Feuer im alten Schlachthof bei Göttingen beschäftigt 70 Kräfte

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein größerer Brand im ehemaligen Schlachthof in Rosdorf bei Göttingen hat am Sonntagmorgen, 6. September 2026, einen stundenlangen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 70 Einsatzkräfte aus fünf Ortsfeuerwehren waren nach Angaben aus dem Einsatz vor Ort. Das Feuer hatte sich großflächig im Kellergeschoss des weitgehend leerstehenden Gebäudekomplexes ausgebreitet. Wegen einer schwarzen Rauchwolke wurde die Bevölkerung zeitweise vorsorglich gewarnt.

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Ein exakt behördlich bestätigter Zeitpunkt der ersten Alarmierung war am späten Vormittag zunächst nicht bekannt. Gegen 7.30 Uhr brannte es nach Angaben vom Einsatzort bereits auf größerer Fläche im Keller. Um 8.26 Uhr verbreitete die Kommunale Regionalleitstelle Göttingen über das Modulare Warnsystem des Bundes eine Warnmeldung wegen starker Rauchentwicklung aus einem leerstehenden Industriegebäude. Die Gefahrenstufe wurde dabei als gering eingestuft.

Unrat brennt großflächig im Keller

Der Schwerpunkt des Feuers lag im Kellergeschoss des früheren Schlachthofs. Dort brannte nach Angaben der Feuerwehr Unrat in größerem Umfang. Die Gemeindefeuerwehr setzte Kräfte der Ortsfeuerwehren Rosdorf, Mengershausen/Volkerode, Settmarshausen, Sieboldshausen und Obernjesa ein. Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrleute beteiligt.

Gelöscht wurde mit Wasser und Schaum. Zusätzlich wurden von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Potzwenden Sonderlöschmittel und weitere Atemschutzgeräte zur Einsatzstelle gebracht. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Die Kombination aus einem großen, teilweise unübersichtlichen Gebäudekomplex, dichter Rauchentwicklung und brennendem Material im Keller erforderte umfangreiche Schutzmaßnahmen für die Einsatzkräfte.

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Auf Bildern vom Einsatz waren neben Feuerwehrleuten mit Atemschutz auch Kräfte in weißen Schutzanzügen zu sehen. Eine konkrete Gefahrstoffbelastung war damit jedoch nicht bestätigt. Angaben darüber, dass bestimmte Chemikalien oder andere gefährliche Stoffe freigesetzt worden seien, lagen zunächst nicht vor. Auch die amtliche Warnmeldung nannte keine konkrete gefährliche Substanz.

Warnung wegen Rauchentwicklung in Rosdorf

Die Kommunale Regionalleitstelle Göttingen warnte um 8.26 Uhr vor starker Rauchentwicklung nach einer zunächst unklaren Brandentwicklung in einem leerstehenden Industriegebäude. Für die Warnung wurde die Gefahrenstufe gering angegeben. Anwohner sollten vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten. Zugleich wurde in der über das Warnsystem verbreiteten Information angegeben, dass keine Gefahr bestehe.

Die Rauchentwicklung war deutlich sichtbar. Über Teilen Rosdorfs zog zeitweise eine schwarze Rauchwolke. Die Vorsichtsmaßnahmen richteten sich damit vor allem gegen die Belastung durch Brandrauch. Brandrauch enthält grundsätzlich Verbrennungsprodukte, seine konkrete Zusammensetzung hängt jedoch von den brennenden Materialien ab. Welche Stoffe bei dem Feuer im ehemaligen Schlachthof freigesetzt wurden, war zunächst nicht bekannt.

Offizielle Angaben zu Verletzten lagen am späten Vormittag zunächst nicht vor. Ebenso gab es zunächst keine bestätigten Hinweise darauf, dass Menschen aus dem Gebäude gerettet werden mussten.

Löscharbeiten führen zu Verkehrseinschränkungen

Der Feuerwehreinsatz hatte auch Auswirkungen auf den Verkehr. Für die Landesstraße 573 bei Rosdorf wurden wegen der Löscharbeiten Einschränkungen gemeldet. Betroffen war der Abschnitt zwischen An der Ziegelei und der Göttinger Straße. Nach Angaben der Landesmeldestelle war eine Richtungsfahrbahn bis auf Weiteres gesperrt. Für den Verkehr wurden Umleitungen über Rosdorf empfohlen.

Wie lange die Einschränkungen bestehen bleiben sollten, hing vom Verlauf der Lösch- und Nachlöscharbeiten ab. Bei Bränden in größeren und schwer zugänglichen Gebäuden können sich insbesondere die Kontrolle von Glutnestern und die Belüftung verrauchter Bereiche über längere Zeit hinziehen.

Brandursache zunächst unbekannt

Warum das Feuer am Sonntagmorgen ausbrach, war zunächst ungeklärt. Gesicherte Angaben zur Ursache lagen nicht vor. Auch zur Höhe eines möglichen Gebäudeschadens gab es zunächst keine belastbare Bezifferung. Aus dem Einsatz hieß es lediglich, dass vor allem Unrat im Keller betroffen war.

Der Gebäudekomplex wird seit vielen Jahren nicht mehr als Schlachthof genutzt. Bereits in früheren Polizeimeldungen wurde er als leerstehend beschrieben. Im Juli 2017 hatte es innerhalb eines Wochenendes zwei Brände in dem ehemaligen Schlachthof gegeben, die nach damaligen Ermittlungen ebenfalls mutmaßlich im Keller ausgebrochen waren. Die Polizei leitete seinerzeit Ermittlungen zur Brandursache ein. Auch im Juli 2014 waren nach starker Rauchentwicklung rund 80 Feuerwehrkräfte zu dem Komplex ausgerückt.

Die Geschichte des Geländes reicht deutlich weiter zurück. Nach Unterlagen zur Göttinger Straßengeschichte wurde der damalige neue Göttinger Schlachthof an der bereits bestehenden Schlachthofstraße errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte 1970. Weil das Gebäude aus rechtlichen Gründen auf Göttinger Stadtgebiet stehen musste, wurde damals ein Gebietstausch mit Rosdorf vorgenommen. Planungsunterlagen der Gemeinde Rosdorf führen das frühere Schlachthofgelände deshalb heute im Gemarkungsbereich der Stadt Göttingen, Gemarkung Geismar.

Damit liegt der Gebäudekomplex unmittelbar an Rosdorf und wird üblicherweise dem Ort zugerechnet, befindet sich planungsrechtlich aber in einer besonderen Grenzlage zwischen Rosdorf und Göttingen.

Ermittlungen zur Ursache stehen noch aus

Nach Abschluss der Löscharbeiten dürfte die Klärung der Brandentstehung in den Mittelpunkt rücken. Ob und wann Brandermittler das Gebäude betreten können, hängt auch davon ab, ob der betroffene Bereich ausreichend abgekühlt und sicher zugänglich ist.

Bis zum späten Sonntagvormittag war offiziell bestätigt, dass im Keller des leerstehenden Komplexes umfangreich Material brannte, rund 70 Feuerwehrkräfte eingesetzt wurden und wegen der starken Rauchentwicklung eine vorsorgliche Bevölkerungswarnung erfolgte. Eine bestätigte Gefahrstofffreisetzung oder eine gesicherte Ursache für den Großbrand im ehemaligen Schlachthof in Rosdorf waren zunächst nicht bekannt.

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