Feuer in Schlachtbetrieb am Bodensee verursacht hohen Schaden

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem Brand in einem zur Geflügelschlachtung genutzten Gebäude bei Überlingen am Bodensee ist ein Sachschaden von rund 200.000 Euro entstanden. Das Feuer brach am Dienstagmorgen, 8. September 2026, auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Überlinger Teilort Bambergen aus. Verletzt wurde niemand. Auch Tiere kamen nach Angaben von Polizei und Feuerwehr nicht zu Schaden. Rund 60 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.

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Die Feuerwehr wurde gegen 6.15 Uhr zu dem Gut Neuhof bei Bambergen alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte es bereits offen im Bereich des Dachs und der Fassade eines Gebäudeteils, der für die Schlachtung und Verarbeitung von Geflügel genutzt wird. Schon während der Anfahrt war nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr eine deutliche Rauchentwicklung zu erkennen.

Beschäftigte verlassen Gebäude unverletzt

Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich Beschäftigte in dem betroffenen Gebäude. Sie konnten es selbstständig verlassen und blieben unverletzt. Tiere befanden sich nach Angaben der Polizei nicht in dem Gebäude. Damit gab es trotz des größeren Feuerwehreinsatzes weder bei Menschen noch bei Tieren Verletzte.

Die Feuerwehr begann nach ihrem Eintreffen mit einem umfangreichen Löschangriff. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz vor. Um an Brandstellen heranzukommen, öffneten die Einsatzkräfte Teile des Dachs und der Fassade. Dabei kam auch eine Drehleiter zum Einsatz. Entscheidend war, eine Ausbreitung auf weitere Bereiche des landwirtschaftlichen Anwesens zu verhindern. Nach Angaben von Feuerwehr und Polizei gelang dies.

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Für die Löschwasserversorgung nutzten die Einsatzkräfte sowohl das Hydrantennetz als auch wasserführende Feuerwehrfahrzeuge. Zusätzlich wurde eine Wasserentnahme aus einem auf dem Hof vorhandenen Löschwasserteich vorbereitet. Das Feuer konnte vergleichsweise schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nachlöscharbeiten und der anschließende Rückbau zogen sich allerdings bis gegen 10 Uhr hin.

60 Feuerwehrkräfte und 17 Fahrzeuge im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Überlingen war mit insgesamt 60 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen vor Ort. Beteiligt waren die Einsatzabteilungen Bambergen, Lippertsreute und Stadt sowie der Ausrückbereich West. Weitere überörtliche Kräfte waren aufgrund des zunächst gemeldeten Einsatzumfangs vorsorglich alarmiert worden, konnten ihre Anfahrt nach den erfolgreichen ersten Löschmaßnahmen jedoch wieder abbrechen.

Neben der Feuerwehr waren die Landespolizei, der Rettungsdienst und eine Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes in den Einsatz eingebunden. Auch ein Veterinär des Landratsamtes Bodenseekreis wurde zur Einsatzstelle gerufen.

Der SWR berichtete am Dienstagvormittag ebenfalls von zeitweise bis zu 60 Einsatzkräften. Während der Nachlöscharbeiten wurde demnach nach möglichen Glutnestern gesucht und dafür unter anderem das Dach eines Gebäudebereichs geöffnet.

Polizei geht zunächst von technischem Defekt aus

Zur Brandursache hat das Polizeipräsidium Ravensburg Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus. Die Polizei veröffentlichte diese Einschätzung ausdrücklich als vorläufiges Ergebnis.

Der SWR berichtete unter Berufung auf einen Polizeisprecher konkreter, möglicherweise habe ein Elektrokasten den Brand ausgelöst. Eine endgültig festgestellte Brandursache war damit zunächst nicht verbunden. Die Feuerwehr selbst erklärte in ihrem Einsatzbericht, dass die Ursache Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen sei.

Die Polizei schätzte den entstandenen Sachschaden auf rund 200.000 Euro. Die Flammen waren nach ihrer Darstellung zügig gelöscht worden, wodurch ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude verhindert werden konnte.

Folgen für den Schlachtbetrieb zunächst nicht beziffert

Das betroffene Gebäude gehört zu einem landwirtschaftlichen Betrieb, auf dem Geflügel gehalten, geschlachtet und verarbeitet wird. Das Feuer traf damit einen unmittelbar für die Verarbeitung genutzten Gebäudebereich. Angaben dazu, wie stark Anlagen oder Maschinen beschädigt wurden und wann dieser Bereich wieder vollständig genutzt werden kann, lagen zunächst nicht vor.

Auch zu möglichen Produktionsausfällen oder einer vorübergehenden Unterbrechung des Schlachtbetriebs gab es zunächst keine bestätigten Angaben. Gesichert ist, dass die Feuerwehr eine Ausbreitung auf weitere Gebäude verhindern konnte. Dadurch blieb der Brandschaden räumlich begrenzt.

Mit rund 200.000 Euro Sachschaden handelt es sich dennoch um einen erheblichen Gebäudebrand. Die weiteren Ermittlungen des Polizeireviers Überlingen sollen nun insbesondere die genaue technische Ursache klären.

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