Schrottberg brennt bei 1.000 Grad: Großeinsatz in Leer dauert an

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Großbrand auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens im ostfriesischen Leer beschäftigt die Feuerwehr auch am Donnerstagabend weiter. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich bis Freitag dauern. In dem brennenden Schrottberg herrschen nach Angaben eines Stadtsprechers Temperaturen von rund 1.000 Grad. Zeitweise waren etwa 250 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen beteiligt. Die Rauchentwicklung hat Auswirkungen weit über das Stadtgebiet hinaus.

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Das Feuer war nach Angaben der Polizei am Mittwochabend, 2. September, um 22.55 Uhr bei einem Entsorgungsunternehmen an der Sägemühlenstraße ausgebrochen. Betroffen ist ein Abfallhaufen, der unter anderem aus Altmetallen besteht. Die Ursache des Brandes war auch am Donnerstagabend noch unklar. Personenschäden waren nach Angaben der Polizei nicht bekannt. Auch zur Höhe des Sachschadens lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Rund 250 Einsatzkräfte kämpfen gegen den Brand

Die Bekämpfung des Feuers erweist sich als besonders aufwendig, weil die Einsatzkräfte den Schrottberg mit schwerem Gerät auseinanderziehen müssen, um an tiefer liegende Brandstellen und Glutnester heranzukommen. Nach Angaben des NDR befinden sich in dem Haufen unter anderem Fahrzeuge und Container. Bereits am Donnerstagvormittag war klar, dass sich das Feuer im Inneren des Materials weiter ausbreitete und deshalb nicht kurzfristig vollständig gelöscht werden konnte.

Am Abend rechnete die Stadt damit, dass sich die Arbeiten bis Freitag hinziehen. Ein Stadtsprecher bezifferte die Temperaturen im brennenden Schrottberg auf rund 1.000 Grad. Zeitweise waren etwa 250 Kräfte verschiedener Organisationen beteiligt. Neben Feuerwehren und Gefahrguteinheiten unterstützte auch die Werksfeuerwehr der Meyer Werft aus Papenburg den Einsatz.

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Eine erste Einschätzung der Polizei hatte die betroffene Brandfläche auf rund 100 Quadratmeter beziffert. Diese Angabe beschreibt allerdings lediglich die zunächst festgestellte Ausdehnung des Feuers. Wie groß der tatsächlich betroffene Schrottberg ist und welche Schäden auf dem Betriebsgelände entstanden sind, war am Donnerstagabend noch nicht abschließend bekannt.

Rauch und Brandgeruch ziehen weit über Leer hinaus

Zusätzlich zu den Löscharbeiten beschäftigt die Behörden die starke Rauchentwicklung. Bereits in der Nacht gingen bei der Polizei zahlreiche Anrufe wegen der weithin sichtbaren Rauchwolke und des intensiven Brandgeruchs ein. Am Donnerstagmorgen zog der Rauch teilweise niedrig über das Stadtgebiet von Leer. Anwohner wurden deshalb aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Im Laufe des Tages veränderte sich die Ausbreitung mit dem Wind. Am Nachmittag berichtete der NDR, dass die Rauchwolke über den Wohngebieten in Leer weniger dicht geworden sei. Die Empfehlung, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen auszuschalten, blieb jedoch zunächst bestehen.

Der Brandgeruch war zeitweise auch deutlich außerhalb Leers wahrnehmbar. Die Polizei in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland erhielt mehrere entsprechende Anfragen aus der Bevölkerung. Sie führte die Geruchsbelästigung auf die Rauchentwicklung des Großbrandes in Leer zurück und riet ebenfalls dazu, Fenster und Türen nach Möglichkeit geschlossen zu halten.

Später verlagerte sich die Rauchfahne weiter in südöstliche Richtung. Auch für den Landkreis Ammerland und die Stadt Oldenburg wurde vor Rauch und Geruchsbelästigung gewarnt. Die Großleitstelle Oldenburg verbreitete dazu am Nachmittag eine Warnmeldung. Damit waren die Auswirkungen des Feuers zeitweise in mehreren Teilen des nordwestlichen Niedersachsens bemerkbar.

Brandursache bleibt weiterhin ungeklärt

Warum der Abfallhaufen in Brand geraten ist, stand am Donnerstagabend weiterhin nicht fest. Die Polizeiinspektion Leer/Emden erklärte, dass die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen worden seien. Wegen der noch laufenden Löscharbeiten waren nähere Untersuchungen des eigentlichen Brandbereichs zunächst nur eingeschränkt möglich.

Auch die Schadenshöhe war noch nicht bekannt. Hinweise auf verletzte Personen gab es nach den bis Donnerstag veröffentlichten Polizeiangaben nicht. Spekulationen über einen technischen Defekt, eine Selbstentzündung oder andere mögliche Ursachen waren offiziell nicht bestätigt.

Für die Einsatzkräfte steht deshalb zunächst die vollständige Brandbekämpfung im Vordergrund. Obwohl die Rauchwolken am Donnerstagabend bereits dünner wurden, blieb der extrem heiße Schrottberg die zentrale Herausforderung. Mit einem Ende des Einsatzes rechneten die Verantwortlichen nicht mehr am Donnerstag. Die Löscharbeiten sollen voraussichtlich bis Freitag fortgesetzt werden.

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