
Yaris Makkay hat seinen bislang persönlichsten Song erstmals im „ZDF-Fernsehgarten“ einem großen Fernsehpublikum präsentiert. Der 22 Jahre alte Musiker trat am Sonntag, 6. September 2026, in der ZDF-Livesendung auf dem Mainzer Lerchenberg auf und sang dort „Papa“. Das Lied handelt von seinem Verhältnis zu seinem Vater, dem deutschen Rockmusiker Peter Maffay.
Für Yaris war es der erste Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ und zugleich die TV-Premiere des Songs. Peter Maffay selbst war bei dem Auftritt nicht auf der Bühne. Moderatorin Andrea Kiewel stellte Yaris als Sohn eines der bekanntesten deutschen Rockmusiker vor und verwies darauf, dass für ihn früh der Wunsch nach einer eigenen musikalischen Laufbahn festgestanden habe.
Die Ausgabe des „ZDF-Fernsehgartens“ stand unter dem Motto „Powergarten“. Neben Yaris gehörten unter anderem Blue, Angelo Kelly, Buddy, ela., Anne Mosters, Chapter 7, Charlien und Max Weidner zum musikalischen Programm.
Der Auftritt von Yaris Makkay im ZDF-Fernsehgarten unterschied sich dabei vor allem durch den persönlichen Hintergrund seines Liedes. „Papa“ ist Peter Maffay gewidmet und beschreibt sowohl die familiäre Verbindung als auch den musikalischen Einfluss des Vaters auf den Sohn.
Der Song erschien bereits am 10. Juli 2026. Yaris hatte zuvor deutlich gemacht, dass er darin Gedanken verarbeitet, die ihn über einen längeren Zeitraum beschäftigt hatten. Das Stück ist deshalb nicht nur als Hommage an seinen Vater angelegt. Es greift auch Erfahrungen aus einer Vater-Sohn-Beziehung auf, in der gemeinsame Zeit nach Darstellung beider nicht immer selbstverständlich war.
Dabei ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Aus den öffentlichen Aussagen von Vater und Sohn lässt sich kein aktueller Zerwürfnis ableiten. Vielmehr haben beide in den vergangenen Jahren offen darüber gesprochen, dass Peter Maffays intensive Karriere Auswirkungen auf das Familienleben hatte und Yaris manches erst später nachvollziehen konnte.
Yaris Makkay hatte im Juli in einem gemeinsamen Interview mit seinem Vater erklärt, dass ihn das Thema hinter „Papa“ über Jahre beschäftigt habe. Als Kind habe er nicht verstanden, warum sein Vater bestimmte Entscheidungen getroffen habe und weshalb dieser zeitweise nicht so präsent gewesen sei, wie er es sich gewünscht habe.
Der Musiker bezeichnete den Song dabei sinngemäß weniger als Kritik denn als Versuch einer eigenen Erklärung. Mit zunehmendem Alter und seiner eigenen Arbeit als Musiker habe sich sein Blick auf seinen Vater verändert.
Diese Perspektive ist für das Verständnis des Liedes entscheidend. „Papa“ beschreibt keine öffentlich ausgetragene aktuelle Auseinandersetzung. Vielmehr verarbeitet Yaris seine persönlichen Erinnerungen und verbindet sie mit der heutigen Beziehung zu seinem Vater.
Auch Peter Maffay hat in der Vergangenheit selbstkritisch darüber gesprochen, dass seine Karriere viel Zeit beanspruchte. Er räumte öffentlich ein, wichtige gemeinsame Zeit mit seinem Sohn verpasst zu haben.
Peter Maffay kennt den Song seines Sohnes und hat sich positiv dazu geäußert. Vor dem Fernsehgarten-Auftritt erklärte er, dass ihn das Lied zunächst überrascht habe, er es aber für einen guten Song halte. Er verstehe das Stück als etwas, mit dem sein Sohn ihm eine Freude machen wolle. Zugleich beschrieb Peter Maffay das heutige Verhältnis der beiden als sehr gut.
„Papa“ war zudem bereits vor der Fernsehgarten-Premiere live zu hören. Im Juli spielte Yaris das Lied bei einem Konzert in Rosenheim, bei dem Vater und Sohn gemeinsam auf der Bühne standen. Für Yaris hatte dieser Auftritt nach eigenen öffentlichen Äußerungen eine besondere Bedeutung.
Dass beide inzwischen auch musikalisch gemeinsam auftreten, bedeutet allerdings nicht, dass Yaris seine Karriere lediglich als Fortsetzung der Laufbahn seines Vaters versteht.
Yaris Makkay tritt als Künstler unter dem Namen YARIS auf. Damit versucht er seit Beginn seiner eigenen Laufbahn, musikalisch als eigenständiger Künstler wahrgenommen zu werden.
Er hat zugleich eingeräumt, dass er sich früher bewusst von der Musik seines Vaters abgrenzen wollte. Inzwischen gehe er anders damit um. Er wolle seinen eigenen Weg verfolgen, sehe aber keinen Grund mehr, den Einfluss Peter Maffays auf ihn zu verleugnen.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in „Papa“ wider. Der Song verbindet die Suche nach einer eigenen musikalischen Identität mit der Anerkennung dessen, was der Vater ihm mitgegeben hat.
Yaris hat bereits vor dem aktuellen Song eigene Musik veröffentlicht. Zu seinen Veröffentlichungen gehören mehrere Singles sowie das Album „Kein Plan B“ aus dem Jahr 2025. „Papa“ erweitert dieses Repertoire um ein Stück, dessen persönlicher Hintergrund öffentlich deutlich stärker im Mittelpunkt steht als bei früheren Veröffentlichungen.
Mit dem Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ erhielt der Song nun eine Bühne außerhalb der gemeinsamen Konzertauftritte mit Peter Maffay und der eigenen Tournee von Yaris. Die sonntägliche ZDF-Sendung gehört seit Jahrzehnten zum festen Unterhaltungsprogramm des Senders und bringt regelmäßig etablierte Künstler und Nachwuchsmusiker zusammen.
Für Yaris bedeutet der Auftritt deshalb vor allem eine weitere Station seiner eigenen Laufbahn. Dass ausgerechnet „Papa“ für seine erste Fernsehgarten-Performance ausgewählt wurde, verbindet diese Karriereetappe zugleich unmittelbar mit der bekannten Familiengeschichte.
Der Auftritt macht damit sichtbar, wie der junge Musiker inzwischen mit der prominenten Herkunft umgeht. Statt sich vollständig vom Namen seines Vaters abzugrenzen, greift er die gemeinsame Geschichte in seiner Musik auf, ohne seinen Anspruch auf eine eigene Karriere aufzugeben.
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