Projektil trifft Tanker in der Straße von Hormus

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Ein Tanker ist bei der Fahrt durch die Straße von Hormus von einem bislang nicht identifizierten Projektil getroffen worden. An Bord brach nach Angaben der britischen Seefahrtssicherheitsstelle UK Maritime Trade Operations, kurz UKMTO, ein Feuer aus. Die Besatzung wurde als sicher gemeldet. Wer für den Vorfall verantwortlich ist und womit das Schiff getroffen wurde, blieb zunächst unklar.

Die Meldung ging nach Angaben von UKMTO am Donnerstag, 1. Oktober 2026, gegen 17.50 Uhr UTC ein. Die Warnung trägt die Nummer 147-26. Sie beruht nach Angaben der Stelle auf einer Mitteilung Dritter. Behörden untersuchen den Vorfall. UKMTO rief Schiffe in der Region zu erhöhter Vorsicht auf.

Feuer nach Treffer auf Tanker in der Straße von Hormus

Offiziell bestätigt war zunächst, dass ein Tanker während der Passage durch die strategisch bedeutende Meerenge von einem unbekannten Projektil getroffen wurde und anschließend Feuer fing. In der ersten UKMTO-Meldung waren das genaue Ausmaß der Schäden und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt noch nicht bekannt. Die Crew wurde als sicher gemeldet.

Spätere Angaben, wonach das Feuer gelöscht worden sei und es zeitweise zu einem Stromausfall an Bord gekommen sei, wurden am Freitag unter Berufung auf UKMTO verbreitet. Demnach waren weder Verletzte noch Umweltschäden gemeldet worden. Einzelheiten zur technischen Lage des Schiffes lagen zunächst nicht vollständig vor.

Den Namen des Tankers, seine Flagge, den Eigentümer und die Ladung nannte UKMTO in seiner öffentlichen Warnung nicht. In einzelnen Berichten wurde das Schiff mit einem bestimmten Großtanker in Verbindung gebracht. Eine entsprechende Identifizierung durch UKMTO lag zunächst jedoch nicht vor. Auch Angaben iranischer Quellen zu Größe, Route und Ladekapazität des Schiffes ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Keine bestätigte Angabe zum Urheber

Zu den Hintergründen des Treffers gab es zunächst keine gesicherten Angaben. UKMTO bezeichnete das Geschoss lediglich als unbekanntes Projektil. Ob es sich um eine Drohne, eine Rakete oder eine andere Waffe handelte, war zunächst nicht bestätigt. Ebenso gab es in der UKMTO-Warnung keine Zuschreibung an einen Staat oder eine bewaffnete Gruppe.

Damit bleibt auch offen, ob der aktuelle Vorfall unmittelbar mit den vorausgegangenen Angriffen und Sicherheitsereignissen in der Meerenge zusammenhängt. Eine unabhängige Bestätigung für eine konkrete Verantwortlichkeit lag zunächst nicht vor.

Der aktuelle Treffer steht allerdings nicht für sich allein. UKMTO hatte bereits mehrere Vorfälle vom 28. und 29. September öffentlich gemacht. Am 28. September wurde demnach ein Tanker während der Fahrt durch die Straße von Hormus von einem mutmaßlich unbekannten Projektil getroffen. Ein Feuer wurde gelöscht, die Besatzung blieb sicher und das Schiff setzte seine Fahrt fort.

Für den 29. September veröffentlichte UKMTO anschließend drei weitere Warnungen zu Tankern, die von unbekannten Projektilen getroffen worden sein sollen. Zusammen mit dem nun gemeldeten Ereignis handelt es sich damit um den fünften von UKMTO veröffentlichten entsprechenden Vorfall seit dem 28. September.

Sicherheitslage für Schifffahrt bleibt angespannt

Das Joint Maritime Information Center stufte die Bedrohungslage für die Schifffahrt in der Region zuletzt als „severe“, also schwerwiegend, ein. In einer Bewertung wurden mehrere bestätigte Angriffe oder Störungen innerhalb weniger Tage genannt. Für Reedereien und Besatzungen bleibt die Fahrt durch die Meerenge damit mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. An ihrer engsten Stelle ist sie nach Angaben der Internationalen Energieagentur rund 39 Kilometer breit. Die eigentlichen Fahrrinnen für den internationalen Schiffsverkehr sind deutlich schmaler.

Ihre wirtschaftliche Bedeutung reicht weit über die Golfregion hinaus. Nach Daten der Internationalen Energieagentur wurden 2025 im Durchschnitt rund 20 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte pro Tag durch die Straße von Hormus transportiert. Das entsprach etwa einem Viertel des weltweiten Ölhandels auf dem Seeweg. Auch für Flüssigerdgas ist die Route von zentraler Bedeutung. Fast ein Fünftel des weltweiten LNG-Handels passierte nach IEA-Angaben 2025 die Meerenge.

Mehrere Zwischenfälle innerhalb weniger Tage

Die Häufung der Treffer erhöht den Druck auf die internationale Handelsschifffahrt. Bereits vor dem neuesten Vorfall galten die Bedingungen in der Straße von Hormus als angespannt. Die britische Seefahrtssicherheitsstelle fordert Schiffe weiterhin auf, vorsichtig zu passieren und verdächtige Aktivitäten unmittelbar zu melden.

Beim jüngsten Tanker in der Straße von Hormus blieb zunächst vor allem die Frage nach dem Urheber offen. Gesichert sind der gemeldete Projektiltreffer, das anschließende Feuer und die Mitteilung, dass die Besatzung sicher ist. Weitere Angaben zum Schiff und zu den genauen Umständen waren zunächst nicht offiziell bestätigt.

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