Skoda von großem Lenkungs-Rückruf im VW-Konzern betroffen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Skoda ist Teil einer umfangreichen Rückrufaktion im Volkswagen-Konzern wegen eines möglichen Problems an der Lenkung. Bei bestimmten Fahrzeugen kann eine Befestigungsverschraubung im Laufe der Jahre korrodieren. Schreitet die Korrosion weit genug fort, kann die Befestigung der Lenkung beeinträchtigt werden. Für Skoda sind bislang allerdings weder eine vollständige Liste der betroffenen Modelle noch belastbare Stückzahlen für Deutschland veröffentlicht. Berichten zufolge könnten weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge der Marke betroffen sein. Diese Größenordnung ist bislang nicht durch einen veröffentlichten Skoda-Eintrag des Kraftfahrt-Bundesamtes bestätigt.

Skoda-Rückruf hängt mit korrosionsgefährdeter Schraube zusammen

Beim Skoda-Rückruf steht eine Verschraubung im Bereich der Lenkung im Mittelpunkt. Das Problem betrifft nicht allein die tschechische Volkswagen-Tochter. Auch Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi und Seat werden wegen derselben technischen Ursache in die Werkstätten gerufen.

Nach den bislang veröffentlichten Herstellerangaben kann eine Befestigungsverschraubung insbesondere unter bestimmten Umwelteinflüssen und nach langjährigem Kontakt mit Streusalz korrodieren. Bei fortschreitender Korrosion kann die Verbindung an Stabilität verlieren. Das Kraftfahrt-Bundesamt beschreibt bei den bereits erfassten Konzernfahrzeugen als mögliches Risiko einen Schraubenabriss, durch den die Funktion der Lenkung beeinträchtigt werden kann.

Bei Volkswagen betrifft die Aktion unter anderem Tiguan, Touran, Golf Variant, Golf Sportsvan und Caddy aus einem langen Produktionszeitraum zwischen 2013 und 2024. Für den Audi Q3 sowie die Seat-Modelle Ateca und Tarraco wurden ebenfalls Rückrufmaßnahmen bekannt. Die Skoda-Fahrzeuge gehören nach Bestätigung der tschechischen Marke ebenfalls zu der übergeordneten Aktion.

Welche Skoda-Modelle betroffen sind, ist noch nicht veröffentlicht

Eine entscheidende Information fehlt bislang: Welche Skoda-Baureihen konkret in die Werkstatt müssen, ist noch nicht vollständig öffentlich dokumentiert. Eine entsprechende detaillierte Skoda-Aufstellung mit Produktionszeiträumen war in den bislang verfügbaren Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes nicht enthalten.

Damit lässt sich derzeit nicht allein anhand von Modellbezeichnung oder Erstzulassungsjahr feststellen, ob ein bestimmter Octavia, Superb, Karoq, Kodiaq oder ein anderes Skoda-Modell betroffen ist. Solange keine offizielle Modellliste vorliegt, wäre eine Zuordnung einzelner Baureihen nicht belastbar.

Berichte über einen Umfang von mehr als einer Million Skoda-Fahrzeugen weltweit beziehen sich auf Informationen aus dem Umfeld der konzernweiten Rückrufaktion. Skoda hat die Beteiligung an der Maßnahme bestätigt, eine öffentlich nachvollziehbare amtliche Aufschlüsselung dieser Zahl nach Ländern und Modellen lag zunächst jedoch nicht vor.

Für Deutschland ist deshalb derzeit auch keine gesicherte Zahl betroffener Skoda-Fahrzeuge verfügbar.

Millionen Fahrzeuge mehrerer VW-Marken betroffen

Die Dimension der gesamten Aktion ist bereits bei anderen Konzernmarken erheblich. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes betrifft der Rückruf bei Volkswagen weltweit fast 2,16 Millionen Fahrzeuge. Knapp 900.000 davon entfallen auf Deutschland.

Beim Audi Q3 sind weltweit fast 700.000 Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum von Ende Oktober 2017 bis Ende Mai 2024 potenziell betroffen. In Deutschland nennt das KBA dafür 58.555 Fahrzeuge.

Hinzu kommen Fahrzeuge von Seat und Skoda. Für Seat sind die Baureihen Ateca und Tarraco genannt. Werden auch die bislang berichteten Zahlen für Skoda und Seat berücksichtigt, erreicht die konzernweite Aktion eine Größenordnung von mehreren Millionen Fahrzeugen. Für die einzelnen Marken ist der Stand der amtlichen Erfassung allerdings unterschiedlich.

Was Skoda-Halter jetzt tun sollten

Entscheidend ist letztlich nicht allein die Modellreihe, sondern das konkrete Fahrzeug. Fahrzeughalter sollten deshalb prüfen lassen, ob für ihre Fahrzeug-Identifizierungsnummer eine offene Rückrufaktion hinterlegt ist. Die 17-stellige FIN steht unter anderem in der Zulassungsbescheinigung Teil I.

Betroffene Halter werden bei Rückrufaktionen in der Regel direkt über die vorgesehene Maßnahme informiert. Wer bereits vorher klären möchte, ob sein Skoda betroffen ist, kann sich mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer an einen autorisierten Skoda-Servicebetrieb wenden.

Eine pauschale Empfehlung, Fahrzeuge bestimmter Skoda-Baureihen nicht mehr zu benutzen, lässt sich aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht ableiten. Volkswagen hatte für die bereits konkret benannten Fahrzeuge erklärt, dass diese grundsätzlich bis zum Werkstatttermin weiter genutzt werden können. Ob Skoda für sämtliche betroffenen Fahrzeuge dieselbe Vorgabe macht, sollte im Einzelfall anhand der jeweiligen Rückrufinformation geprüft werden.

Korrosionsbeständigere Schraube soll Problem beheben

Bei den bereits offiziell erfassten Fahrzeugen anderer Konzernmarken besteht die Abhilfemaßnahme darin, die betreffende Verschraubung durch eine korrosionsbeständigere Ausführung zu ersetzen. Volkswagen gibt für die Reparatur eine Dauer von bis zu einer Stunde an.

Für Fahrzeughalter ist die Rückrufmaßnahme grundsätzlich kostenfrei. Sobald für die einzelnen Skoda-Fahrzeuge konkrete Rückrufinformationen vorliegen, sollten betroffene Besitzer den darin genannten Werkstatttermin vereinbaren und die Reparatur durchführen lassen.

Nach den bislang veröffentlichten Angaben zu den entsprechenden Rückrufen bei Volkswagen und Audi waren keine Personen- oder weitergehenden Sachschäden im Zusammenhang mit dem Problem bekannt. Für Skoda lagen zunächst keine abweichenden gesicherten Angaben vor.

Damit ist klar, dass auch Skoda vom konzernweiten Problem an der Lenkungsbefestigung betroffen ist. Noch offen sind allerdings zentrale Details wie die vollständige Modellliste, die Produktionszeiträume und die genaue Zahl der Fahrzeuge in Deutschland. Für Halter ist deshalb die Prüfung anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer derzeit verlässlicher als eine pauschale Einordnung nach Modell und Baujahr.

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