Bahoya sagt Hull City offenbar ab: Was über den Transfer bekannt ist

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Der geplante Wechsel von Jean-Mattéo Bahoya von Eintracht Frankfurt zum englischen Premier-League-Aufsteiger Hull City ist offenbar gescheitert. Mehrere Medien berichteten am Sonntag, dass sich der 21 Jahre alte Franzose gegen einen Transfer nach England entschieden habe. Zuvor soll zwischen den Vereinen bereits eine weitgehende Verständigung erzielt worden sein. Eintracht Frankfurt und Hull City hatten den konkreten Transfer bis Montagmorgen allerdings nicht offiziell bestätigt.

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BBC Sport hatte bereits am späten Samstagabend, 29. August, berichtet, Hull City habe sich mit Eintracht Frankfurt über einen Transfer des offensiven Außenspielers geeinigt. Die Meldung des BBC-Reporters Nizaar Kinsella wurde um 22.24 Uhr britischer Zeit veröffentlicht. Bahoya sei zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich offen für den Wechsel gewesen und habe die Erlaubnis für einen Medizincheck in East Yorkshire erhalten.

Am Sonntag änderte sich die Lage. Football Italia berichtete um 15.43 Uhr mitteleuropäischer Zeit unter Berufung auf mehrere Quellen, darunter Transferjournalist Fabrizio Romano und Sky Sports UK, Bahoya habe sich gegen Hull entschieden. BBC Sport meldete später ebenfalls, der Transfer sei geplatzt, nachdem sich der Spieler gegen den Wechsel ausgesprochen habe. Damit wurde die Absage von mehreren Medien übereinstimmend dargestellt.

Keine offizielle Bestätigung der Hull-Verhandlungen

Eine Mitteilung von Eintracht Frankfurt oder Hull City, in der die Verhandlungen, eine erzielte Einigung oder Bahoyas Absage bestätigt worden wären, lag zunächst nicht vor. Damit bleibt der genaue Stand der Gespräche eine Medieninformation.

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Auch bei der behaupteten Einigung zwischen den Klubs gibt es unterschiedliche Darstellungen. BBC Sport schrieb ausdrücklich von einem vereinbarten Deal zwischen Hull und Frankfurt. SPORT1 berichtete ebenfalls, die Vereine seien sich grundsätzlich einig gewesen. Nach Informationen des Senders habe eine Ablöse von etwa 19 Millionen Euro im Raum gestanden, wobei letzte finanzielle Einzelheiten noch nicht abschließend geklärt gewesen seien.

Bulinews veröffentlichte dagegen später eine abweichende Darstellung. Demnach habe es entgegen vorherigen Berichten noch keine Vereinbarung zwischen den Vereinen gegeben. Eine unabhängige Bestätigung dieser Version lag zunächst nicht vor. Deshalb lässt sich belastbar nur festhalten, dass mehrere größere Medien von weit fortgeschrittenen Gesprächen ausgingen.

Über die vorgesehene Vertragsdauer Bahoyas bei Hull City lagen zunächst keine ausreichend belegten Angaben vor. Eine konkrete Laufzeit sollte deshalb nicht als feststehend dargestellt werden.

Bahoya steht in Frankfurt bis 2029 unter Vertrag

Bahoyas Vertragssituation bei Eintracht Frankfurt ist dagegen eindeutig. Der Bundesligist verpflichtete ihn im Januar 2024 vom französischen Klub Angers SCO und stattete ihn mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2029 aus. Frankfurt bezeichnete ihn damals als flexibel einsetzbaren Offensivspieler. Sportvorstand Markus Krösche sagte bei der Verpflichtung wörtlich: „Jean-Mattéo Bahoya zählt zu den vielversprechendsten Talenten Frankreichs und passt ideal in unser Anforderungsprofil.“

Der am 7. Mai 2005 in Montfermeil geborene Bahoya ist 21 Jahre alt und französischer Staatsbürger. Seine Stammposition ist der linke offensive Flügel, er kann aber auch in anderen offensiven Rollen eingesetzt werden. Vor seinem Wechsel nach Deutschland war Angers SCO seine wichtigste Ausbildungsstation und sein erster Profiklub.

In der Saison 2025/26 absolvierte Bahoya wettbewerbsübergreifend 37 Pflichtspiele für Frankfurt. Dabei erzielte er vier Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. In der Bundesliga kam er auf 27 Einsätze, drei Tore und vier Vorlagen. Hinzu kamen acht Einsätze in der Champions League sowie zwei Partien im DFB-Pokal, in dem ihm ein Treffer gelang.

Arsenal, Everton, Milan und Roma werden genannt

Auch nach der Absage an Hull City könnte Bahoyas Zukunft bis zum Ende der Transferperiode offenbleiben. SPORT1 berichtete, dass unter anderem der FC Arsenal und der FC Everton Interesse gezeigt hätten. Außerdem soll es Anfragen beziehungsweise vorsichtige Vorstöße aus der Türkei und aus Saudi-Arabien gegeben haben.

Football Italia brachte zudem die beiden italienischen Serie-A-Klubs AC Milan und AS Rom mit dem französischen U21-Spieler in Verbindung. Bereits zuvor war Bahoya außerdem mit mehreren Vereinen aus unterschiedlichen europäischen Ligen in Verbindung gebracht worden. Konkrete Vereinbarungen mit einem dieser Klubs waren zunächst nicht bestätigt.

Damit reicht das berichtete Interessentenfeld von der englischen Premier League über die italienische Serie A bis in die Türkei und nach Saudi-Arabien. Ob daraus vor dem Ende des Transferfensters noch ein weiterer konkreter Transfer entsteht, war zunächst offen.

Hütters System verändert Bahoyas Rolle in Frankfurt

Für Bahoyas Situation spielt auch die taktische Neuausrichtung unter Eintracht-Trainer Adi Hütter eine Rolle. Der Hessische Rundfunk berichtete Anfang August, dass Frankfurt verstärkt mit einem 4-2-2-2-System arbeite, in dem klassische Flügelpositionen nicht vorgesehen seien. Bahoya wurde im Testspiel ausgerechnet gegen Hull City als zweite Spitze eingesetzt.

Nach diesem Test hatte Hütter zur generellen Kaderplanung erklärt: „Der Kader ist noch nicht so, wie ich ihn mir vorstelle. Daran arbeiten wir hinter den Kulissen.“ Er sprach zugleich von einem engen Austausch mit Sportvorstand Markus Krösche. Die Aussage bezog sich auf die gesamte Mannschaft und nicht speziell auf einen möglichen Bahoya-Verkauf.

In der offensiven Zentrale verfügt Frankfurt unter anderem über Can Uzun, Ritsu Doan, Mario Götze, Farès Chaibi, Love Arrhov und Ayoube Amaimouni-Echghouyab. Für klassische Flügelspieler wie Bahoya verändert das neue System die Konkurrenzsituation. Der HR hatte Bahoya und Ansgar Knauff deshalb bereits während der Vorbereitung als Spieler beschrieben, deren angestammte Position im aktuellen System nicht unmittelbar vorgesehen ist.

Kurz vor Transferschluss bleibt Bahoya damit ein möglicher Abgangskandidat. Der konkrete Wechsel zu Hull City soll jedoch nicht mehr zustande kommen. Solange weder Eintracht Frankfurt noch Hull City den Vorgang offiziell bestätigen, bleiben die Ablöse von rund 19 Millionen Euro, die behauptete Einigung der Vereine und die Details der gescheiterten Verhandlungen Medienangaben.

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