WhatsApp zieht bei alten Android-Handys die Grenze

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Grzegorz Walczak

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Für Besitzer älterer Android-Smartphones hat sich bei WhatsApp eine wichtige Voraussetzung geändert. Seit dem 8. September 2026 unterstützt der Messenger nur noch Geräte mit Android 6 oder einer neueren Version des Betriebssystems. Smartphones, die weiterhin unter Android 5 laufen und kein neueres System installieren können, fallen damit aus dem offiziell unterstützten Bereich.

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WhatsApp selbst nennt Android 6.0 inzwischen als Mindestanforderung für seine Android-App. Auf der Downloadseite des Messengers wird für die dort angebotene Version 2.26.32.84 ausdrücklich Android 6.0 oder höher vorausgesetzt. Im Hilfebereich hatte das Unternehmen die Umstellung bereits angekündigt und den 8. September 2026 als Stichtag genannt.

WhatsApp auf Android 5 wird nicht mehr unterstützt

Wer WhatsApp auf Android 5 verwendet, sollte deshalb prüfen, ob für das eigene Smartphone noch ein Systemupdate verfügbar ist. Entscheidend ist nicht allein das Alter des Handys, sondern die darauf installierte Android-Version. Kann das Gerät auf Android 6 oder eine neuere Ausgabe aktualisiert werden, erfüllt es weiterhin die von WhatsApp genannten Mindestanforderungen.

Ist ein solches Update technisch nicht möglich, wird das Gerät von WhatsApp nicht mehr offiziell unterstützt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die App auf jedem betroffenen Smartphone zum exakt gleichen Zeitpunkt vollständig unbrauchbar wird. WhatsApp macht jedoch deutlich, dass Nutzer ihr Betriebssystem aktualisieren oder auf ein unterstütztes Gerät wechseln müssen, um den Messenger weiterhin regulär verwenden zu können. Vor dem Ende der Unterstützung weist WhatsApp nach eigenen Angaben mehrfach innerhalb der App auf die notwendige Aktualisierung hin.

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Die neue Grenze betrifft Android 5.0 und Android 5.1. Android 6.0, auch unter dem Namen Marshmallow bekannt, bleibt dagegen vorerst kompatibel. Die Version stammt bereits aus dem Jahr 2015. Im Android Open Source Project sind erste Android-6.0-Versionen aus dem Herbst 2015 dokumentiert.

Warum WhatsApp ältere Systeme aussortiert

Das regelmäßige Ende der Unterstützung für alte Betriebssysteme ist bei WhatsApp kein ungewöhnlicher Vorgang. Das Unternehmen überprüft nach eigenen Angaben jedes Jahr, welche Geräte und Softwareversionen besonders alt sind und nur noch von vergleichsweise wenigen Menschen verwendet werden.

Dabei spielt auch die technische Sicherheit eine Rolle. Ältere Geräte können aktuelle Sicherheitsupdates nicht mehr erhalten oder Funktionen vermissen, die neuere Versionen des Messengers benötigen. WhatsApp begründet das Aus für alte Systeme deshalb damit, aktuelle technische und sicherheitsrelevante Entwicklungen unterstützen zu können.

Android 6 brachte bereits gegenüber Android 5 erhebliche Änderungen an der Plattform. Dazu gehörte beispielsweise ein neues Berechtigungsmodell, bei dem Nutzer App-Berechtigungen während der Nutzung einzeln erlauben oder entziehen können. Google führt Android 6 als API-Level 23.

Für aktuelle Smartphones hat die Änderung praktisch keine Auswirkungen. Die Mindestanforderung liegt weiterhin deutlich unter den Android-Versionen, die auf neueren Geräten eingesetzt werden. Relevant ist sie vor allem bei älteren Smartphones, die über viele Jahre weiterverwendet wurden und vom jeweiligen Hersteller keine neueren Betriebssystemversionen mehr erhalten.

Betroffene Nutzer sollten zunächst die Android-Version prüfen

Bevor ein neues Smartphone notwendig wird, lohnt sich daher ein Blick in die Geräteeinstellungen. Dort lässt sich in der Regel unter den Informationen zum Telefon oder zum Betriebssystem feststellen, welche Android-Version installiert ist. Die genaue Bezeichnung des Menüpunkts unterscheidet sich je nach Hersteller.

Steht dort Android 6 oder eine höhere Versionsnummer, erfüllt das Gerät weiterhin die aktuelle Mindestanforderung von WhatsApp. Bei Android 5 sollte zunächst geprüft werden, ob der Hersteller noch ein Update auf eine neuere Version anbietet.

Kann das Betriebssystem nicht mehr aktualisiert werden, ist ein Wechsel auf ein unterstütztes Gerät die langfristige Lösung. Vor einem Gerätewechsel sollten Nutzer zudem darauf achten, ihre Chats entsprechend den von WhatsApp angebotenen Möglichkeiten zu übertragen oder zu sichern.

WhatsApp weist außerdem darauf hin, dass Smartphones während der Einrichtung eines Kontos SMS oder Telefonanrufe empfangen können müssen. Reine WLAN-Geräte können deshalb nicht als neues Hauptgerät für die Registrierung eines WhatsApp-Kontos verwendet werden.

Auch für ältere iPhones steht die nächste Änderung fest

Die nächste bereits angekündigte Anpassung betrifft Apple-Geräte. Derzeit unterstützt WhatsApp auf dem iPhone noch iOS 15.1 oder neuer. Ab dem 30. November 2026 steigt die Mindestanforderung jedoch auf iOS 15.5. Auch diesen Termin nennt WhatsApp ausdrücklich in seinem Hilfebereich.

Für iPhone-Nutzer gilt damit dieselbe Grundregel wie auf Android: Entscheidend ist, ob das Gerät eine ausreichend neue Betriebssystemversion installieren kann. Wer deutlich ältere Hardware verwendet, sollte deshalb rechtzeitig kontrollieren, ob das eigene Smartphone die kommenden Mindestanforderungen noch erfüllt.

Die jetzt wirksam gewordene Android-Änderung ist damit Teil einer fortlaufenden technischen Bereinigung. Für die große Mehrheit der WhatsApp-Nutzer dürfte sie kaum bemerkbar sein. Für Menschen mit sehr alten Smartphones kann sie dagegen darüber entscheiden, ob der Messenger auf dem bisherigen Gerät weiterhin regulär genutzt werden kann.

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