
Münster. Die alte JVA an der Gartenstraße steht vor dem Aus, der Neubau im Osten Münsters übernimmt bald ihre Funktion. Eine neue Sonderausstellung im Stadtmuseum macht diesen Wandel jetzt sichtbar. Unter dem Titel „Jenseits der Mauern – JVA Münster“ stellen Schülerinnen und Schüler die historische Justizvollzugsanstalt und den modernen Neubau fotografisch gegenüber. Eröffnet wird die Ausstellung am 2. Oktober mit Oberbürgermeister Tilman Fuchs.
Die Friedrich-Hundt-Gesellschaft lädt am Freitag, 2. Oktober, um 15 Uhr zur Eröffnung der Sonderausstellung ins Stadtmuseum Münster ein. Oberbürgermeister Tilman Fuchs begleitet die Veranstaltung mit einem Grußwort. Die Eröffnung findet im ersten Obergeschoss statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Zentrum der Ausstellung steht der Vergleich zwischen der bisherigen JVA an der Gartenstraße und dem Neubau an der Telgter Straße im Grenzgebiet von Wolbeck, Telgte und Everswinkel. Fotografien zeigen, wie stark sich Architektur und Gestaltung des Gefängnisbaus verändert haben.
Das Projekt „Jenseits der Mauern“ wurde vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Münster, initiiert. Beteiligt waren Schülerinnen und Schüler des Adolph-Kolping-Berufskollegs und der Realschule Wolbeck.
Durch ihre Bilder treffen zwei sehr unterschiedliche Gefängniswelten aufeinander: die historische Anlage mitten in Münster und der moderne Neubau außerhalb der Innenstadt. Damit dokumentiert die Ausstellung zugleich einen Einschnitt in der Stadtgeschichte. Mit dem geplanten Umzug endet die jahrzehntelange Nutzung der JVA an der Gartenstraße.
Die Sonderausstellung ist bis zum 15. November im Stadtmuseum Münster zu sehen.
Auch am Samstag, 3. Oktober, steht im Stadtmuseum Geschichte im Mittelpunkt. Um 16 Uhr beginnt die öffentliche Führung „Stadtgeschichte ab 793“. Anhand von Stadtmodellen und Originalobjekten führt sie von den ersten mittelalterlichen Siedlungsspuren bis ins 20. Jahrhundert.
Thematisiert werden unter anderem die Klostergründung durch Liudger, die Herrschaft der Täufer, der Westfälische Frieden sowie die Zeit des Nationalsozialismus und die Zerstörung der historischen Innenstadt.
Die Teilnahme kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, Treffpunkt ist das Foyer des Stadtmuseums.
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