Pyro kostet Preußen Münster 3.850 Euro Strafe

Drei Männer aus dem Münsterland stehen wegen des mutmaßlichen „Kulti-Kiosk“-Drogenhandels vor dem Landgericht Münster.
Foto: Kelly Sikkema

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Münster. Für Pyrotechnik vor dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt muss Preußen Münster eine Geldstrafe von 3.850 Euro zahlen. Das DFB-Sportgericht hat den Verein wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger sanktioniert. Das Urteil vom 22. September 2026 ist rechtskräftig.

Die DFB-Strafe gegen Preußen Münster geht auf das Drittliga-Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am 15. August 2026 zurück. Vor dem Anpfiff wurden im Münsteraner Fanbereich nach den Feststellungen des Sportgerichts mindestens 14 pyrotechnische Gegenstände gezündet.

Zwölf Bengalische Fackeln und zwei Rauchtöpfe

Nach den Angaben im Urteil handelte es sich um zwölf Bengalische Fackeln und zwei Rauchtöpfe. Die Aktion hatte auch Auswirkungen auf den Spielablauf: Der Anpfiff verzögerte sich dadurch um eine Minute.

Das Sportgericht wertete die Vorfälle als unsportliches Verhalten der Münsteraner Anhänger. Grundlage des Verfahrens waren unter anderem der Bericht von Schiedsrichter Jonah Besong und eine schriftliche Stellungnahme der SC Preußen Münster 06 GmbH & Co. KGaA.

So setzt sich die Strafe von 3.850 Euro zusammen

Die Höhe der Geldstrafe lässt sich anhand des DFB-Strafzumessungsleitfadens nachvollziehen. Für das Abbrennen eines pyrotechnischen Gegenstands werden in der 3. Liga grundsätzlich 250 Euro angesetzt.

Bei 14 festgestellten Gegenständen ergibt sich zunächst eine Summe von 3.500 Euro. Weil sich der Spielbeginn um eine Minute verzögerte, wurde dieser Betrag um zehn Prozent erhöht. Dadurch kamen weitere 350 Euro hinzu.

Insgesamt muss Preußen Münster somit 3.850 Euro zahlen.

Bis zu 1.500 Euro dürfen in Prävention fließen

Ein Teil der Geldstrafe kann zweckgebunden verwendet werden. Preußen Münster darf bis zu 1.500 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen einsetzen.

Entsprechende Ausgaben müssen dem DFB bis zum 31. März 2027 nachgewiesen werden. Zusätzlich trägt die Münsteraner Profifußballgesellschaft die Kosten des Verfahrens.

Pyrotechnik beim ersten Liga-Heimspiel der Saison

Der Vorfall ereignete sich beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am 15. August 2026. Die Begegnung endete 1:1. Münster ging durch Ryan Johansson in Führung, ehe Ingolstadt wenige Minuten später ausglich.

Für Preußen war die Partie das erste Liga-Heimspiel der Saison 2026/27. Zugleich war es die Pflichtspielpremiere der neuen Stehplatztribüne im Osten des Stadions.

Zweite DFB-Strafe gegen Preußen Münster

Das Verfahren wegen des Ingolstadt-Spiels ist nicht die einzige aktuelle DFB-Strafe gegen Preußen Münster. Ebenfalls am 22. September erging ein weiteres rechtskräftiges Urteil wegen des DFB-Pokalspiels gegen den Karlsruher SC am 21. August.

Bei dieser Partie wurden im Münsteraner Zuschauerbereich fünf Bengalische Fackeln und ein Rauchtopf gezündet. Das Spiel selbst wurde dadurch nicht beeinträchtigt. Dafür verhängte das DFB-Sportgericht eine weitere Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro.

Von dieser Summe dürfen bis zu 600 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden.

Damit summieren sich die beiden am 22. September ausgesprochenen Geldstrafen gegen Preußen Münster auf insgesamt 5.350 Euro.

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