
SOKO München heute Abend bedeutet für Krimifans die Rückkehr eines Falls aus der letzten Staffel der traditionsreichen ZDF-Serie. Am Samstag, 22. August 2026, zeigt das ZDF um 18.05 Uhr die Episode Von Luft und Liebe. Die Sendung läuft bis 19.00 Uhr und ist keine neue Produktion. Die Folge wurde bereits am 12. Oktober 2020 erstmals im ZDF ausgestrahlt. Sie gehört zur 46. und letzten Staffel der Münchner SOKO und wird als vierte Episode dieser Staffel sowie als Folge 664 der fortlaufenden Zählung geführt.
Im Mittelpunkt der Episode steht Henry Kästner. Er gehört zu einer Gemeinschaft, die sich bewusst gegen klassischen Konsum entschieden hat. Geld und materieller Besitz sollen im Alltag eine möglichst geringe Rolle spielen. Stattdessen setzt die Gruppe auf gemeinschaftliches Leben, gegenseitige Unterstützung und den Gedanken, Ressourcen miteinander zu teilen.
Dann wird Kästner tot aufgefunden. Für die Münchner Ermittler beginnt ein Fall, bei dem die nach außen demonstrierte Harmonie der Gemeinschaft schnell Risse bekommt. Innerhalb der Gruppe existieren Konflikte, Geheimnisse und persönliche Abhängigkeiten, die zunächst nicht zum Ideal eines einfachen und solidarischen Lebens passen wollen.
Eine wichtige Rolle spielt Jürgen Sassnitz. Kästner hatte ihn dabei ertappt, Geld aus der Gemeinschaftskasse zu nehmen. Hinter dem Diebstahl steckt eine Drogenabhängigkeit, die Sassnitz vor den anderen Mitgliedern verborgen hatte. Damit scheint zunächst ein erhebliches Konfliktpotenzial vorhanden zu sein. Die Ermittlungen ergeben jedoch ein komplizierteres Bild.
Auch die rechtsmedizinischen Erkenntnisse verändern den Fall. Dr. Weissenböck stellt fest, dass Kästner noch lebte, als sein Körper in der Isar landete. Damit müssen die Ermittler genauer rekonstruieren, was unmittelbar zuvor geschehen ist und wer daran beteiligt war.
Der Fall dreht sich nicht nur um Geld und die Ideale der Gemeinschaft. Auch persönliche Beziehungen spielen eine zentrale Rolle. Kästner hatte offenbar eine Beziehung zur Frau seines besten Freundes Kai Petzold. Dadurch entsteht ein weiterer möglicher Konflikt innerhalb der Gruppe.
Hinzu kommt das Grundstück, auf dem sich die Gemeinschaft ihr alternatives Leben aufgebaut hat. Kästner hatte dieses Grundstück kurz vor seinem Tod verkauft. Der Schritt widerspricht nicht nur den gemeinsamen Zukunftsplänen, sondern trifft auch die übrigen Bewohner unmittelbar.
Eine weitere wichtige Figur ist Suse Maiwald, die schwangere Freundin von Henry Kästner. Auch ihre Beziehung zu dem Getöteten und die unterschiedlichen Vorstellungen über die gemeinsame Zukunft werden Teil der Ermittlungen. Die Episode verbindet damit den klassischen Kriminalfall mit der Frage, wie stabil ein gemeinschaftliches Lebensmodell bleibt, wenn Geld, Besitz, Partnerschaften und individuelle Interessen aufeinanderprallen.
Wer die Folge ohne Kenntnis der Auflösung sehen möchte, bekommt am frühen Samstagabend einen weitgehend abgeschlossenen Fall. Das ZDF zeigt die Episode in einem Programmfenster von 18.05 bis 19.00 Uhr. Die eigentliche Nettolänge der Produktion liegt bei rund 45 Minuten.
Angeführt wird das Team in Von Luft und Liebe von Arthur Bauer. Gespielt wird der Erste Kriminalhauptkommissar von Gerd Silberbauer, der über viele Jahre zu den prägenden Gesichtern der Serie gehörte.
Joscha Kiefer ist als Dominik Morgenstern dabei. Christofer von Beau spielt Franz Ainfachnur, während Mersiha Husagic als Theresa Resi Schwaiger zu sehen ist. Ergänzt wird die Ermittlergruppe durch Florian Odendahl als Rechtsmediziner Dr. Maximilian Weissenböck und Sina Reiß als Billie Curio.
Damit tritt in der heutigen Episode im Wesentlichen jenes Ensemble auf, das die Schlussphase von SOKO München geprägt hat. Zur Stammbesetzung der letzten Serienjahre gehörte außerdem Bianca Hein als Katharina Hahn. Sie wird für die konkrete Episode Von Luft und Liebe allerdings nicht in der veröffentlichten Folgenbesetzung geführt.
SOKO München war zu diesem Zeitpunkt längst eine Institution im deutschen Fernsehen. Die Reihe startete bereits am 2. Januar 1978 unter dem Titel SOKO 5113. Erst Anfang 2016 wurde der Name an die inzwischen etablierte Namensstruktur der zahlreichen ZDF-SOKOs angepasst und daraus SOKO München. Die Produktion endete 2020 nach mehr als vier Jahrzehnten. Deshalb zeigt das ZDF heute ausschließlich eine Wiederholung und keine Fortsetzung mit einem neuen Team.
Neben dem festen Ensemble ist die Folge mit mehreren Episodendarstellern besetzt. Johannes Jannasch spielt Henry Kästner, dessen Tod die Ermittlungen auslöst. Oliver Stritzel übernimmt die Rolle des Jürgen Sassnitz.
Stefan Murr ist als Kai Petzold zu sehen, Lilli Fichtner spielt Suse Maiwald. Hinzu kommen Lea Marlen Woitack als Nadine Petzold, Juls Serger als Bastian Kurz und Christoph M. Schüchner als Viktor Schütte.
Die Regie führte Bettina Braun. Das Drehbuch stammt von Peter Dommaschk. Für die Kamera war Simon Zeller verantwortlich, den Schnitt übernahm Claudia Minzloff. Produziert wurde SOKO München von UFA Fiction für das ZDF.
Der Schauplatz war über Jahrzehnte eines der wichtigsten Merkmale der Serie. SOKO München wurde tatsächlich in München und der Umgebung gedreht. Die Produktion setzte vergleichsweise stark auf reale Motive und nutzte die Stadt nicht nur als austauschbaren Hintergrund.
In Von Luft und Liebe ist insbesondere die Isar für die Handlung von Bedeutung. Dort wird im Verlauf der Ermittlungen deutlich, dass die Rekonstruktion des Todes von Henry Kästner komplizierter ist als zunächst angenommen.
Eine vollständige Liste konkreter Drehadressen dieser Episode ist nicht veröffentlicht. Deshalb lassen sich einzelne Gebäude oder Grundstücke aus Von Luft und Liebe nicht belastbar bestimmten Münchner Straßen zuordnen. Für die Produktion der Serie sind jedoch München und das Münchner Umland als Drehregion dokumentiert. Verantwortliche der Produktionsfirma haben zudem beschrieben, dass bewusst viel an Originalschauplätzen in und um München gearbeitet wurde. Zu den über die Jahre genutzten prominenten Motiven der Serie gehörten grundsätzlich auch zentrale Münchner Orte wie der Viktualienmarkt oder der Odeonsplatz. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Schauplätze zwingend in der heute ausgestrahlten Episode auftauchen.
Wer Von Luft und Liebe heute zum ersten Mal sieht, bekommt eine Episode aus der unmittelbaren Schlussphase der Serie. Die deutsche Fernsehpremiere fand am Montag, 12. Oktober 2020, statt. Einen Tag zuvor war die Folge bereits im damaligen Onlineangebot des ZDF veröffentlicht worden.
Das ZDF setzt die Wiederholungen der letzten Staffel derzeit samstags fort. Nach Von Luft und Liebe steht nach dem veröffentlichten Programm am kommenden Samstag, 29. August 2026, um 18.05 Uhr die nächste Episode Auf der Walz auf dem Programm. Es folgt damit die fünfte Folge der 46. Staffel.
Eine zusätzliche zeitnahe Fernsehwiederholung von Von Luft und Liebe ist im derzeit veröffentlichten ZDF-Programm nicht ausgewiesen. Zuschauer sollten die heutige Ausstrahlung um 18.05 Uhr deshalb nicht mit einer unmittelbar anschließenden Nachtwiederholung verwechseln.
Bei der Streaming-Verfügbarkeit ist eine Besonderheit zu beachten. Das ZDF hält weiterhin einzelne ältere Folgen von SOKO München in seinem Streamingangebot bereit. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sämtliche Episoden der jahrzehntelang produzierten Serie dauerhaft abrufbar sind.
Für Von Luft und Liebe ist zum Stand am Samstagmorgen keine dauerhaft ausgewiesene aktuelle Abrufmöglichkeit beim ZDF bestätigt. Die Folge war bei ihrer Premiere 2020 bereits vor der linearen Fernsehausstrahlung über die damalige ZDFmediathek verfügbar. Ob das ZDF sie im Zusammenhang mit der heutigen Wiederholung erneut zeitlich begrenzt als Einzelvideo bereitstellt, sollte deshalb direkt im aktuellen ZDF-Streamingangebot geprüft werden.
Für Zuschauer, die den Fall unbedingt sehen möchten, bleibt die sicher bestätigte Möglichkeit damit zunächst die lineare Ausstrahlung an diesem Samstag: SOKO München beginnt am 22. August um 18.05 Uhr im ZDF und endet planmäßig um 19.00 Uhr. Direkt danach folgen die heute-Nachrichten.
Von Luft und Liebe stammt aus einer Phase, in der das Ende von SOKO München bereits besiegelt war. 2019 hatte das ZDF angekündigt, die Produktion einzustellen. Die letzten neuen Folgen wurden 2020 ausgestrahlt. Mit einer Geschichte über Konsumverzicht, Gemeinschaft, Geld und private Loyalitäten zeigt die heutige Episode noch einmal die Mischung, die viele Folgen der Reihe bestimmte: ein in München verankerter Kriminalfall und ein überschaubarer Kreis von Figuren, hinter deren Alltag sich nach und nach neue Konflikte zeigen.
Damit ist die Sendung um 18.05 Uhr zugleich ein Stück ZDF-Krimigeschichte. Was heute wie eine weitere Folge aus dem großen SOKO-Kosmos wirkt, gehört zum Original, aus dem sich später zahlreiche regionale Ableger entwickelten.
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