Premiere in Monaco: Albert und Charlène empfangen Mattarella

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Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hat seinen zweitägigen Staatsbesuch im Fürstentum Monaco beendet. Fürst Albert II. und Fürstin Charlène empfingen den italienischen Präsidenten am Freitag, 2. Oktober, im Fürstenpalast. Es war der erste Staatsbesuch eines Präsidenten der Italienischen Republik in Monaco. Mattarella wurde von seiner Tochter Laura begleitet.

Der Besuch verband klassisches diplomatisches Zeremoniell mit Gesprächen über die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten. Im Mittelpunkt standen nach den öffentlichen Erklärungen unter anderem die wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Schutz des Mittelmeers, internationale Kooperation und der Umgang mit grenzüberschreitender Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Der Staatsbesuch von Sergio Mattarella erhielt damit über die protokollarische Premiere hinaus eine politische Dimension.

Empfang mit militärischen Ehren im Fürstenpalast

Mattarella wurde im Ehrenhof des Fürstenpalasts von Albert II. und Charlène begrüßt. Zur offiziellen Empfangszeremonie gehörten militärische Ehren, die Nationalhymnen und die Vorstellung der Delegationen. Anschließend führten Mattarella und Albert II. ein Gespräch im Familiensalon des Palastes. Fürstin Charlène traf parallel Laura Mattarella. Danach kamen die Gastgeber und ihre Gäste gemeinsam zusammen.

Der Besuch markiert einen diplomatischen Sonderfall in den engen Beziehungen zwischen Italien und Monaco. Beide Länder grenzen zwar nicht unmittelbar aneinander, sind geografisch jedoch eng miteinander verbunden. Italien ist zudem wirtschaftlich und gesellschaftlich stark im Fürstentum präsent. Mattarella sprach am Samstag von intensiven und wachsenden Wirtschaftsbeziehungen sowie einer beträchtlichen Verflechtung zwischen Unternehmen beider Länder.

Albert II. verwies seinerseits auf die historischen Verbindungen zwischen Monaco und Italien. Bereits vor Beginn des Besuchs hatte er die Bedeutung der Visite mit den langjährigen Beziehungen beider Staaten begründet. Die Familie Grimaldi besitzt historische Wurzeln in Genua, und zahlreiche italienische Gemeinden pflegen bis heute Verbindungen zur Dynastie.

Cecilia Bartoli und offizielles Dinner im Thronsaal

Am Freitagabend besuchten Mattarella und seine Tochter gemeinsam mit Albert II. und Charlène die Opéra de Monte-Carlo. Dort stand ein Auftritt der italienischen Mezzosopranistin Cecilia Bartoli auf dem Programm. Im Anschluss folgte im Thronsaal des Fürstenpalasts ein offizielles Dinner zu Ehren des italienischen Staatspräsidenten.

Bei dem Dinner richteten beide Staatsoberhäupter den Blick auch auf internationale Themen. Mattarella hob insbesondere die gemeinsame Verantwortung für das Mittelmeer hervor. Er erinnerte dabei an das vor 50 Jahren geschlossene RAMOGE-Abkommen, mit dem Monaco, Italien und Frankreich beim Schutz des Meeresraums zusammenarbeiten. Der italienische Präsident verwies zugleich auf Konflikte, Gewalt und humanitäre Krisen im Mittelmeerraum und sprach sich für Frieden und Zusammenarbeit zwischen den Staaten aus.

Albert II. betonte ebenfalls die Bedeutung des Umweltschutzes und der internationalen Kooperation. Nach Angaben aus seiner Rede verwies er zudem auf Dialog, Recht und Multilateralismus als gemeinsame Grundlagen der Außenpolitik beider Länder.

Meeresschutz prägt den zweiten Besuchstag

Am Samstag, 3. Oktober, traf Mattarella zunächst Mitarbeiter der italienischen Botschaft und Vertreter der italienischen Gemeinschaft in Monaco. Anschließend besuchte er gemeinsam mit Albert II. das Ozeanografische Museum. Die Einrichtung gehört zu den international bekannten Institutionen Monacos für Meeresforschung und Meeresschutz.

Mattarella würdigte dort das Engagement Monacos für den Schutz der Umwelt. Bei den anschließenden Erklärungen hob er hervor, dass die Beziehungen zwischen beiden Staaten nicht nur historisch, sondern auch wirtschaftlich eng seien. Zudem hätten sich beide Seiten zur Bedeutung multilateraler Zusammenarbeit, zum Rechtsstaat und zu den Menschenrechten bekannt.

Ein weiterer Punkt war die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung organisierter Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Mattarella begrüßte ausdrücklich die vertiefte Kooperation und verwies dabei auf ein jüngst geschlossenes Memorandum mit der italienischen Finanzpolizei Guardia di Finanza.

Erste italienische Staatsvisite setzt diplomatisches Zeichen

Mattarella und Albert II. waren bereits mehrfach bei internationalen und bilateralen Terminen zusammengetroffen. Einen Staatsbesuch eines italienischen Präsidenten hatte es im Fürstentum jedoch zuvor nicht gegeben. Genau darin liegt die besondere Bedeutung der Visite vom 2. und 3. Oktober 2026.

Das Programm machte zugleich deutlich, welche Themen Italien und Monaco derzeit gemeinsam hervorheben. Dazu zählen der Schutz des Mittelmeers, wirtschaftliche Verflechtungen, multilaterale Zusammenarbeit sowie Rechtsstaatlichkeit und internationale Sicherheit. Das Staatsdinner mit Albert und Charlène bildete dabei den protokollarischen Höhepunkt des ersten Tages, während die Gespräche im Ozeanografischen Museum am Samstag den politischen Abschluss des Besuchs setzten.

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