
Eine 56-jährige Radfahrerin aus Velen im Kreis Borken ist nach einem schweren Verkehrsunfall gestorben. Die Frau war bereits am Montagnachmittag, 7. September 2026, auf der Heidener Straße mit einem Transporter zusammengestoßen und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Am Dienstagmorgen bestätigte die Kreispolizeibehörde Borken, dass die Frau ihren Verletzungen erlegen ist.
Der Unfall ereignete sich im Zusammenhang mit einem Überholvorgang. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand waren die 56-Jährige und ein 29-jähriger Fahrer eines Transporters aus Gronau in derselben Richtung nach Velen unterwegs. Der Mann überholte die Radfahrerin. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es anschließend auf der Gegenfahrbahn zum Zusammenstoß zwischen beiden. Die genauen Hintergründe des Unfalls blieben zunächst offen.
Der Zusammenstoß ereignete sich am Montag kurz nach 15 Uhr auf der Heidener Straße. Radio WMW hatte unter Berufung auf Angaben der Kreispolizei den Bereich an der Einmündung zur Rekener Straße als Unfallstelle genannt. Bereits um 15.06 Uhr veröffentlichte die Kreispolizeibehörde Borken eine erste Meldung über den Einsatz von Polizei und Rettungsdienst.
Nach der Kollision kam der Transporter, der einen Anhänger zog, von der Straße ab und blieb auf einem angrenzenden Maisfeld stehen. Der 29-jährige Fahrer erlitt nach der abschließenden Polizeimeldung leichte Verletzungen. Die Radfahrerin wurde lebensgefährlich verletzt. Ein Rettungshubschrauber brachte sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Der WDR berichtete am Dienstagvormittag unter Berufung auf die Kreispolizeibehörde Borken, dass die 56-Jährige mit einem E-Bike unterwegs gewesen sei. In den schriftlichen Pressemitteilungen der Polizei selbst wird das Fahrzeug dagegen lediglich als Fahrrad bezeichnet. Der WDR berichtet zudem, dass die Frau einen Helm getragen habe.
Warum es während beziehungsweise unmittelbar im Zusammenhang mit dem Überholvorgang zur Kollision kam, ist bislang nicht geklärt. Die Kreispolizeibehörde Borken macht in ihrer abschließenden Meldung ausdrücklich keine Angaben dazu, welchem der Beteiligten ein mögliches Fehlverhalten zuzurechnen sein könnte. Fest steht nach dem bisherigen Ermittlungsstand lediglich, dass beide zunächst in Richtung Velen unterwegs waren, der Transporter die Radfahrerin überholte und beide anschließend auf der Gegenfahrbahn kollidierten.
Für die Rekonstruktion des Geschehens wurde ein spezialisiertes Unfallaufnahmeteam hinzugezogen. Solche Teams dokumentieren bei schweren Verkehrsunfällen unter anderem Spuren und die Lage der beteiligten Fahrzeuge, damit der Ablauf anschließend genauer rekonstruiert werden kann. Die Ermittlungen zum konkreten Unfallhergang in Velen dauern nach Angaben der Polizei an.
Die Polizei bezifferte den entstandenen Sachschaden zunächst auf insgesamt rund 7.000 Euro. Angaben zu weiteren Beteiligten machte die Behörde in ihrer Abschlussmeldung nicht.
Wegen der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme wurde die Heidener Straße vollständig gesperrt. Die Sperrung betraf nach Angaben der Polizei den Abschnitt zwischen der B67 und der Rekener Straße. Die Behörde hatte die Vollsperrung am Montagnachmittag zunächst in einer gesonderten Nachtragsmeldung bestätigt.
Bis zum frühen Montagabend waren die Arbeiten an der Unfallstelle abgeschlossen. In ihrer um 18.29 Uhr veröffentlichten Abschlussmeldung erklärte die Polizei, dass die Unfallaufnahme beendet und die Straße wieder freigegeben worden sei. Am Dienstag besteht damit keine unfallbedingte Sperrung dieses Abschnitts mehr.
Der Unfall in Velen steht zugleich in einem größeren Zusammenhang mit schweren Fahrradunfällen im deutschen Straßenverkehr. Nach endgültigen beziehungsweise vorläufig detaillierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes starben im Jahr 2025 insgesamt 462 Menschen bei Verkehrsunfällen, während sie mit einem Fahrrad unterwegs waren. Das entsprach rund 16 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland. Unter den getöteten Radfahrenden waren 217 Menschen mit einem Pedelec unterwegs.
Insgesamt kamen 2025 nach den endgültigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen in Deutschland ums Leben. Rund 371.000 wurden verletzt. Besonders innerhalb geschlossener Ortschaften haben Menschen zu Fuß oder auf dem Fahrrad einen hohen Anteil an den tödlich Verunglückten. Von 960 Verkehrstoten innerorts waren 2025 insgesamt 285 mit einem Fahrrad unterwegs.
Auch bei Fahrradunfällen mit Verletzten sind andere Verkehrsteilnehmer häufig beteiligt. Destatis registrierte für 2025 insgesamt 95.794 Fahrradunfälle mit Personenschaden. Bei 66,5 Prozent davon war mindestens ein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt. In knapp 70 Prozent dieser Fälle handelte es sich um einen Pkw. Die bundesweiten Zahlen lassen jedoch keine Rückschlüsse auf Ursache oder Verantwortlichkeit bei dem Unfall in Velen zu.
Für den Zusammenstoß auf der Heidener Straße ist weiterhin offen, wodurch es während des Überholvorgangs zur Kollision auf der Gegenfahrbahn kam. Offiziell bestätigt sind der Ablauf bis zum Überholen, die Kollision, die lebensgefährlichen Verletzungen der 56-Jährigen und ihr späterer Tod. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu