Eberl widerspricht Berichten über Verhältnis zu Freund deutlich

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Beim FC Bayern München stehen neben der sportlichen Kaderplanung auch wichtige Personalentscheidungen auf der Führungsebene an. Sportvorstand Max Eberl hat Berichte über ein angeblich zerrüttetes Verhältnis zu Sportdirektor Christoph Freund entschieden zurückgewiesen. Gleichzeitig sprach er sich öffentlich für eine Verlängerung mit dem Österreicher aus. Auch zur langfristigen Zukunft von Michael Olise bezog Eberl Stellung. Die Aussagen erschienen am 9. September in einem Interview mit der Sport Bild.

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Damit treffen bei den Bayern derzeit zwei unterschiedliche Themen zusammen. Einerseits geht es um die Zusammenarbeit von Eberl und Freund innerhalb der sportlichen Führung, andererseits um konkrete Vertragsentscheidungen. Während Eberls eigene Zukunft bereits geklärt ist, steht eine Verlängerung mit Freund noch aus. Bei Olise besteht dagegen kein kurzfristiger Handlungsdruck.

Eberl weist Darstellung über Verhältnis zu Freund zurück

Auf die Behauptung, sein Verhältnis zu Freund sei zerrüttet, reagierte Eberl im Interview mit der Sport Bild unmissverständlich: „Das ist Bullshit!“ Anschließend bezeichnete er die Darstellung als „eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte, die ich nicht nachvollziehen kann“. Die Zusammenarbeit funktioniere aus seiner Sicht „sehr gut miteinander“.

Eberl erklärte außerdem, beide hätten beim FC Bayern klar definierte Aufgaben und arbeiteten gemeinsam für den Erfolg des Klubs. Damit liegt eine eindeutige öffentliche Gegendarstellung des Sportvorstands vor. Der FC Bayern selbst veröffentlichte bislang keine separate Mitteilung zu den Behauptungen über das Verhältnis zwischen Eberl und Freund.

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Ein eindeutig belegbarer ursprünglicher Erstbericht, in dem das Verhältnis der beiden Verantwortlichen erstmals als zerrüttet bezeichnet wurde, ist nicht festzumachen. Entsprechend lässt sich diese Darstellung keinem einzelnen Medium zweifelsfrei als Ursprung zuschreiben.

Die organisatorische Hierarchie ist dagegen klar: Eberl gehört als Sportvorstand dem Vorstand der FC Bayern München AG an. Freund arbeitet als Sportdirektor auf der operativen sportlichen Ebene. Der Aufsichtsrat des FC Bayern verlängerte Eberls Vertrag am 25. August 2026 offiziell bis zum 30. Juni 2029. Gleichzeitig wurde auch der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen bis 2029 verlängert. Der Klub begründete die Entscheidungen mit Kontinuität und Stabilität auf der Führungsebene.

Vertragsverlängerung von Christoph Freund weiter offen

Bei Christoph Freund ist die Situation anders. Sein derzeitiger Vertrag läuft nach übereinstimmenden veröffentlichten Angaben im Sommer 2027 aus. Ein neuer Vertrag ist vom FC Bayern bislang nicht offiziell bekanntgegeben worden. Eberl sprach sich im Sport-Bild-Interview jedoch eindeutig für eine weitere Zusammenarbeit aus. Seine Verlängerung solle aus seiner Sicht „schnell und lautlos“ erfolgen. Für ihn stelle sich die grundsätzliche Frage einer Verlängerung nicht.

Freund selbst hatte bereits am 4. September in einem Interview mit Sky Sport über seine Vertragssituation gesprochen. Sky veröffentlichte das Gespräch unter der Überschrift „Keine Hektik“. Eine unmittelbar bevorstehende Vertragsunterschrift kündigte Freund dabei nicht an. Eine offizielle Mitteilung des FC Bayern über eine Einigung existiert bislang ebenfalls nicht.

Der 49-jährige Österreicher ist seit dem 1. September 2023 Sportdirektor des FC Bayern. Zuvor arbeitete er 17 Jahre lang für Red Bull Salzburg. Dort begann er 2006 als Teammanager, wurde später Sportkoordinator und übernahm zur Saison 2015/16 die Position des Sportdirektors von Ralf Rangnick. Der FC Bayern führt Salzburg von 2006 bis 2023 als Freunds vorherige Station als Funktionär.

Damit bilden Eberl und Freund beim FC Bayern seit Eberls Amtsantritt als Sportvorstand im März 2024 die zentrale sportliche Führung unterhalb beziehungsweise innerhalb des Vorstands. Freund ist insbesondere in Kaderplanung, Transfers und Talententwicklung eingebunden, während Eberl als Vorstandsmitglied die übergeordnete sportliche Verantwortung trägt.

Michael Olise besitzt Vertrag bis 2029

Auch die Zukunft von Michael Olise war Gegenstand des Sport-Bild-Interviews. Der französische Nationalspieler besitzt beim FC Bayern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Diese Laufzeit ist vom Verein offiziell bestätigt und wird auch weiterhin im Spielerprofil des Klubs geführt.

Eberl machte deutlich, dass Bayern bei Olise derzeit nicht unter Verkaufsdruck steht. Gleichzeitig formulierte der Sportvorstand bereits einen zeitlichen Orientierungspunkt für Gespräche über eine mögliche Verlängerung. „Wir sollten bis zum nächsten Sommer wissen, ob es eine Tendenz zur Verlängerung von seiner Seite aus gibt oder nicht“, sagte Eberl. Damit bezog er sich auf den Sommer 2027, zu dem Olises bestehender Vertrag noch zwei weitere Jahre laufen würde.

Eine bereits vereinbarte Verlängerung ist damit nicht verbunden. Auch eine konkrete neue Vertragslaufzeit wurde weder von Eberl noch vom FC Bayern öffentlich bestätigt.

Olise wurde schnell zu einem Schlüsselspieler

Olise ist 24 Jahre alt und wird beim FC Bayern vor allem auf der rechten offensiven Seite eingesetzt. Der Münchner Klub verpflichtete ihn am 7. Juli 2024 von Crystal Palace. Bayern selbst nannte damals keine Ablösesumme. Die BBC bezifferte den Transfer auf rund 60 Millionen Euro beziehungsweise 50 Millionen Pfund. Diese Summe ist daher als berichtete Ablöse und nicht als offiziell vom FC Bayern bestätigter Betrag einzuordnen.

Vor Crystal Palace spielte Olise im Profibereich für Reading. In der Jugend durchlief er zudem Stationen beim FC Arsenal, FC Chelsea und Manchester City. Beim FC Bayern wird er offiziell als Angreifer geführt und überwiegend auf dem rechten Flügel eingesetzt.

In der Bundesliga-Saison 2025/26 kam Olise auf 32 Einsätze. Dabei erzielte er 15 Tore und bereitete 19 weitere Treffer vor. Das weist die offizielle Bundesliga-Statistik aus. Das DFB-Datencenter verzeichnet für die Saison außerdem 13 Champions-League-Spiele und sechs Einsätze im DFB-Pokal. Zusammen mit dem Supercup kam Olise damit auf 52 Pflichtspiele in den dort erfassten Wettbewerben der Spielzeit.

Bayern setzt in Führung und Kader auf langfristige Planung

Die drei Personalien haben unterschiedliche Zeithorizonte. Bei Eberl hat der Aufsichtsrat mit der Verlängerung bis 2029 bereits für langfristige Klarheit gesorgt. Bei Freund steht die Entscheidung noch aus, Eberl hat sich allerdings öffentlich eindeutig für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgesprochen. Eine unterschriebene Verlängerung ist bisher nicht bekanntgegeben worden.

Olise wiederum ist ohnehin noch fast drei Jahre gebunden. Eberls Aussage zeigt deshalb vor allem, dass der FC Bayern bei einem seiner wichtigsten Offensivspieler frühzeitig Klarheit über eine noch längere Zusammenarbeit anstrebt. Ein unmittelbar bevorstehender Abschied lässt sich daraus nicht ableiten.

Auch in der Kaderplanung verfolgt Eberl nach eigenen Angaben eine langfristige Linie. Im Sport-Bild-Interview erklärte er, Bayern wolle Spieler verpflichten, mit denen Titel gewonnen werden könnten, gleichzeitig aber verstärkt junge Profis aus der eigenen Akademie entwickeln. Die Personalien Freund und Olise betreffen damit zwei Ebenen derselben Planung: die Struktur der sportlichen Führung und die langfristige Bindung zentraler Spieler.

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