Kampfjet stürzt bei Athens Flying Week ab: Zwei Piloten tot

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Bei der internationalen Flugshow Athens Flying Week in Griechenland sind zwei Piloten der griechischen Luftwaffe ums Leben gekommen. Eine zweisitzige F-4E Phantom II stürzte am Samstagnachmittag während einer Flugvorführung nahe dem Luftwaffenstützpunkt Tanagra nördlich von Athen ab. Die Luftwaffe bestätigte am Sonntag weitere Einzelheiten zu dem Unfall. Die Ursache war zunächst weiterhin ungeklärt.

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Nach Angaben des Generalstabs der griechischen Luftwaffe ereignete sich der Absturz am 5. September 2026 um 14.55 Uhr Ortszeit. Das Flugzeug gehörte zur 338. Staffel der 117. Kampfgeschwadergruppe der griechischen Luftwaffe. Es ging rund drei nautische Meilen, umgerechnet etwa 5,6 Kilometer, südöstlich des Bereichs der 114. Kampfgeschwadergruppe bei Tanagra nieder. Beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Sie waren nach Angaben der Luftwaffe 40 und 37 Jahre alt.

Damit steht zugleich fest, dass sich das Unglück nicht am Sonntag, sondern bereits am ersten Veranstaltungstag der für den 5. und 6. September angesetzten Athens Flying Week ereignete.

F-4E gehörte zur griechischen Luftwaffe

Bei der abgestürzten Maschine handelte es sich um eine F-4E Phantom II, einen zweisitzigen und zweistrahligen Kampfjet. Griechenland betreibt den Flugzeugtyp seit mehr als fünf Jahrzehnten. Die ersten F-4E wurden 1974 bei der griechischen Luftwaffe eingeführt. Bereits 2014 beging die Luftwaffe das 40-jährige Dienstjubiläum des Musters.

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Die verunglückte Maschine war der 338. Staffel und damit der 117. Kampfgeschwadergruppe zugeordnet, deren Heimatstützpunkt sich in Andravida auf der Peloponnes befindet. Das Flugzeug befand sich in Tanagra, um am Flugprogramm der Athens Flying Week teilzunehmen.

Nach übereinstimmenden Angaben stürzte die Phantom während der Vorführung ab. Unter den Zuschauern wurden keine Verletzten gemeldet. Durch den Aufprall entstand ein Brand in der Umgebung des Absturzortes. Feuerwehrkräfte sowie Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz.

Zu einzelnen Bewegungen des Flugzeugs unmittelbar vor dem Absturz kursierten am Samstag zahlreiche Augenzeugenaufnahmen und Beschreibungen. Daraus lässt sich jedoch keine gesicherte Ursache ableiten. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass sich der Unfall während der Flugvorführung ereignete.

Veranstalter brechen Flugprogramm ab

Die Veranstalter der Athens Flying Week reagierten unmittelbar auf den Absturz. Auf der offiziellen Internetseite teilten sie mit, dass nach dem Unfall mit der Phantom der verbleibende Teil des Flugvorführungsprogramms abgesagt werde. Weitere Informationen sollten veröffentlicht werden, sobald sie vorlägen.

Damit endete die ursprünglich für Samstag und Sonntag geplante Flugshow vorzeitig. Die Athens Flying Week hatte für 2026 erneut zahlreiche militärische und zivile Flugzeuge sowie internationale Vorführteams angekündigt. Veranstaltungsort war der Militärflugplatz Tanagra, rund 60 Kilometer nördlich der griechischen Hauptstadt.

Luftwaffe setzt Untersuchungskommission ein

Über die Ursache des Absturzes lagen am Sonntagvormittag noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Der Generalstab der griechischen Luftwaffe erklärte, die Umstände würden von einer dafür zuständigen Kommission der Luftwaffe untersucht. Angaben zu einem technischen Defekt, einem Pilotenfehler oder einem anderen konkreten Auslöser machte die Luftwaffe nicht.

Auch aus den bislang veröffentlichten Bildern und Videos lässt sich eine Unfallursache nicht zuverlässig bestimmen. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen.

Die Untersuchung dürfte unter anderem den technischen Zustand des Flugzeugs, Flug- und Wartungsdaten sowie den Ablauf der Vorführung berücksichtigen. Welche konkreten Untersuchungsschritte bereits eingeleitet wurden, teilte die Luftwaffe zunächst nicht mit.

Drei Tage Trauer in den griechischen Streitkräften

Verteidigungsminister Nikos Dendias ordnete nach dem Tod der beiden Offiziere eine dreitägige Trauerperiode für die griechischen Streitkräfte vom 5. bis einschließlich 7. September an. Das Verteidigungsministerium bestätigte die Entscheidung noch am Samstag. Dendias sprach den Familien und den Kameraden der Piloten sein Beileid aus.

Auch Griechenlands Staatspräsident Konstantinos Tassoulas reagierte auf den Unfall. Er äußerte seine Trauer über den Tod der beiden Luftwaffenoffiziere und sprach ihren Angehörigen sowie der Luftwaffe sein Beileid aus.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis würdigte nach dem Absturz ebenfalls die beiden getöteten Soldaten und verwies auf die Risiken, denen Angehörige der Luftwaffe bei ihrem Dienst ausgesetzt seien. Auch aus Zypern kamen Beileidsbekundungen. Der zyprische Verteidigungsminister Vasilis Palmas erklärte, er habe seinen griechischen Amtskollegen kontaktiert und den Angehörigen sowie den griechischen Streitkräften sein Mitgefühl ausgesprochen.

Athens Flying Week findet seit 2012 statt

Die Athens Flying Week wurde erstmals 2012 veranstaltet. Die Flugvorführungen fanden damals auf dem Militärflugplatz Tatoi statt. Mehr als 20.000 Zuschauer kamen zur ersten Ausgabe. Seit 2016 wird die große Flugshow auf dem Luftwaffenstützpunkt Tanagra ausgerichtet. Die Ausgabe 2026 war die 14. Veranstaltung. Für 2025 wurden mehr als 60.000 Besucher vor Ort und mehr als 150.000 Zuschauer der Onlineübertragung genannt.

Die Veranstalter bezeichnen die Athens Flying Week als eine der größten Flugshows Südosteuropas. Zum Programm gehören regelmäßig Vorführungen militärischer Kampfjets, Kunstflugteams, Fallschirmspringer sowie historische und moderne Luftfahrzeuge.

Auf ihrer Informationsseite hatten die Veranstalter vor der diesjährigen Ausgabe ausdrücklich auf ihre bisherige Sicherheitsbilanz hingewiesen. In den ersten zwölf Veranstaltungsjahren habe es nach eigenen Angaben keinen Unfall gegeben. Zugleich verwiesen sie auf eine Zusammenarbeit mit staatlichen und lokalen Behörden sowie auf Sicherheitsregeln nach internationalen Standards.

Der Absturz der F-4E Phantom II ist damit nach Angaben der Veranstalter der erste Unfall in der Geschichte der Athens Flying Week. Die zuständige Untersuchungskommission der griechischen Luftwaffe muss zunächst klären, warum die Maschine während ihrer Vorführung abstürzte.

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