Feuer in Fröndenberg: Zwei Menschen intensivmedizinisch behandelt

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Bei einem Brand im Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg sind am Donnerstag zwei Menschen schwer verletzt worden. Insgesamt wurden 23 Personen vom Rettungsdienst notärztlich gesichtet. Zwei von ihnen mussten anschließend weiter intensivmedizinisch betreut werden. Die Ursache des Feuers war am Donnerstagabend weiterhin ungeklärt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

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Brand am frühen Donnerstagnachmittag

Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Unna kam es am Donnerstag, 24. September 2026, gegen 14 Uhr zu dem Brand im Justizvollzugskrankenhaus am Hirschberg. Die Deutsche Presse-Agentur nennt unter Berufung auf die Polizei 14.03 Uhr als Zeitpunkt des Notrufs. Das Feuer soll in einer Zelle ausgebrochen sein. In der schriftlichen Polizeimeldung wurde der genaue Brandraum zunächst nicht näher bezeichnet.

Feuerwehr und Rettungsdienst rückten zu dem gesicherten Krankenhauskomplex aus. Neben den regulären Einsatzkräften wurden Bereitschaftskräfte einer Hundertschaft hinzugezogen. Außerdem kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Feuerwehr brachte das Feuer am Nachmittag unter Kontrolle. Nach Angaben aus dem Einsatzumfeld dauerte der Feuerwehreinsatz rund zweieinhalb Stunden.

Eine Gefahr für Menschen außerhalb des Geländes bestand nach Angaben der Polizei nicht. Nach den Löscharbeiten liefen noch Lüftungsmaßnahmen im Gebäude. Für die dort untergebrachten Inhaftierten war eine Verlegung innerhalb des Krankenhauses vorgesehen.

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23 Personen vom Rettungsdienst untersucht

Der Rettungsdienst sichtete nach der offiziellen Mitteilung insgesamt 23 Personen notärztlich. Zwei Personen verblieben anschließend in intensivmedizinischer Behandlung. Nähere Angaben zu ihrer Identität machte die Polizei nicht. Auch dazu, ob es sich bei den Verletzten um Inhaftierte, Beschäftigte oder andere Personen handelt, enthielt die Mitteilung zunächst keine Angaben.

Der WDR bezeichnete die beiden Betroffenen unter Berufung auf die Polizei als schwer verletzt. Die amtliche Mitteilung verwendet diese Einstufung nicht ausdrücklich, bestätigt aber die weitere intensivmedizinische Versorgung.

Bei der Zahl der medizinisch untersuchten Menschen ist eine Unterscheidung wichtig: Die Kreispolizeibehörde nennt insgesamt 23 notärztlich gesichtete Personen. Die zwei intensivmedizinisch behandelten Menschen sind nach dem Wortlaut dieser Mitteilung Teil dieser Gruppe. Damit ist offiziell nicht bestätigt, dass zusätzlich zu den beiden Schwerverletzten noch 23 weitere Menschen untersucht wurden.

Brandursache weiterhin ungeklärt

Wie das Feuer entstand, war am Donnerstagabend noch offen. Die Polizei erklärte, die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an. Gesicherte Angaben dazu, ob das Feuer vorsätzlich, fahrlässig oder durch einen technischen Defekt entstanden sein könnte, lagen zunächst nicht vor.

Damit ist auch nicht geklärt, ob strafrechtlich relevantes Verhalten eine Rolle spielte. Eine konkrete Person wurde von der Polizei in ihrer offiziellen Mitteilung weder als Verursacher noch als Beschuldigter genannt. Die Ermittlungen müssen zunächst den Brandort und den Ablauf klären.

Auch zu möglichen Sachschäden veröffentlichte die Polizei zunächst keine Angaben. Ebenso blieb offen, welcher Bereich des Krankenhauses nach den Lüftungsmaßnahmen weiter genutzt werden konnte und wie lange interne Verlegungen erforderlich sein würden.

Justizvollzugskrankenhaus versorgt Gefangene aus ganz NRW

Das Justizvollzugskrankenhaus Nordrhein-Westfalen in Fröndenberg übernimmt eine besondere Funktion innerhalb des Strafvollzugs. Es ist das zentrale Vollzugskrankenhaus des Landes und behandelt Inhaftierte sowohl stationär als auch ambulant. Die Einrichtung verfügt unter anderem über chirurgische, internistische und psychiatrische Behandlungsmöglichkeiten sowie eine Intensivstation.

Nach Angaben der Universität Witten/Herdecke verfügt der Krankenhausbereich über 173 reguläre Betten sowie sechs Intensivbetten. Seit 2025 ist die Einrichtung Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität. Das Krankenhaus verbindet medizinische Versorgung mit den besonderen Sicherheitsanforderungen des Justizvollzugs.

Die Polizei bezeichnete das Gebäude nach dem Brand nicht als vollständig geräumt. Vielmehr sollten Inhaftierte voraussichtlich innerhalb des Komplexes umverlegt werden. Das deutet darauf hin, dass die Auswirkungen des Feuers zumindest teilweise auf bestimmte Bereiche des Hauses begrenzt werden konnten. Eine abschließende Bewertung des Gebäudeschadens lag am Donnerstagabend jedoch nicht vor.

Ermittlungen laufen nach dem Feuer weiter

Nach Abschluss der akuten Löscharbeiten richtet sich der Blick nun auf die Ursache des Feuers und den Zustand der beiden schwer verletzten Menschen. Zu einer möglichen Veränderung ihres Gesundheitszustands gab es am Donnerstagabend zunächst keine weiteren bestätigten Angaben.

Auch zur konkreten Entstehung des Brandes hatte die Polizei bis zum Abend kein Ergebnis veröffentlicht. Fest stand zunächst nur, dass der Brand gegen 14 Uhr ausbrach, zahlreiche Menschen vorsorglich medizinisch untersucht wurden und zwei von ihnen intensivmedizinische Versorgung benötigten. Für die Bevölkerung außerhalb des Justizvollzugskrankenhauses bestand nach Polizeiangaben keine Gefahr.

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