Kunsthalle Münster zeigt Deutschland-Premiere von Euridice Zaituna Kala

Bald startet die erste Einzelausstellung von Euridice Zaituna Kala in Deutschland in der Kunsthalle Münster.
Foto: Aurélien Mole

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Münster. Die Kunsthalle Münster zeigt ab Oktober eine Premiere: Mit „Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht“ ist erstmals eine Einzelausstellung von Euridice Zaituna Kala in einer deutschen Institution zu sehen. Die Schau läuft vom 10. Oktober 2026 bis zum 24. Januar 2027. Eröffnet wird sie bereits am Freitag, 9. Oktober, um 18 Uhr.

Ausstellung wird für Münster weiterentwickelt

Die Ausstellung ist Teil eines internationalen Projekts, das zuvor in Rennes und Brüssel zu sehen war. Kala entwickelt „Daylighting“ für jede Station weiter und bezieht dabei die Geschichte und Bedingungen des jeweiligen Ortes ein. Für Münster entstehen mehrere neue Arbeiten. Kuratiert wird die Ausstellung von Merle Radtke, die kuratorische Assistenz übernimmt Heiko Lietz.

Verborgene Geschichten sichtbar machen

Kala beschäftigt sich mit Kolonialismus und Postkolonialismus, Erinnerung sowie Geschichten, die verdrängt oder aus historischen Archiven ausgeschlossen wurden. Dabei verbindet sie persönliche und kollektive Erinnerungen mit ökologischen, feministischen und indigenen Perspektiven.

Der Titel „Daylighting“ bezeichnet unter anderem das Freilegen überbauter oder unterirdischer Wasserläufe. Kala nutzt dieses Bild, um verschüttete Geschichten und Zusammenhänge wieder sichtbar zu machen. Sie arbeitet unter anderem mit Installationen, Performances, Fotografien, Objekten, Texten und Büchern.

Künstlerinnengespräch zum Auftakt

Am Samstag, 10. Oktober, um 15.30 Uhr spricht Kala mit Sophie Kaplan, Direktorin von La Criée in Rennes, und Merle Radtke über ihre Arbeit und die Entwicklung der Ausstellung.

Weitere Rundgänge sind am 8. November um 15 Uhr und am 3. Dezember um 18 Uhr geplant. Zum Abschluss führt Merle Radtke am 24. Januar 2027 um 15 Uhr durch die Ausstellung.

Euridice Zaituna Kala arbeitet international

Kala wurde 1987 in Maputo in Mosambik geboren und lebt bei Paris. Ihre Arbeiten waren bereits unter anderem im Centre Pompidou und im Jeu de Paume in Paris, im Haus der Kulturen der Welt in Berlin sowie im ARoS Museum in Aarhus zu sehen.

Die Kunsthalle Münster am Hafenweg 28 ist dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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