

Am Sonntag setzt sich der Wetterwechsel breiter durch. Nach DWD Angaben werden bei stärkerer Bewölkung und zeitweise schauerartigem oder gewittrigem Regen nur noch 24 bis 27 Grad erreicht. Im Nordwesten Brandenburgs sind auch Auflockerungen möglich. Damit fällt die Temperatur innerhalb eines Tages regional um rund zehn Grad. Eine flächendeckende amtliche Unwetterwarnung für Sonntag lässt sich daraus am Freitagmittag noch nicht ableiten. Der DWD beschreibt zunächst ein Gewitterrisiko, während konkrete Warnungen kurzfristiger ausgegeben werden.

Kommende Woche startet deutlich kühler

Auch zum Beginn der neuen Woche deutet die DWD Vorhersage nicht auf eine schnelle Rückkehr der Wochenendhitze hin. In der Nacht zum Montag sollen die Temperaturen auf 14 bis 12 Grad zurückgehen. Am Montag erwartet der Wetterdienst viele Wolken und einzelne Schauer. Die Höchstwerte liegen voraussichtlich nur noch zwischen 18 und 22 Grad. Damit würde der Montag deutlich kühler ausfallen als der Samstag.

Für die folgenden Tage nimmt die Genauigkeit regionaler Prognosen naturgemäß ab. Die DWD Wochenvorhersage zeigt für den Beginn der kommenden Woche zunächst keine erneute ausgeprägte Hitzelage. Entscheidend für die Entwicklung von Waldbrandgefahr und Niedrigwasser wird allerdings nicht nur die niedrigere Temperatur sein, sondern auch, ob die erwarteten Schauer tatsächlich genügend Niederschlag bringen. Einzelne Gewitter können lokal viel Regen liefern, während andere Gebiete nahezu trocken bleiben. Deshalb können sich Waldbrandgefahrenstufen und hydrologische Lage auch nach der Abkühlung regional deutlich unterscheiden.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu