Bombenverdacht in Münster: Am Sonntag könnte die Innenstadt geräumt werden

Die Rainer Scholze-Stiftung finanziert die Sanierung des Lamberti-Brunnens in Münster. Ab Juni beginnt der Rückbau.
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster. Ein Sonntagsspaziergang über den Prinzipalmarkt, ein Besuch in der Altstadt oder einfach ein ruhiger Tag zu Hause – für viele Münsteraner könnte der 11. Oktober anders verlaufen als geplant. Unmittelbar neben der Lambertikirche vermuten Experten einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Am Sonntagmorgen wird der verdächtige Bereich untersucht. Sollte dort tatsächlich eine Bombe liegen, droht eine Evakuierung mitten im Herzen der Stadt. Rund 800 Menschen wären betroffen. Dass die Stadt ausgerechnet einen Sonntag für die Untersuchung gewählt hat, ist dabei kein Zufall.

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Warum die Bombensuche ausgerechnet am Sonntag stattfindet

Der Prinzipalmarkt gehört zu den belebtesten Orten Münsters. An gewöhnlichen Werktagen sind hier Tausende Menschen unterwegs, Geschäfte haben geöffnet, Beschäftigte gehen ihrer Arbeit nach und Lieferfahrzeuge versorgen die Innenstadt. Eine Bombenentschärfung würde das öffentliche Leben in diesem Bereich erheblich beeinträchtigen.

Deshalb hat sich die Stadt Münster für einen ungewöhnlichen Weg entschieden: Die Untersuchung findet an einem Sonntag statt. Damit sollen insbesondere die Folgen für den Einzelhandel begrenzt werden. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, es sind weniger Beschäftigte in der Innenstadt unterwegs und eine mögliche Räumung lässt sich leichter organisieren.

Für Anwohner ist der Termin allerdings nicht unbedingt angenehmer. Sollte sich der Bombenverdacht bestätigen, müssten sie möglicherweise ausgerechnet an ihrem freien Tag die Wohnung verlassen. Wie lange eine solche Evakuierung dauern würde, ist derzeit völlig offen.

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Der Verdacht entstand bei den Vorbereitungen für den Lambertibrunnen

Ausgangspunkt der Untersuchung sind die geplanten Sanierungsarbeiten am Lambertibrunnen. Im Vorfeld wurden historische Luftbilder ausgewertet, auf denen Fachleute Hinweise auf mögliche Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckten. Weitere Untersuchungen des Bodens erhärteten den Verdacht an einer Stelle unmittelbar neben der Lambertikirche.

Am Sonntagmorgen sollen Kampfmittelräumer den Bereich freilegen. Erst dann lässt sich feststellen, ob sich tatsächlich ein Blindgänger im Boden befindet. Nach Angaben der Stadt soll voraussichtlich bis zum Mittag Klarheit herrschen.

Bestätigt sich der Verdacht, müssen die Experten zunächst beurteilen, ob und wie das Kampfmittel entschärft werden kann. Bis dahin ist ausdrücklich offen, ob eine Evakuierung überhaupt notwendig wird.

Prinzipalmarkt und Domplatz könnten zum Sperrgebiet werden

Die Dimension einer möglichen Evakuierung ist beträchtlich. Sollte eine Entschärfung erforderlich sein, rechnet die Stadt mit einem Sicherheitsradius von 250 Metern rund um den Fundort. Innerhalb dieses Bereichs wohnen etwa 800 Menschen.

Auch zahlreiche bekannte Orte der Münsteraner Innenstadt wären betroffen. Dazu zählen unter anderem der Prinzipalmarkt, der Domplatz, der Bült sowie Teile der Salzstraße und der Ludgeristraße. Straßen und Plätze müssten abgesperrt werden, Geschäfte und andere Gebäude dürften während des Einsatzes nicht betreten werden.

Für die Anwohner bedeutet das vor allem eines: Sie müssen sich darauf einstellen, ihre Wohnungen kurzfristig verlassen zu müssen. Eine Rückkehr wäre erst möglich, wenn die Entschärfung abgeschlossen und der Bereich wieder freigegeben ist.

Vorsorglich hat die Stadt eine Betreuungsstelle im Schlaun-Gymnasium an der Sonnenstraße 18 vorgesehen. Dort könnten Menschen unterkommen, die während einer möglichen Evakuierung keinen anderen Aufenthaltsort haben.

Was Münsteraner für Sonntag wissen müssen

Der Blindgängerverdacht an der Lambertikirche hat bereits erste Auswirkungen. Das für Sonntag um 16 Uhr geplante Orgelkonzert in St. Lamberti wurde vorsorglich abgesagt. Auch eine Veranstaltung im Kirchenfoyer an der Salzstraße findet nicht statt.

Ob darüber hinaus größere Einschränkungen auf die Innenstadt zukommen, entscheidet sich erst nach der Freilegung des Verdachtspunktes. Die Stadt Münster will am Sonntag über die Ergebnisse informieren. Sollte eine Evakuierung notwendig werden, sollen die Bürger unter anderem über die offiziellen Kanäle der Stadt und die Warn-App NINA informiert werden.

Für die Menschen in der Altstadt bleibt damit zunächst die Ungewissheit. Vielleicht finden die Kampfmittelräumer am Sonntagmorgen lediglich einen harmlosen Gegenstand. Vielleicht müssen aber auch Hunderte Münsteraner ihre Wohnungen verlassen und große Teile der Innenstadt abgesperrt werden.

Fest steht bislang nur: Was seit Jahrzehnten unter dem Lamberti-Kirchplatz verborgen liegt, soll am Sonntag endlich geklärt werden.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu