Netflix wird teurer: Das zahlen Kunden in Deutschland künftig

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Netflix hat die Preise für seine Abonnements in Deutschland erhöht. Betroffen sind alle drei derzeit regulär angebotenen Tarifstufen. Neukunden zahlen die höheren Preise bereits, bei bestehenden Mitgliedschaften erfolgt die Umstellung dagegen schrittweise. Entscheidend sind die individuelle Benachrichtigung und der jeweilige Abrechnungszeitpunkt.

Die Netflix Preise in Deutschland liegen nun zwischen 6,99 Euro und 21,99 Euro pro Monat. Damit verteuern sich die drei regulären Abos jeweils um zwei Euro. Besonders deutlich fällt der prozentuale Anstieg beim günstigsten Tarif mit Werbung aus. Am Leistungsumfang der regulären Tarifstufen ändert sich durch die reine Preisanpassung zunächst nichts.

Netflix erhöht alle drei regulären Abo-Preise

Das günstigste Standard-Abo mit Werbung kostet jetzt 6,99 Euro pro Monat. Zuvor wurden dafür 4,99 Euro fällig. Die monatliche Belastung steigt damit um zwei Euro oder rund 40 Prozent. Auf ein volles Jahr gerechnet erhöht sich der Preis von 59,88 Euro auf 83,88 Euro.

Auch das werbefreie Standard-Abo wird um zwei Euro teurer. Statt 13,99 Euro verlangt Netflix nun 15,99 Euro im Monat. Bei durchgehender Nutzung entstehen damit jährliche Kosten von 191,88 Euro statt zuvor 167,88 Euro.

Für das Premium-Abo werden künftig 21,99 Euro pro Monat fällig. Der bisherige Preis lag bei 19,99 Euro. Damit überschreitet der reguläre Monatspreis dieses Tarifs in Deutschland erstmals die Marke von 20 Euro. Premium umfasst unter anderem eine Bildqualität bis 4K und HDR sowie 3D-Audio. Netflix weist die drei neuen Preise mittlerweile auf seinen deutschen Angebotsseiten aus.

Für Neukunden gelten die höheren Preise bereits

Für Neuabschlüsse führte Netflix die neuen Preise Anfang September 2026 ein. Seit dem 3. September werden bei einer neuen Mitgliedschaft die höheren Beträge verlangt. Damit handelt es sich nicht um eine Preiserhöhung, die erst zum 1. Oktober generell in Kraft tritt.

Der Oktober ist vor allem für viele bestehende Abonnenten relevant. Bei ihnen erreichen die Preisänderungen nach und nach die laufenden Verträge. Deshalb kann der Zeitpunkt, ab dem tatsächlich mehr gezahlt werden muss, von Konto zu Konto unterschiedlich ausfallen.

Bestandskunden werden individuell informiert

Netflix erklärt in seinem Hilfe-Center, Kunden bei einer Preisänderung vor dem Rechnungsdatum per E-Mail zu informieren. Das persönliche Rechnungsdatum und der aktuelle Abopreis lassen sich außerdem im Netflix-Konto im Zahlungsverlauf kontrollieren.

Bei ersten Bestandskunden wurden bereits konkrete Umstellungstermine im Oktober genannt. Ein von Golem dokumentierter Fall sah den höheren Preis beispielsweise ab dem 8. Oktober 2026 vor. Daraus lässt sich allerdings kein allgemeiner Stichtag für sämtliche Netflix-Abonnenten in Deutschland ableiten. Die Benachrichtigungen richten sich nach dem jeweiligen Konto und dessen Abrechnungszyklus.

Netflix erklärte gegenüber Golem zudem, Kunden erhielten zunächst ein Zeitfenster zur Zustimmung zur Preisänderung. Bleibe diese aus, könne die Mitgliedschaft nach einer zusätzlichen Frist beendet werden. Betroffene sollten deshalb die konkrete Mitteilung in ihrem eigenen Konto beachten und nicht von Terminen anderer Nutzer auf ihr Abonnement schließen.

Auch Zusatzmitglieder werden teurer

Die Preisänderung betrifft nicht nur die drei Haupttarife. Auch Zusatzmitgliedschaften für Personen außerhalb des eigenen Haushalts verteuern sich. Die Variante mit Werbung steigt nach den veröffentlichten Angaben von 3,99 Euro auf 4,99 Euro pro Monat. Für eine werbefreie Zusatzmitgliedschaft werden künftig 5,99 Euro statt 4,99 Euro verlangt.

Solche Zusatzmitgliedschaften ermöglichen es, eine Person außerhalb des Netflix-Haushalts regulär zum Konto hinzuzufügen. Welche Möglichkeiten bestehen, hängt vom gewählten Haupttarif ab. Beim Premium-Abo können beispielsweise mehr Zusatzmitglieder hinzugefügt werden als beim Standard-Tarif.

Partner-Abos können andere Umstellungstermine haben

Eine Besonderheit gilt für Kunden, die Netflix nicht unmittelbar beim Streamingdienst, sondern im Rahmen eines Angebots eines Telekommunikations- oder TV-Anbieters nutzen. Netflix weist ausdrücklich darauf hin, dass in solchen Fällen der jeweilige Partner über Preisänderungen informiert.

Das kann zu abweichenden Terminen oder Konditionen führen. O2 teilte beispielsweise für seine eigenständigen Netflix-Tarife mit, dass die neuen Preise dort für Bestandskunden ab dem 15. Oktober 2026 gelten. Bestimmte Netflix-Bestandteile anderer O2-TV-Pakete seien von dieser konkreten Anpassung dagegen nicht betroffen. Der Termin lässt sich deshalb nicht auf sämtliche Netflix-Kunden übertragen.

Letzte große Preiserhöhung in Deutschland war 2024

Netflix hatte die regulären Abo-Preise in Deutschland zuletzt im April 2024 angepasst. Mit der neuen Preisrunde folgt gut zwei Jahre später die nächste Erhöhung.

Die aktuelle Anpassung trifft alle drei heute buchbaren Haupttarife mit demselben absoluten Aufschlag von zwei Euro. Prozentual unterscheiden sich die Auswirkungen jedoch erheblich. Beim Premium-Abo entspricht der Aufschlag etwa zehn Prozent, beim werbefinanzierten Tarif rund 40 Prozent.

Wer bereits ein Netflix-Abonnement besitzt, sollte deshalb vor allem die persönliche Benachrichtigung und das nächste Rechnungsdatum prüfen. Ein für alle Bestandskunden identischer Termin im Oktober besteht nicht. Sicher ist dagegen: Bei Neuabschlüssen gelten die höheren Netflix-Preise bereits, und die bestehenden Mitgliedschaften werden schrittweise auf die neue Preisstruktur umgestellt.

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