Plusminus heute: Diese drei Wirtschaftsthemen stehen im Mittelpunkt

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus am 30. September 2026 nimmt heute drei Themen in den Blick, die Arbeitnehmer, Anleger und den deutschen Bankenmarkt betreffen. Die neue Ausgabe läuft am Mittwoch, 30. September, von 21.45 bis 22.15 Uhr im Ersten. Anna Planken moderiert die 30-minütige Sendung. Auf dem Programm stehen die Folgen Künstlicher Intelligenz für die Arbeitswelt, dubiose Geldanlage-Angebote sowie die Übernahmepläne der italienischen Großbank UniCredit für die Commerzbank.

Die Ausgabe ist eine Erstausstrahlung und wird in der Programmchronik als Folge 28 des Jahres 2026 geführt. Eine erste Wiederholung ist bereits für Donnerstag, 1. Oktober, um 5.00 Uhr im Ersten vorgesehen. Auch tagesschau24 plant eine Ausstrahlung am Samstag, 3. Oktober, um 15.30 Uhr.

Künstliche Intelligenz und die Sorge um Arbeitsplätze

Ein Schwerpunkt der Sendung liegt auf der Frage, wie stark Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt verändert. Plusminus kündigt den Beitrag unter dem Thema der neuen Ängste vor KI als möglichem Jobkiller an. Damit greift das Wirtschaftsmagazin eine Debatte auf, die inzwischen zahlreiche Branchen erreicht hat.

Tatsächlich untersucht auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung intensiv, wie KI Beschäftigung, Löhne, Qualifikationsanforderungen und Arbeitsbedingungen verändert. Dabei geht es nicht ausschließlich um den möglichen Wegfall bestehender Stellen. Neue Technologien können Tätigkeiten automatisieren, zugleich Aufgabenprofile verändern und neue Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Das IAB analysiert deshalb unter anderem, welche Berufe besonders stark von neuen Technologien beeinflusst werden und wie sich die Nachfrage nach Qualifikationen verschiebt.

Die Debatte trifft auf einen ohnehin schwachen deutschen Arbeitsmarkt. Nach Daten des IAB ging die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal 2026 auf rund eine Million zurück. Das waren rund 130.000 weniger als im vorherigen Quartal. Die Entwicklung lässt sich nicht allein auf KI zurückführen. Sie bildet aber den wirtschaftlichen Hintergrund für die wachsende Sorge vieler Beschäftigter über Automatisierung und Arbeitsplatzsicherheit.

Plusminus beschäftigt sich mit gefälschten Geldanlagen

Das zweite Thema richtet sich unmittelbar an Anleger. Plusminus untersucht, wie Menschen mit vermeintlich attraktiven Geldanlagen angesprochen und zu Investitionen bewegt werden. Der Sender kündigt den Beitrag ausdrücklich mit Fake-Geldanlagen und der Frage an, wie immer neue Betroffene gefunden werden.

Die Warnungen vor dubiosen Online-Angeboten sind aktuell. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlicht regelmäßig Hinweise zu Internetseiten und Anbietern, bei denen Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis angeboten werden sollen. Noch im September warnte die BaFin unter anderem vor unerlaubt angebotenen Festgeldanlagen, verdächtigen Internetseiten und betrügerischen Anrufen im Namen der Behörde.

Eine bekannte Masche besteht darin, Interessenten zunächst mit hohen Renditeversprechen auf Online-Plattformen zu locken. Nach einer Registrierung werden häufig weitere Einzahlungen verlangt. Die BaFin weist zudem darauf hin, dass gefälschte Bewertungen, vermeintliche Empfehlungen bekannter Personen oder angeblich besonders sichere Anlagechancen eingesetzt werden können. Hohe Renditeversprechen bei angeblich geringem oder gar keinem Risiko gelten dabei als deutliches Warnzeichen.

Die Finanzaufsicht hatte außerdem bereits vor Hunderten ähnlich aufgebauten Internetseiten gewarnt, die automatisierte Geldanlagen mithilfe Künstlicher Intelligenz versprachen. Nach Angaben der BaFin verfügten die Betreiber dieser Angebote nicht über die erforderliche Erlaubnis.

UniCredit und Commerzbank bleiben ein großes Bankenthema

Der dritte Schwerpunkt führt in den europäischen Bankensektor. Plusminus beschäftigt sich mit den Übernahmeplänen von UniCredit für die Commerzbank. Das Thema hat inzwischen eine neue Phase erreicht. UniCredit hatte im Mai 2026 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die noch nicht direkt gehaltenen Commerzbank-Aktien gestartet.

Nach Angaben der Commerzbank hielt UniCredit auf Grundlage der zuletzt ausgewiesenen Beteiligungsverhältnisse direkt 26,77 Prozent der Aktien. Hinzu kamen Finanzinstrumente, die weiteren wirtschaftlichen Einfluss vermitteln können. Die Bundesrepublik Deutschland wird von der Commerzbank mit einem direkten Aktienanteil von 12,11 Prozent ausgewiesen.

Im September fasste der Verwaltungsrat von UniCredit zudem einen Beschluss über eine Kapitalerhöhung, die für das freiwillige Übernahmeangebot vorgesehen ist. Nach Angaben der italienischen Bank soll diese im Zusammenhang mit der Gegenleistung für eingereichte Commerzbank-Aktien eingesetzt werden, sofern die Bedingungen des Angebots erfüllt sind.

Damit behandelt Plusminus einen Vorgang, der weit über zwei einzelne Banken hinausreicht. Eine mögliche Neuordnung könnte die Kräfteverhältnisse im deutschen und europäischen Bankensektor verändern. Die Commerzbank selbst veröffentlicht zu dem Übernahmeangebot eine eigene Dokumentation einschließlich der Stellungnahmen von Vorstand und Aufsichtsrat.

Plusminus heute nach dem Film Blackbird

Im Ersten beginnt die Sendung heute um 21.45 Uhr unmittelbar nach dem Film „Blackbird“. Für Plusminus sind 30 Minuten eingeplant. Anschließend folgen um 22.15 Uhr die „Tagesthemen“. Moderatorin der heutigen Wirtschaftsmagazin-Ausgabe ist Anna Planken.

Die drei angekündigten Beiträge verbinden damit sehr unterschiedliche Bereiche: den Wandel der Arbeitswelt durch KI, Risiken bei digitalen Geldanlagen und den Machtkampf um eine der größten deutschen Banken. Gemeinsam ist ihnen die Frage, welche Folgen wirtschaftliche Veränderungen für Beschäftigte, Verbraucher, Anleger und Unternehmen haben.

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