
Münster. Licht soll 2028 im LWL-Museum für Kunst und Kultur nicht nur auf Gemälden zu sehen sein, sondern selbst zum Kunstwerk werden. Geplant ist eine große Ausstellung, die mehrere Jahrhunderte Kunstgeschichte verbindet und dabei auch den Außenraum des Museums einbezieht. Unter dem Titel „Licht. Vom Licht in der Kunst zur Lichtkunst“ soll die Schau vom 19. Mai bis zum 24. September 2028 in Münster laufen. Der LWL-Kulturausschuss hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, die endgültige Entscheidung soll am Montag, 5. Oktober 2026, der Landschaftsausschuss treffen.
Die geplante Licht-Ausstellung im LWL-Museum Münster soll zeigen, wie sich der Umgang mit Licht in der Kunst verändert hat. Seit der Renaissance nutzten Maler Licht und Schatten zunehmend, um Figuren und Gegenstände räumlicher wirken zu lassen. Später entwickelte sich Licht selbst zum künstlerischen Material. Lampen, Neonröhren, Projektoren und andere künstliche Lichtquellen wurden Teil von Installationen und veränderten ganze Räume.
„Licht ist ein zentrales Element in der Kunst“, erklärte LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger im Kulturausschuss. Die Ausstellung solle die Entwicklung und Bedeutung des Themas vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart zeigen. Vorgesehen sind Werke aus der eigenen Sammlung, darunter Arbeiten von Otto Piene, Joseph Beuys, Pierre Soulages, Carl Gustav Carus, August Macke und Christian Rohlfs. Hinzukommen sollen Werke unter anderem von Caravaggio, Georges de La Tour, Olafur Eliasson, Jenny Holzer, James Turrell und Bruce Nauman. Eine endgültige Werkliste liegt allerdings noch nicht vor.
Die Ausstellung soll nicht auf die Museumsräume beschränkt bleiben. Auch der Außenbereich ist Teil des Konzepts. Zusätzlich sind Lichtperformances, Tanztheater und Konzerte zum Thema geplant. Einen Vorgeschmack darauf liefert das Museum schon heute: Otto Pienes „Silberne Frequenz“ an der Fassade arbeitet mit 410 Edelstahlkugeln und erzeugt bei Dunkelheit wechselnde Lichtbilder.
Mit Lichtkunst hat das LWL-Museum bereits Erfahrung. 2015 zeigte es „Otto Piene. Licht“ mit rund 70 Exponaten auf etwa 1.000 Quadratmetern. Die neue Ausstellung soll das Thema nun deutlich weiter fassen und historische Malerei mit moderner Lichtkunst verbinden.
Die Planungen reichen mindestens bis 2024 zurück. Damals kündigte der LWL eine Ausstellung unter dem Arbeitstitel „Licht. Light. Lumiere.“ an, die noch ab Oktober 2028 vorgesehen war. Nach der aktuellen Planung soll sie nun bereits vom 19. Mai bis 24. September 2028 stattfinden. Warum der Zeitraum verändert wurde, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.
Bevor die konkreten Vorbereitungen weitergehen, steht jedoch noch eine wichtige Entscheidung aus: Am 5. Oktober soll der Landschaftsausschuss endgültig über das Ausstellungsvorhaben entscheiden.
Konzerte, Märkte, Partys, Familienangebote und weitere Termine für Münster und Umgebung.






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