
Ein Tornado hat im Süden Frankreichs schwere Schäden angerichtet und einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Besonders betroffen ist die Gemeinde Pomas im Département Aude in der Region Okzitanien. Der Wirbelsturm zog dort am Montag, 24. August 2026, gegen 17.20 Uhr durch den Ort. Nach dem jüngsten Stand der Präfektur wurden 41 Menschen nach dem Unwetter medizinisch betreut. 15 von ihnen wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Todesfälle waren bis Dienstagmorgen nicht gemeldet.
Der Tornado in Südfrankreich traf Pomas während einer ausgeprägten Gewitterlage, die sich am Montag über weite Teile des Südens und Südwestens Frankreichs erstreckte. Die Gemeinde liegt zwischen Carcassonne und Limoux und hat rund 1.000 Einwohner. Der Tornado beschädigte nach Behördenangaben etwa 300 Wohnhäuser. Dächer wurden abgedeckt, Gebäudeteile beschädigt und Bäume umgerissen. Die genaue Stärke des Wirbelsturms war zunächst nicht offiziell eingestuft.
Die Einsatzkräfte arbeiteten noch am Montagabend daran, beschädigte Gebäude zu kontrollieren und Gefahrenstellen abzusichern. Nach Angaben der Präfektur waren mehr als 120 Feuerwehrleute vor Ort. Unterstützt wurden sie von Spezialisten für Such- und Rettungseinsätze in beschädigten Gebäuden sowie von einer Hundestaffel. Die Kontrollen sollten ausschließen, dass sich noch Menschen in einsturzgefährdeten oder teilweise zerstörten Häusern befanden.
Zu den wichtigsten Aufgaben gehörte außerdem die Sicherung besonders stark beschädigter Gebäude. Bei einigen Häusern bestand nach dem Tornado die Gefahr, dass weitere Teile einstürzen könnten. Einsatzkräfte kontrollierten deshalb insbesondere stark betroffene Wohngebäude und sperrten gefährliche Bereiche ab. Gendarmen waren ebenfalls in der Gemeinde eingesetzt und sollten das Gebiet während der Nacht sichern.
Zwei Unterbringungsmöglichkeiten wurden für Menschen eingerichtet, deren Wohnungen oder Häuser vorerst nicht mehr genutzt werden konnten. Eine Unterkunft entstand in der Mehrzweckhalle von Pomas, eine weitere im nahe gelegenen Limoux. Wie viele Menschen dort tatsächlich übernachteten, war zunächst nicht abschließend bekannt.
Das Ausmaß der Sachschäden wurde im Laufe des Abends mehrfach nach oben korrigiert. Erste Behördenangaben hatten zunächst von rund 100 betroffenen Häusern gesprochen. Bei weiteren Kontrollen erhöhte sich die Zahl auf etwa 300 Gebäude. Damit wurde ein erheblicher Teil der kleinen Gemeinde beschädigt. Aufnahmen vom Ort zeigten abgedeckte Dächer, zerstörte Gebäudeteile, umgestürzte Bäume und Trümmer auf Straßen und Grundstücken.
Auch die Stromversorgung war von den Unwettern betroffen. Am Montagabend waren in der Region zeitweise rund 2.800 Haushalte ohne Elektrizität. Mehrere Straßen konnten wegen herabgefallener Äste und anderer Hindernisse vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden. Wie viele Haushalte am Dienstagmorgen weiterhin ohne Strom waren, war zunächst nicht gesichert.
Der Schwerpunkt der Rettungsarbeiten lag zunächst auf Pomas. Parallel dazu mussten die Feuerwehren auch in anderen Teilen Südfrankreichs zu wetterbedingten Einsätzen ausrücken. Im Département Hérault wurden nach dem Durchzug der Gewitter unter anderem umgestürzte Bäume und weitere Sturmschäden gemeldet. Auch im Raum Montpellier kam es zu Verkehrsbehinderungen und zeitweiligen Einschränkungen im öffentlichen Verkehr.
Der Tornado entstand innerhalb einer kräftigen Gewitterlage, die sich am Montag vom Südwesten Frankreichs in Richtung Osten verlagerte. Météo France hatte bereits zuvor vor teils starken Gewittern gewarnt. Erwartet wurden örtlich intensive Niederschläge, Hagel und kräftige Windböen. Zahlreiche Départements standen zeitweise unter erhöhter Unwetterwarnung.
Auch außerhalb des Départements Aude wurden am Montagabend hohe Windgeschwindigkeiten registriert. Besonders kräftige Böen traten unter anderem in der Provence auf. Dazu kamen örtlich große Regenmengen innerhalb kurzer Zeit. Das Gewittersystem verlagerte sich im Laufe des Abends weiter nach Osten und erreichte später auch Gebiete an der französischen Mittelmeerküste.
Für Pomas war am Dienstag vor allem die Schadensaufnahme entscheidend. Einsatzkräfte mussten prüfen, welche Gebäude betreten werden konnten und wo eine weitere Sicherung erforderlich war. Gleichzeitig begann die Versorgung der Menschen, deren Häuser nicht mehr bewohnbar waren. Eine vollständige Bilanz der Gebäudeschäden lag am frühen Dienstagmorgen noch nicht vor.
In sozialen Netzwerken und auf einzelnen Wetterseiten kursierten bereits Einschätzungen zur möglichen Intensität des Tornados. Eine behördlich bestätigte Einstufung auf einer Tornadoskala lag zunächst jedoch nicht vor. Auch genaue Angaben zur maximalen Windgeschwindigkeit des Wirbelsturms waren am Dienstagmorgen nicht offiziell bestätigt.
Gesichert war dagegen das erhebliche Schadensbild in Pomas. Nach dem jüngsten Stand wurden 41 Menschen betreut, 15 von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Rund 300 Wohnhäuser waren betroffen. Mehr als 120 Feuerwehrkräfte sowie weitere Rettungs- und Sicherheitskräfte waren an den Arbeiten beteiligt. Die Einsatzlage konzentrierte sich am Dienstag auf die Kontrolle beschädigter Gebäude, die Absicherung gefährlicher Bereiche und die Unterstützung der betroffenen Einwohner.
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