Vodafone unter Druck: OXG-Deal belastet die Aktie

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Die Vodafone-Aktie hat am Mittwoch nachgegeben. Hintergrund sind mögliche finanzielle Folgen eines Gesellschafterwechsels beim deutschen Glasfaser-Gemeinschaftsunternehmen OXG. Vodafone könnte dabei auf ursprünglich vereinbarte künftige Zahlungen von insgesamt bis zu 1,082 Milliarden Euro verzichten müssen. Dabei handelt es sich nicht um einen bereits verbuchten Verlust in dieser Höhe, sondern um Zahlungen, die teilweise vom Ausbaufortschritt und der Entwicklung des Gemeinschaftsunternehmens abhängig waren.

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An der Londoner Börse notierte die Vodafone-Aktie zwischenzeitlich bei 129,65 Pence und damit 1,18 Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages von 131,20 Pence. Investing.com wies für diesen Kurs den Zeitstempel 03:36:59 aus. Die dortige Kursanzeige bezeichnete die Daten als Echtzeitdaten. Eine andere Marktindikation von MarketScreener lag am Mittwoch um 04:46:39 Uhr US-Ostküstenzeit bei 130,32 Pence und 0,67 Prozent im Minus. Kurse können sich im laufenden Handel jederzeit verändern.

Société Générale übernimmt Hälfte von OXG

Vodafone hatte bereits Anfang September mitgeteilt, dass Société Générale den bisherigen 50-Prozent-Anteil von Geodesia Holding an OXG Glasfaser Beteiligungs-GmbH übernehmen will. Die andere Hälfte bleibt bei Vodafone. Der Abschluss steht noch unter üblichen regulatorischen Genehmigungen und weiteren Vollzugsbedingungen. Vodafone erklärte, der neue Anteilseigner sichere OXG einen verlässlichen Finanzierungspartner und ermögliche die Fortsetzung des Glasfaserausbaus in Deutschland.

Brisant sind dabei ältere Vereinbarungen aus der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens. Vodafone hatte 2022 angekündigt, von Altice insgesamt bis zu 1,2 Milliarden Euro erhalten zu können. Davon entfielen 120 Millionen Euro auf eine Zahlung zum Abschluss der Transaktion. Weitere bis zu 487 Millionen Euro sollten abhängig vom Ausbaufortschritt folgen. Hinzu kam eine mögliche erfolgsabhängige Zahlung von bis zu 595 Millionen Euro.

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Zusammen ergeben die beiden noch ausstehenden Komponenten maximal 1,082 Milliarden Euro.

Künftige Zahlungen könnten wegfallen

Nach Angaben der Financial Times soll Société Générale die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen von Geodesia nicht übernehmen. Damit könnte Vodafone die noch möglichen Zahlungen von bis zu 487 Millionen Euro sowie den erfolgsabhängigen Betrag von bis zu 595 Millionen Euro nicht mehr erhalten. Vodafone hat diese konkrete finanzielle Konsequenz bislang nicht in einer eigenen Mitteilung beziffert.

Der Betrag von mehr als einer Milliarde Euro ist deshalb nicht mit einem unmittelbaren bilanziellen Verlust gleichzusetzen. Ein Teil der Summe war ohnehin an Bedingungen geknüpft. Die Zahlung von bis zu 487 Millionen Euro sollte erst mit dem weiteren Ausbau des Netzes einsetzen. Die zusätzlichen 595 Millionen Euro waren von der wirtschaftlichen Entwicklung des Glasfaserunternehmens abhängig.

OXG soll Millionen Haushalte mit Glasfaser erreichen

OXG war als Gemeinschaftsunternehmen von Vodafone und Altice gegründet worden, um den Glasfaserausbau in Deutschland voranzutreiben. Ursprünglich waren Investitionen von bis zu rund sieben Milliarden Euro vorgesehen. Das Netz sollte über mehrere Jahre bis zu sieben Millionen Haushalte und Unternehmen erreichen.

Zuletzt meldete Vodafone am 10. September, dass über OXG und eigene Ausbauaktivitäten die Marke von einer Million erreichten Haushalten überschritten worden sei. Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres sollen es nach Unternehmensangaben mehr als 1,2 Millionen sein.

Für Vodafone bleibt Deutschland einer der wichtigsten Märkte. Entsprechend aufmerksam reagieren Anleger auf Veränderungen bei Finanzierung und Ertragsperspektiven großer Infrastrukturprojekte. Die Kursverluste vom Mittwoch zeigen, dass die möglichen finanziellen Auswirkungen des OXG-Gesellschafterwechsels auch an der Börse Beachtung finden.

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