Glasfaser-Offensive in Münster: Diese Stadtteile sind jetzt dran

Glasfaserausbau in Münster: 1.300 Haushalte bekommen schnelles Internet
Foto: Stadt Münster / Meike Reiners

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Münster. Rund 1.300 Haushalte in Münster sollen im Rahmen eines geförderten Ausbauprojekts einen Glasfaseranschluss erhalten. Oberbürgermeister Tilman Fuchs gab am Dienstag, 1. September, mit einem symbolischen Spatenstich am Schonebecker Weg bei Nienberge den offiziellen Startschuss für das Projekt „Graue Flecken“. Die eigentlichen Bauarbeiten laufen allerdings bereits seit Juni.

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Mit dem Glasfaserausbau Münster sollen vor allem Adressen erreicht werden, die bislang wegen ihrer Lage für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich wenig attraktiv waren. Betroffen sind nach Angaben der Stadt insbesondere Randbereiche und Grundstücke an Stadtteilgrenzen.

Ausbau startet in Häger und Nienberge

Den Auftrag für den geförderten Breitbandausbau hat die epcan GmbH aus Vreden erhalten. Derzeit konzentrieren sich die Tiefbauarbeiten auf Häger und Nienberge. Dort sind nach Angaben der Stadt bereits etwa 65 Prozent der vorgesehenen Trasse fertiggestellt.

Anschließend soll der Glasfaserausbau in Münster weiter Richtung Sprakel und Kinderhaus voranschreiten. Der Beginn ist innerhalb der kommenden ein bis zwei Monate vorgesehen. Gegen Ende des Jahres sollen außerdem die Arbeiten im Bereich Hiltrup starten.

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Bis alle rund 1.300 vorgesehenen Adressen angeschlossen werden können, wird es jedoch noch dauern. Die Stadt rechnet derzeit damit, dass das gesamte Förderprojekt in der ersten Jahreshälfte 2028 abgeschlossen werden kann.

Dabei sollen nach Möglichkeit bereits vorhandene Leitungen, Glasfasertrassen und Leerrohre genutzt werden. Dadurch will Münster zusätzliche Tiefbauarbeiten reduzieren. Gleichzeitig soll der öffentlich geförderte Ausbau mit den Investitionen privater Telekommunikationsunternehmen abgestimmt werden.

Das Projekt ergänzt bereits bestehende Programme zum Breitbandausbau. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen in bislang besonders schlecht versorgten sogenannten weißen Flecken sowie in Gewerbegebieten.

Rund 11,9 Millionen Euro fließen in das Projekt

Für den Ausbau der Grauen Flecken ist ein Investitionskostenzuschuss von rund 11,9 Millionen Euro vorgesehen. Den größten Anteil trägt der Bund mit 50 Prozent. Nordrhein-Westfalen übernimmt weitere 40 Prozent. Die Stadt Münster finanziert die verbleibenden zehn Prozent.

Oberbürgermeister Tilman Fuchs bezeichnet den schnellen Internetzugang laut Mitteilung der Stadt als wichtigen Bestandteil einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Eine gute digitale Anbindung sei sowohl für die Bevölkerung als auch für Unternehmen von Bedeutung.

Auch Münsters Gigabitkoordinator Christian Tebel verweist auf die besondere Rolle des Förderprogramms. Damit könnten nun auch Haushalte erreicht werden, bei denen ein rein privatwirtschaftlicher Ausbau bislang kaum zu erwarten gewesen sei. Entscheidend sei zugleich, vorhandene Infrastruktur einzubeziehen und parallele Baumaßnahmen möglichst zu vermeiden.

Langfristig verfolgt Münster ein deutlich größeres Ziel. Bis 2030 soll nahezu das gesamte Stadtgebiet über Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude verfügen. Gleichzeitig strebt die Stadt eine flächendeckend leistungsfähige Mobilfunkversorgung auf Basis von 5G und späteren Mobilfunkstandards an.

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