
Mit „Nine to Five – Das Amt“ startet am Freitag, 2. Oktober 2026, eine neue deutsche Workplace-Mockumentary im Streamingangebot des ZDF. Seit 10 Uhr steht die komplette erste Staffel mit acht Folgen zur Verfügung. Jede Episode dauert rund 26 Minuten. Im linearen Fernsehen folgt die Serie einige Wochen später: ZDFneo zeigt sie ab Dienstag, 27. Oktober, jeweils ab 21.45 Uhr in wöchentlichen Doppelfolgen.
Damit setzt das ZDF zunächst vollständig auf Streaming. Anders als bei Serien, deren Episoden wöchentlich freigeschaltet werden, können Zuschauer alle acht Folgen von Nine to Five – Das Amt unmittelbar zum Start ansehen. Für ZDFneo sind anschließend vier Fernsehabende vorgesehen. Die Folgen eins und zwei laufen am 27. Oktober, Folgen drei und vier am 3. November, Folgen fünf und sechs am 10. November sowie die beiden abschließenden Episoden am 17. November.
Schauplatz der Serie ist das erfundene Bürgeramt Berlin-Tiergarten-Mitte-West. Dort übernimmt Ronja Keller die Leitung einer Abteilung. Die neue Chefin kommt aus der Privatwirtschaft und versucht, ihre Vorstellungen von Organisation und Karriere auf die Verwaltung zu übertragen. Gleichzeitig hält Mitarbeiterin Conny Beckmann den Büroalltag zusammen. Zwischen Verwaltungsabläufen, Hierarchien, persönlichen Interessen und den Eigenheiten des Teams entsteht der Kern der Comedy.
Das ZDF bezeichnet die Produktion ausdrücklich als Workplace-Mockumentary. Die Figuren wissen damit innerhalb der inszenierten Welt um die vermeintliche dokumentarische Beobachtung durch die Kamera. Hinzu kommt ein stark improvisierter Ansatz. Nach Angaben der Produktion wurden die Dialoge vollständig und auch die Szenen in großen Teilen improvisiert. Grundlage waren vorgegebene Figuren und Handlungsrahmen.
Der Behördenkosmos ist von den Figuren inspiriert, die Tülin Sezgin unter dem Namen „Conny from the Block“ entwickelt hat. Sezgin arbeitete selbst mehrere Jahre in einer Behörde und war an der Entwicklung der Serie beteiligt. Vor der Kamera übernimmt sie die Rolle der Kantinenchefin Hanni. Produzentin Tina Ermuth erklärte im ZDF-Presseportal, die Improvisation solle der Serie einen authentischen und zugleich überraschenden Verlauf geben.
Im Zentrum der Besetzung steht Friederike Kempter als neue Fachbereichsleiterin Ronja Keller. Lisa Hrdina spielt Conny Beckmann. Roxana Samadi ist als Dilara Kaya zu sehen, Yasin El Harrouk als Orkan Günes, Anna Herrmann als Melissa Seibel, Kathrin Angerer als Doris Köhler und Petra Hartung als Gisela Horn. Zum Ensemble gehören außerdem Fridolin Sandmeyer, Florian Renner, Ben Felipe, Charles Booz Jakob, Jan Henrik Stahlberg, Tülin Sezgin, David Ali Rashed und Jale Arikan.
Das ZDF nennt für das Buch Maurice „Momo“ Sinner, Ellen Holthaus, Miriam Suad Bühler und Timon Karl Kaleyta. Einen einzelnen Creator oder Headautor weist der Sender nicht aus. Regie führte Leonard Fuchs. Produziert wurde „Nine to Five – Das Amt“ von der Pyjama Pictures GmbH. Als Produzenten werden Tina Ermuth und Carsten Kelber genannt, die ZDF-Redaktion verantwortet Anika Kern.
Auch das Filmfest Hamburg, bei dem die Serie bereits am 26. September 2026 präsentiert wurde, führt Leonard Fuchs als Regisseur sowie dasselbe Autorenteam und Pyjama Pictures als Produktionsfirma auf. Damit stimmen die zentralen Produktionsangaben mit den ZDF-Daten überein.
Die Streamingpremiere liegt fast vier Wochen vor der regulären Fernsehausstrahlung. ZDFneo beginnt am 27. Oktober um 21.45 Uhr mit den ersten beiden Folgen. Anschließend folgen jeden Dienstag zwei weitere Episoden. Das ZDF gibt außerdem an, dass die Serie ab dem 2. Oktober für ein Jahr im Streamingangebot verfügbar sein soll.
Die einzelnen Folgen sind ungefähr 26 Minuten lang. Für die erste Episode „Tag 1“ weist das ZDF konkret eine Laufzeit von 26 Minuten aus. Gleichzeitig führt die offizielle Pressemappe die gesamte Staffel mit acht Folgen à rund 26 Minuten.
Eine klassische FSK-Angabe veröffentlicht das ZDF auf der Serienseite nicht. Die erste Folge trägt jedoch die Kennzeichnung ADUT12. Das Filmfest Hamburg empfiehlt die Serie ab zwölf Jahren. Diese Angaben sollten nicht mit einer ausdrücklich ausgewiesenen FSK-12-Freigabe gleichgesetzt werden.
Zu den ersten ausführlichen Kritiken gehört eine Besprechung von tittelbach.tv. Dort wird die Serie in die Tradition moderner Workplace-Mockumentarys eingeordnet und insbesondere der improvisierte Ansatz hervorgehoben. Kritiker Rainer Tittelbach sieht die Stärke weniger in einzelnen großen Pointen als in den Interaktionen der Figuren, dem Timing und der Entwicklung über mehrere Episoden hinweg.
Auch TV Wunschliste hebt in einer zum Start veröffentlichten Kritik die Improvisation sowie die Besetzung hervor und stellt die Verbindung zu Sezgins „Conny from the Block“-Figuren heraus.
Vergleiche mit „The Office“, „Stromberg“, „Jerks“ oder „Die Discounter“ tauchen vor allem in Kritiken und Medienberichten auf. Das ZDF selbst ordnet die Produktion allgemeiner als Workplace-Mockumentary und Impro-Comedy ein. Inhaltlich konzentriert sich „Nine to Five – Das Amt“ auf einen eigenständigen fiktiven Behördenkosmos und dessen Beschäftigte.
Mit acht sofort verfügbaren Episoden ist die komplette erste Staffel seit dem 2. Oktober im ZDF-Streaming abrufbar. Wer die Serie klassisch im Fernsehen sehen möchte, bekommt sie ab dem 27. Oktober auf ZDFneo in vier wöchentlichen Doppelfolgen.
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