
In Münster soll es ab dem 1. November 2026 ein vergünstigtes Deutschlandticket für Menschen mit Münster-Pass geben. Das sogenannte Deutschlandticket Sozial in Münster soll monatlich 50 Euro kosten und damit 13 Euro günstiger sein als das reguläre Deutschlandticket. Gleichzeitig müssen sich Nutzer des vergünstigten MünsterAbos allerdings auf eine Preiserhöhung einstellen.
Der Rat der Stadt Münster hat am Mittwoch, 7. Oktober 2026, die Weichen für das neue Sozialticket gestellt. Die städtische Vertretung wurde ermächtigt, in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster für die Einführung zu stimmen. Grundlage ist ein Ratsantrag aus dem März 2026.
Mit dem neuen Angebot sollen Inhaberinnen und Inhaber des Münster-Passes künftig für 50 Euro monatlich den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland nutzen können. Der reguläre Preis liegt derzeit bei 63 Euro. Das vergünstigte Ticket ermöglicht damit Fahrten über die Stadtgrenzen Münsters hinaus und kann beispielsweise für Pendler oder regelmäßige Besuche in anderen Städten interessant sein.
Während das Deutschlandticket künftig günstiger angeboten werden soll, steigt gleichzeitig der Preis für das bereits bestehende MünsterAbo. Inhaber des Münster-Passes müssen dafür künftig 25 statt bisher 21 Euro im Monat zahlen. Das entspricht einer Erhöhung um vier Euro.
Anders als das bundesweit gültige Deutschlandticket ermöglicht das vergünstigte MünsterAbo die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs innerhalb Münsters. Damit bleibt es trotz der Preiserhöhung die preiswertere Variante für Menschen, die überwiegend im Stadtgebiet unterwegs sind.
Auch bei künftigen Tarifanpassungen soll das MünsterAbo nach den Vorstellungen der Stadt ungefähr halb so teuer bleiben wie das Deutschlandticket Sozial.
Hinter der Preiserhöhung beim MünsterAbo stehen auch finanzielle Überlegungen. Das Sozialamt hatte die Anpassung vorgeschlagen, um kommunale Ausgaben zu reduzieren. Weil die Stadt gleichzeitig das neue Deutschlandticket Sozial bezuschussen will, fällt die erwartete Einsparung geringer aus.
Nach Angaben der Stadt liegt das Einsparpotenzial 2026 bei rund 120.000 Euro. Für die Folgejahre werden jeweils etwa 340.000 Euro veranschlagt. Insgesamt sind im städtischen Haushalt für 2026 knapp eine Million Euro für vergünstigte Mobilitätsangebote für Menschen mit Münster-Pass vorgesehen. In den Folgejahren sollen es jährlich etwa 780.000 Euro sein.
Dem stehen Landesmittel von mehr als 500.000 Euro pro Jahr gegenüber. Die erwarteten Einsparungen sind bereits im Haushaltsplan berücksichtigt.
Die Freude über das vergünstigte Deutschlandticket könnte allerdings durch eine weitere Preissteigerung gedämpft werden. Bereits zum 1. Januar 2027 soll der reguläre Preis des Deutschlandtickets voraussichtlich auf knapp 67 Euro steigen.
Die Stadt Münster plant jedoch, ihren Zuschuss zum Deutschlandticket Sozial nicht entsprechend zu erhöhen. Dadurch würde die Preissteigerung unmittelbar an die Nutzerinnen und Nutzer weitergegeben. Bei einem regulären Ticketpreis von 67 Euro und einem unveränderten Zuschuss von 13 Euro würde das Sozialticket künftig 54 Euro monatlich kosten.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu