Israel greift Südlibanon an: Vier Tote, 20 Verletzte

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Bei neuen israelischen Luftangriffen im Süden des Libanon sind am Sonntag mindestens vier Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten befinden sich nach Angaben der libanesischen Behörden auch Kinder. Israel erklärte, die Angriffe seien eine Reaktion auf zwei zuvor von der Hisbollah gestartete Drohnen gewesen.

Anzeige

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden zwei Menschen in Nabatieh al Fauqa getötet. Zwei Frauen starben bei einem Angriff auf Arab Salim. Insgesamt wurden mindestens 20 Menschen in Arab Salim, Nabatieh, Nabatieh al Fauqa und Kafr Rumman verletzt. Unter ihnen seien drei Kinder und mehrere Frauen.

Israel spricht von Reaktion auf Hisbollah-Drohnen

Das israelische Militär erklärte am frühen Sonntagmorgen, die Hisbollah habe zwei Drohnen auf israelische Soldaten im Süden des Libanon gestartet. Israel bezeichnet das Gebiet, in dem sich die Soldaten befinden, als Sicherheitszone. Nach Darstellung der israelischen Armee wurde eine der Drohnen abgefangen. Israelische Soldaten seien nicht verletzt worden.

Eine unabhängige Bestätigung für den Ablauf des Drohnenangriffs lag zunächst nicht vor. Israel wertete den Vorfall als Verletzung der bestehenden Waffenruhe und kündigte daraufhin Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Süden des Libanon an.

Anzeige

Vor einem Angriff auf Arab Salim forderte das israelische Militär Anwohner gegen 6 Uhr Ortszeit zur Evakuierung eines Bereichs um ein Gebäude auf. Die Armee erklärte, das Gebäude werde von der Hisbollah genutzt. Auch diese Zuordnung beruht auf israelischen Militärangaben. Es war erst die zweite derartige Online-Evakuierungswarnung seit Inkrafttreten der Waffenruhe im Juni.

Krankenhaus im Raum Nabatieh zerstört

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurde bei den Angriffen auch ein leer stehendes Krankenhaus zerstört. Die Associated Press berichtete, das israelische Militär habe auf eine Anfrage zu dem Krankenhaus zunächst nicht reagiert. Angaben zu möglichen militärischen Einrichtungen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des Gebäudes waren zunächst nicht bestätigt.

Die Angriffe konzentrierten sich erneut auf den Großraum Nabatieh. Dort liegt auch der strategisch wichtige Höhenzug Ali al Taher, der in den vergangenen Wochen zu einem Schwerpunkt der Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah geworden ist.

Israel hatte Anfang September erklärt, seine Truppen hätten Hisbollah-Kämpfer aus einem Tunnelsystem unter dem Höhenzug verdrängt. Ein libanesischer Militärvertreter bestätigte zwar eine israelische Präsenz an Teilen des Gebietes, der genaue Umfang der israelischen Kontrolle blieb jedoch unklar.

Bereits am Freitag Tote bei israelischen Angriffen

Die neuen Angriffe folgen auf eine weitere Serie israelischer Luftschläge vom Freitag. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei vier Menschen getötet und 23 weitere verletzt.

Israel erklärte, bei diesen Angriffen seien Waffenlager der Hisbollah getroffen worden. Eine unabhängige Bestätigung der konkreten Ziele lag zunächst nicht vor.

Die Hisbollah warf Israel am Samstag vor, mit der militärischen Eskalation Druck auf die libanesische Regierung auszuüben. Hintergrund sind von den USA unterstützte direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. Die Hisbollah lehnt diese Verhandlungen in ihrer derzeitigen Form ab.

Waffenruhe beendet Kämpfe nicht

Israel und die Hisbollah hatten im Juni eine von den USA vermittelte Waffenruhe vereinbart. Seitdem ist die Intensität der Kämpfe in weiten Teilen des Libanon zurückgegangen. Vollständig beendet wurden die Auseinandersetzungen jedoch nicht.

Israel hält weiterhin Truppen in einer selbst erklärten Sicherheitszone im Süden des Libanon. Zugleich kommt es wiederholt zu israelischen Luftangriffen und zu Angriffen der Hisbollah auf israelische Kräfte. Der Status einzelner Gebiete und die Frage eines vollständigen israelischen Rückzugs gehören zu den zentralen Streitpunkten der laufenden Verhandlungen.

Seit dem 2. März, als die Hisbollah im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran Israel angriff, wurden im Libanon nach vorliegenden Angaben mehr als 4.300 Menschen durch israelische Angriffe getötet.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu