
Autofahrer müssen sich am kommenden Wochenende in Hamburg auf eine weitreichende Sperrung der A7 einstellen. Die Autobahn wird von Freitagabend, 25. September 2026, bis zum frühen Montagmorgen, 28. September, zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld vollständig gesperrt. Auch der Hamburger Elbtunnel ist in dieser Zeit nicht befahrbar. Die Vollsperrung dauert nach Angaben der Autobahn GmbH Nord insgesamt 55 Stunden.
Die Sperrung beginnt am Freitag um 22 Uhr und soll am Montag um 5 Uhr enden. Bereits eine Stunde vorher werden mehrere Zufahrtsrampen geschlossen. Die Anschlussstelle Hamburg-Volkspark ist sogar schon ab Freitagmorgen betroffen. Hintergrund sind unter anderem abschließende Arbeiten an der Hochstraße Elbmarsch sowie Bauarbeiten am Lärmschutzprojekt Deckel Altona. Gleichzeitig nutzt die Autobahn GmbH die Sperrung für Wartungsarbeiten.
Die Vollsperrung betrifft die A7 in beiden Fahrtrichtungen zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Stellingen mit der Nummer 26 und Hamburg-Heimfeld mit der Nummer 32. Damit ist auch eine Durchfahrt durch den Elbtunnel nicht möglich.
Die Sperrungen der Rampen beginnen am Freitag bereits um 21 Uhr. Betroffen sind nach Angaben der Autobahn GmbH die Anschlussstellen Hamburg-Stellingen in Richtung Süden, Hamburg-Bahrenfeld, Hamburg-Othmarschen, Hamburg-Waltershof sowie Hamburg-Hausbruch. An der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld wird die Auffahrt in Richtung Norden gesperrt.
Eine Besonderheit gilt für Hamburg-Volkspark. Dort werden die Auffahrten in beiden Fahrtrichtungen bereits am Freitag, 25. September, um 5 Uhr geschlossen. Die Ausfahrt aus Richtung Norden in Richtung Arena und Stadion soll noch bis 21 Uhr möglich bleiben. Verkehrsteilnehmer sollen während dieser Phase auf die Anschlussstelle Hamburg-Stellingen ausweichen.
Ein wesentlicher Grund für die 55-stündige Sperrung sind letzte Arbeiten an der Hochstraße Elbmarsch südlich des Elbtunnels. Das Bauwerk wurde im Zuge des A7-Ausbaus auf acht Fahrstreifen erweitert.
Nach Abschluss der Arbeiten soll die neue Verkehrsführung vollständig freigegeben werden. Die Hochstraße verbindet den Elbtunnel mit dem Bereich des künftigen Autobahnkreuzes Hamburg-Hafen. Die Autobahn GmbH gibt ihre Länge mit rund vier Kilometern an und bezeichnet sie als längste Autobahnbrücke Deutschlands.
Die Arbeiten an diesem Abschnitt liefen über mehrere Jahre. Bereits Anfang September war die A7 zwischen Stellingen und Heimfeld in Richtung Süden gesperrt worden. Damals standen unter anderem Prüfungen des Bauwerks und Arbeiten an der Verkehrsführung südlich des Elbtunnels an.
Parallel dazu wird während der bevorstehenden Vollsperrung am sogenannten Deckel Altona gearbeitet. Das Projekt gehört zum Ausbau der A7 in Hamburg und soll den Autobahnverkehr in Teilen Altonas künftig in einem Lärmschutztunnel führen. Zusätzlich sind Wartungsarbeiten vorgesehen, die andernfalls einzelne Fahrstreifensperrungen notwendig machen würden.
Für überregionalen Verkehr empfiehlt die Autobahn GmbH ausdrücklich, Hamburg während der Sperrung weiträumig zu umfahren. Als großräumige Umleitung ist eine Strecke über die A1, die A21 und die B205 vorgesehen. Diese Route gilt für beide Fahrtrichtungen. Sie wird auf den Autobahnen über elektronische Netzbeeinflussungsanlagen angezeigt.
Wer aus Richtung Norden kommt und normalerweise die A7 durch Hamburg nutzen würde, kann damit bereits außerhalb des Stadtgebiets auf die Umleitungsroute wechseln. Auch in Gegenrichtung soll der überregionale Verkehr entsprechend um Hamburg herumgeführt werden.
Für den örtlichen Verkehr werden zusätzliche Hinweise aufgestellt. Ab Hamburg-Schnelsen-Nord und Hamburg-Schnelsen sowie an den Ableitungen in Stellingen und Heimfeld weisen Tafeln auf Strecken in Richtung der Hamburger Elbbrücken hin.
Die Erfahrung früherer Sperrwochenenden zeigt, dass insbesondere innerstädtische Ausweichrouten stark belastet werden können. Bei einer A7-Sperrung im Juni kam es unter anderem auf Zufahrten zu den Elbbrücken und weiteren Straßen im Hamburger Süden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Für Großraum- und Schwertransporte ist während der Vollsperrung keine Durchfahrt möglich. Nach Angaben der Autobahn GmbH werden jeweils die letzten geeigneten Parkmöglichkeiten ausgeschildert. Unternehmen und Fahrer solcher Transporte müssen ihre Routen entsprechend anpassen.
Auch für den übrigen Fernverkehr empfiehlt sich eine frühzeitige Routenplanung. Die A7 gehört zu den zentralen Nord-Süd-Achsen Deutschlands und verbindet unter anderem Schleswig-Holstein und Hamburg mit Niedersachsen und den weiter südlich gelegenen Regionen.
Nach dem derzeitigen Zeitplan soll die A7 am Montag, 28. September, um 5 Uhr wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden. Mit dem Ende der Sperrung soll zugleich ein wichtiger Teil des langjährigen Ausbaus südlich des Elbtunnels abgeschlossen sein.
Die Ende September geplante Sperrung gehört zu einer Reihe von A7-Sperrungen im Jahr 2026. Mehrere Termine wurden gebündelt, damit verschiedene Bau-, Technik- und Wartungsarbeiten gleichzeitig durchgeführt werden können. Bereits im Frühjahr hatte die Autobahn GmbH angekündigt, dass das letzte Septemberwochenende für Arbeiten an der Hochstraße Elbmarsch vorgesehen ist.
Für Autofahrer bleibt damit vor allem die Empfehlung, den gesperrten Abschnitt zwischen Stellingen und Heimfeld von Freitagabend bis Montagmorgen möglichst vollständig zu meiden und für längere Fahrten die ausgeschilderte weiträumige Umleitung zu nutzen.
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